DIE LINKE und der Bundesparteitag: Wähler, hört die Signale

23.10.2011 – Heute ist der Bundesparteitag der Linkspartei in Erfurt zu Ende gegangen. 519 Delegierte berieten, diskutierten und votierten drei Tage lang, um DIE LINKE auf einen gemeinsamen Kurs für die Zukunft einzuschwören.

Das Ergebnis: Ein neues Grundsatzprogramm, das mit insgesamt 503 Delegiertenstimmen von einer überzeugenden Mehrheit getragen wird. Während Medien und politische Gegner in den vergangenen Wochen und Monaten bereits eine Spaltung oder sogar Auflösung der Linkspartei heraufbeschworen hatten, einigte man sich in Erfurt erstaunlich reibungslos auf eine gemeinsame Leitlinie.

Wer angesichts interner Auseinandersetzungen, Flügelkämpfen zwischen Realos und Antikapitalisten und sinkender Umfragewerte mit einem konsensualen Beliebigkeitskurs, irgendwo zwischen SPD und PIRATEN gerechnet hatte, erlebt stattdessen deutliche Signale und eine klare Mission:

Mit großer Geschlossenheit spricht sich DIE LINKE für einen radikalen Systemwechsel zum demokratischen Sozialismus aus, stimmt für die Auflösung der Nato und für die Vergesellschaftung von Banken und Energieunternehmen und wendet sich entschlossen gegen Kampfeinsätze der Bundeswehr.

Ein Grundsatzprogramm nach vier Jahren

Gregor Gysi spricht von einem „wichtigen Aufbruch“, Klaus Ernst bezeichnet das verabschiedete Programm als „Meilenstein in unserer Geschichte“, Sahra Wagenknecht freut sich, „dass DIE LINKE auf dem Parteitag in Erfurt mit einer überwältigenden Mehrheit von 96,9 Prozent ein konsequent antikapitalistisches und antimilitaristisches Parteiprogramm verabschiedet hat“ und Oskar Lafontaine zitiert die Linkspartei in die Offensive: „Wir brauchen den aufrechten Gang und wir dürfen uns nicht von den anderen in die Defensive drängen lassen.“

Der Leitantrag zum verabschiedeten Programm umfasste 40 Seiten.  Insgesamt wurden 1.400 Änderungsanträge gestellt, von denen 350 zur Abstimmung kamen. 18 hiervon wurden angenommen. Die wichtigsten der beschlossenen Punkte im Überblick:

  • Radikaler Systemwechsel zum demokratischen Sozialismus
  • Vergesellschaftung von Banken und Energieunternehmen
  • Steuer auf private Millionenvermögen und Konzerngewinne
  • Auflösung der Nato
  • Ende der Bundeswehr-Kampfeinsätze
  • Verbot von Waffenexporten
  • Aufstellung eines „Willy-Brandt-Korps“ für rein zivile Auslandsmissionen
  • 30-Stunden Woche
  • Mindestlohn in Höhe von 60 Prozent der deutschen Durchschnittseinkommen
  • Renteneintritt mit 60
  • Anerkennung des Existenzrechts Israels
  • Langfristige Legalisierung aller Drogen

Regieren oder Opponieren: Rote Linien

Anhaltende Auseinandersetzungen innerhalb der Linkspartei gab es in den vergangenen Monaten vor allem immer wieder über die Frage: Regieren oder Opponieren. Während ein Teil der Partei in Regierungsbeteiligungen die Chance auf schrittweise Veränderungen erkennt, lehnt ein anderer Teil es entschieden ab, sich im Rahmen von Regierungskoalitionen indirekt an neoliberaler und pro-kapitalistischer Politik zu beteiligen.

Sogenannte „Rote Linien“ im Programm sollen in Zukunft dafür sorgen, dass es in Bezug auf künftige Regierungsbeteiligungen nicht zu interne Streitigkeiten kommt. Danach strebt DIE LINKE Regierungsbeteiligungen nur dann an, wenn sie damit eine Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen erreichen kann. Darüber hinaus will sich die Linkspartei an keiner Regierung beteiligen, die Kampfeinsätze der Bundeswehr zulässt, Aufrüstung vorantreibt, die Privatisierung der Grundversorgung oder Sozialabbau betreibt oder die Bedingungen für den öffentlichen Dienst verschlechtert.

Neu sind diese Haltelinie dabei allerdings nicht. Bereits am 29. Mai 2010 hieß es in einem Positionspapier des Parteivorstandes, der sich an Fraktionen und Gliederungen der Linkspartei wandte:

Unser Maßstab in den Ländern ist die Verbesserung der Lebenslage der Menschen. Unser Nein zu Sozialabbau, Privatisierung und Arbeitsplatzabbau im öffentlichen Dienst ist aber nicht verhandelbar. Darüber hinaus wird sich DIE LINKE auf Bundesebene nicht an einer Regierung beteiligen, die Kriege führt und Kampfeinsätze der Bundeswehr im Ausland zulässt, die Aufrüstung und Militarisierung vorantreibt.

Die Aufnahme der „Roten Linien“ in das Grundsatzprogramm stellt hier allerdings eine qualitative Veränderung dar. Auseinandersetzungen über künftige Regierungsbeteiligungen auf Länderebene sind hiermit jedoch nicht völlig ausgeschlossen. Sowohl den Definitionen von „Verbesserung der Lebenslage der Menschen“ als auch von „Sozialabbau“ fehlt es an Eindeutigkeit.

Öffentliche Reaktionen auf den Parteitag

Die Medien hielten sich, abgesehen von den Live-Berichterstattungen bei Phoenix, in Bezug auf den Parteitag zunächst stark zurück. Erst nachdem sich die Delegierten am Samstag auf den Programmpunkt „langfristige Legalisierung aller Drogen“ verständigten, meldete sich die Qualitätspresse zu Wort und geißelte, angeführt von BILD und WELT, den Vorstoß als Absurdität.

SPD und Union stimmten dankbar in den Chor der Entrüstung ein. Der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Thomas Oppermann, sagte, die Forderungen der Linkspartei „nehme immer absurdere Züge an“ und die Partei beschließe „unverantwortlichen Unsinn“. Hans-Peter Uhl, der innenpolitische Sprecher der CDU ging noch einen Schritt weiter und empörte sich: „Die Linke will unsere Kinder und Jugendliche ungeschützt und ungestraft den Dealern harter Drogen aussetzen.

Der Programmpunkt ist entweder nicht verstanden oder mit Absicht in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit gerückt worden. Zur Relativierung beschloss der Parteitag noch am Samstag Abend, eine erläuternde Ergänzung. Der Abschnitt im Programm bedeute „die Entkriminalisierung der Abhängigen und die Organisierung von Hilfe und einer legalen und kontrollierten Abgabe an diese“.

Obwohl dieser Zusatz inhaltlich nichts an der verabschiedeten Position ändert, haben sich die Medien mittlerweile wieder beruhigt. Sie berichten seit heute über die Entscheidung für das Grundsatzprogramm und würdigen dabei sogar die große Geschlossenheit der Partei.

Dies geschieht natürlich nicht ohne den Hinweis auf künftige Probleme, die die Linkspartei erwarten. Neben der Erwartung künftiger Streitigkeiten beziehen sich diese vor allem auf die anstehende Personaldebatte, auf die künftige Position von Sahra Wagenknecht und auf die Frage, ob Oskar Lafontaine in die Bundespolitik zurückkehren wird.

Friede, Freude, Eierkuchen, oder was?

Auch wenn man der Partei die Freude und Zuversicht angesichts der großen Mehrheit für das heute beschlossene Programm gönnen will: Viel Zeit zum Freuen und Feiern bleibt der Linkspartei nicht. Stattdessen heißt es jetzt, das Programm auf die Straße zu bringen und gegenüber der Parteibasis zu vertreten. Die endgültige Entscheidung über das Grundsatzprogramm liegt bei den rund 70.000 Mitgliedern. Im Rahmen einer Urabstimmung, die bis zum 18. Dezember diesen Jahres abgeschlossen sein soll, muss die Basis dem Entwurf zustimmen.

Wichtig in diesem Zusammenhang wird die künftige Personalaufstellung der Linkspartei sein. Mit Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine stehen zwei Persönlichkeiten zur Diskussion, mit denen DIE LINKE an die Erfolge aus dem Wahljahr 2009 anknüpfen könnte. Im Rahmen des Parteitags drangen hierzu keine Statements an die Öffentlichkeit.

Die große Geschlossenheit der Delegierten des Bundesparteitages ist ein wichtiges Signal an die Bevölkerung und an die Parteibasis. Während sich die Regierungskoalition immer tiefer zerstreitet, die CDU von Flügelkämpfen und Kanzlerinnen-Dämmerung geprägt ist und sich in der SPD zwei immer weiter entfernte Flügel formieren, zeigt DIE LINKE Einigkeit und demonstriert, wie man unterschiedliche Auffassungen konstruktiv verbinden kann, wenn man sich darauf konzentriert, dass die Übereinstimmungen überwiegen.

Der Parteitag in Erfurt hat das Problem der sinkenden Umfragewerte nicht gelöst und das konnte er auch nicht. Er hat allerdings die Voraussetzungen dafür geschaffen, die künftige Position der Linkspartei zu stärken und sie in der öffentlichen Wahrnehmung wieder in das Licht zu rücken, das ihr gebührt:

Eine geschlossene, starke und selbstbewusste Linke, die als einzige politische Partei konsequent gegen den Wildwuchs des Kapitalismus, den Abbau der Sozialstaatlichkeit, die Verschlechterung der Arbeits- und Lebensbedingungen und die Rolle Deutschlands als Nation, die Kriege befürwortet, Rüstungsgüter in alle Welt verkauft und sich aktiv an Kriegen beteiligt, eintritt.

Zum Thema: Jacob Jung interviewt Bodo Ramelow, 25.10.2011 – “Drum bleibe im Land und wehre Dich täglich”

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21 Kommentare

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21 Antworten zu “DIE LINKE und der Bundesparteitag: Wähler, hört die Signale

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  2. Tut mir leid, aber meiner Meinung nach ist die Zeit der Parteien vorbei, egal wie “schön” das Programm sein mag…

    Dennoch finde ich gut, dass sie sich nun, nach über zwanzig Jahren (ich rechne die Zeit der PDS dazu), endlich eindeutig antikapitalistisch zeigt und die sozialdemokratische rosarote Kuschelzeit (hoffentlich) überwunden hat. Dieses Programm und die Einigkeit bei seiner Abstimmung mag auch ein Zugeständnis und/oder Ergebnis der weltweiten Bürgerbewegungen sein!

    Ich gehe dennoch nicht wählen, denn durch Wahlen und das damit verbundene System der Machtausübung wird nichts verändert. Das geht auch gar nicht und darum strebt die Linke auch nicht unbedingt Regierungsbeteiligung an. Was dann? Wartet sie darauf, die sich nun auch in Deutschland entwickelnde Protestbewegung übernehmen zu können – als “führende” Kraft, die ja schon an Ort und Stelle ist, um “die Macht” zu übernehmen?

    Ich bin bei Parteien (kommt von “part” = “teilen”) grundsätzlich misstrauisch… auch weil es dann wieder um Macht über andere geht…

    Ich bin Dir allerdings sehr dankbar, wenn Du über weitere Entwicklungen berichtest. Ich bin ein neugieriger Mensch! :-)

    Dass sich die anderen Parteien ausschließlich über die schrittweise Legalisierung aller Drogen (was ich für sehr vernünftig halte, weil damit a) die gesamte Drogenmafia und die damit verbundene Kriminalität aller Art vom Dealer bis zum Drogenstrich auf einen Schlag erledigt ist und b) die Gesundheit der Menschen besser geschützt werden kann) herfallen, ist logisch. Die wollen nicht über Grundsätzliches diskutieren, können sie auch gar nicht. Also gehen sie an das Einzige, was den “Volkszorn” beschwören kann, um die Linke zu diffamieren. Das alte Spiel… Mögen die Menschen langsam lernen, dass sie dauernd nur ver*scht werden und ein wenig tiefer schauen und vor allem denken…

  3. Gertrud Bousseljot

    Ich denke,an kommt was am besten wirbt! Ich bleibe nach wie vor skeptisch. Nur warte ich ab, wie die Linke das Produkt ihrer Werbung nun tatsächlich auch umsetzt. In vielen Städten fehlt die Bürgernähe. Die Menschen können sich nicht wirklich orientieren. Es gibt innerpolitische, die Menschen-den Bürger interessieren-bewegen-Fragen die geklärt werden wollen. Der Bürger braucht Transparent. Naja…mal abwarten wie die dinge reifen!

  4. Leider wurde der Begriff des demokratische Sozialismus durch die Medien in über 60 Jahren so zerstört, dass der Michel wohl eher nochmals die braunen Socken anzieht statt der roten.

    Sehr schön auch das Bekenntnis zu Israel. Der/die (oder sollte man gendermäßig vom es reden?) deutsche Linke muss ja nicht in Baracken und Lagern hausen und befürchten, dass ihm sein Heim über Nacht zerstört wird, weil irgend ein Irrer eine so genannte Rakete abgeschossen hat.

    Eine echte Linke würde als erstes eine Verfassung fordern, wie es das Grundgesetz verbindlich für den Fall der Wiedervereinigung gefordert hat. Diese Verfassung würde in Artikel 1 das Recht auf Arbeit einfordern. Bezahlte Arbeit, von der man sein Leben selbst gestalten kann. Schluss mit der Almosen Wirtschaft. Damit beginnt und endet die Würde des Menschen.

    Wenn heute bereits 10 Prozent die Piraten wählen würden, dann ist dies das Ergebnis einer totalen Gehirnwäsche. Piraten sind umlackierte Postboten!

    • Nur vergessen alle, einschließlich der Linken, dass die Zeit der Selbstbestimmung durch Arbeit einfach vorbei ist! Sie haben keine Lösung für die vielen Menschen, die im Arbeitsprozess nicht mehr benötigt werden. 6-Stunden-Tag ist dabei ein ziemlicher Hohn. Sollten alle “erwerbsfähigen” – was für ein Wort!! – Menschen beschäftigt werden, würden wohl 2 Stunden mehr als ausreichen!

      Wer heute von “Vollbeschäftigung” und “Selbstbestimmung durch Arbeit” spricht, ist entweder naiv oder lügt.

      Oder der Begriff “Arbeit” muss umdefiniert werden und darf nicht als “Lohnabhängig definiert werden, denn gerade die Abhängigkeit bringt Unfreiheit und birgt die Sklaverei bereits in sich, egal, unter welchem Vorzeichen!

      Soweit sind die Linken in ihrem Denken wohl noch nicht. Logisch, sie denken ja auch in den alten Mustern!

      Ich zitiere hier gern noch einmal Einstein zur Erinnerung:

      “Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.”

      • Sklaverei durch abhängige Lohnarbeit – du hast wohl selbst noch nie gearbeitet.

        Das Betteln um Almosen vom Gabentisch macht aus Menschen Bittsteller und macht unfrei – bis zum Sklaventod. Dazu zählen auch die Fixer, Strichjungen und -Mädchen!

        Wenn nur noch zwei Stunden gearbeitet werden müsste – und was hast du dagegen?

        Realistischer ist da schon Frau Wagenknecht – 30 Stundenwoche wäre machbar – wenn die Billig-Clowns nicht wären – die Schnäppchenjäger! Ordentliche Bezahlung für ordentliche Arbeit – mehr will eigentlich niemand, den ich kenne.

        • 1. Ich habe gearbeitet und arbeite immer noch. Mehr als Du Dir wahrscheinlich vorstellen kannst!
          2. Wenn es die lohnabhängige Arbeit nicht mehr gibt, entfällt auch das “Betteln”, denn es ist für jeden genug da, ohne zu betteln! Es wird bereits jetzt (am Beispiel der Lebensmittel) 50 % mehr produziert, als die 7 Milliarden Menschen auf unserem Erdball brauchen um jeden Tag satt werden zu können! Die verlogene “Knappheit” entsteht einzig durch Vernichtugn der Lebensmittel (und anderen produzierten Güter).
          3. Die Technologien sind heute soweit, dass größtenteils die Maschinen die körperliche Arbeit der Menschen übernehmen können und dass mehr als ausreichend Produkte für alle hergestellt werden können und werden.
          4. Das festhalten an den alten Denkmustern, die sich immer um das Geld und Haben drehen, führen genau wieder dahin, wo wir heute sind! Das ist ein (und ich denke das wichtigste) Gesetz dieser Geld-Gesellschaften.
          5. Die Menschen, die es sich auf Grund der tollen Sozial-Politik dieses Landes einfach nicht leisten können, anständige Produkte zu kaufen, sondern gezwungen sind, die Billigprodukte zu kaufen, die eh nichts taugen als “Billig-Clowns” zu beschimpfen ist eine grobe Beleidigung dieser Menschen! In welcher Welt lebst Du??
          6. Erzwungene Arbeit ist beim heutigen Stand der Technik und Technologien gar nicht notwendig! Die zwei Stunden habe ich lediglich genannt, um auch die Arbeiten bewerkstelligt zu bekommen, die dennoch notwendig sind: Verwaltungsarbeiten, Entwicklungsarbeiten, etc. In einer solchen Wirtschaft arbeiten die Menschen jedoch freiwillig, weil sie nämlich gar nicht arbeiten, sondern einfach tun, was ihnen Spaß macht!
          7. Die Fixer und Strichjungs und -Mädchen verschwinden mit der Aufhebung der Kriminalisierung der Drogen. Sie sind Folge-Kriminalität, nicht Ursache! Sie verschwinden auch mit dem Wegfall der Notwendigkeit Geld zu “verdienen”, um leben zu können (wer hat warum die Lüge in die Welt gesetzt, dass ich mir mein Leben “verdienen” muss, da ich es doch geschenkt bekommen habe?), wobei es ihnen die heutige Gesellschaft gleichzeitig unmöglich macht, durch Arbeit am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

          Diese Vorschläge der lohnabhängigen Arbeit sind einfach zu kurz gedacht, um nicht zu sagen kontraproduktiv und zielen in die falsche Richtung!

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  6. In, wie ich finde “gewohnt herablassender Weise”, kommentieren Stefan Reinecke “Ein Programm für die Opposition” http://bit.ly/oy9wXe und berichten u.a. Anja Maier in der ‘taz’ vom DIE LINKE. Prgrammparteitag in Erfurt “Die Herrschaft der alten Männer” http://bit.ly/qdQXOi und “(Fast) alle Macht den Drogen” http://bit.ly/nq7ZnK

    Danke Jacob, für Deinen, wohltuend sachlich gehaltenen, Bericht!

    Gruß
    selcarim

  7. J. S.

    >>Die Linke will unsere Kinder und Jugendliche ungeschützt und ungestraft den Dealern harter Drogen aussetzen.<<

    Gesetzt den Fall, alle Drogen wären legal, dann wäre es trotzdem immer noch illegal Drogen an Kinder und Jugendliche zu verkaufen. Und zweitens wären Dealer überflüssig, da legale Drogen in Läden oder Apotheken erhältlich wären.
    Uhl präsentiert sich mal wieder von seiner besten Seite. Nachdenken würde helfen, aber das kann man von diesem Typen nicht mehr erwarten.

    Ich kapiere sowieso nicht, warum zumindest weiche Drogen nicht legal sind. Ich habe schon genug Menschen gesehen, die am Alkohol kaputt gegangen sind. Warum dann Alkohol hingegen legal ist, verstehe ich nicht. Aber die legale Droge Alkohol wird dem Uhl nichts ausmachen.

    • Ich denke, auch der Alkohol wird illegalisiert werden, wie es bereits mit dem Tabak entwickelt wird. Hübsch langsam und Schritt für Schritt, damit der blöde Frosch nicht merkt, dass er gekocht wird!

      Grund dafür ist nicht der Schutz der Gesundheit der Menschen (für die Menschen interessieren sich die Profitgeier naturgemäß überhaupt nicht, manchmal habe ich gar den Verdacht, sie haben vergessen, dass sie selbst Menschen sind!), sondern einzig und allein die tausendfachen Gewinne, die mit illegalisierten “Drogen” zu machen sind!

      Der Herr Uhl zeigt nicht seine Unfähigkeit zu denken, sondern welchem Herrn er dient!

  8. torgunna trundilsdottir

    “…für einen radikalen Systemwechsel zum demokratischen Sozialismus aus…”

    Ich würde gerne wissen,

    a) wie der Systemwechsel bewerkstelligt werden soll (über mehrheiten in den parlamenten? massenproteste auf den straßen?) und

    b) wie der demokratische Sozialismus am Ende (oder zwischendrin) aussehen soll. Vor nicht allzu langer Zeit (2008) wusste das selbst Frau Wagenknecht nicht oder wollte es nicht sagen:

    quote Wagenknecht: “Wie der zukünftige Sozialismus im Detail aussehen wird, vermag ich nicht zu sagen.
    Welche konkrete Gestalt ein künftiger Sozialismus letztlich haben wird, hängt eben
    wesentlich von den Bedingungen ab, unter denen er geschaffen wird und die kennt
    momentan noch niemand genau.”

    Quelle http://www.freitag.de/community/blogs/trundil/interview-mit-sahra-wagenknecht-vom-september-08

    Bin für Antworten, Hinweise und Links bzgl. der beiden Fragen sehr Dankbar.

    • Ich denke, das weiß keiner genau und das kann auch keiner voraussagen, denn wir sind alle keine Hellseher.

      Gute Diskussionsansätze gibt es in der #occupy Bewegung. Auch sie haben keine Lösung in der Hosentasche. Sie gehen davon aus, dass die zukünftige Ent-Wicklung ein ständiger Prozess ist, was natürlich stimmt. Nur durch die Meinung und das Reden mit allen, die sich einbringen möchten, das Entwickeln, Befragen und Entscheiden durch die “Crowd Intelligence” = wörtl. “Intelligenz der Massen”, hier oft “Schwarmintelligenz” genannt, was den Sinn meiner Meinung nach aber nicht richtig wiedergibt, können die nächsten Schritte gefunden, benannt und gegangen werden. Dabei sind Irrtümer durchaus möglich, jedoch durch die “Crowd Intelligence” sehr schnell zu erkennen und zu korrigieren. Das ist ein völlig neuer Denk- und Handlungs-Ansatz, der aus der Erfahrung der intelligenten Zusammenarbeit im Internet, die nicht auf Konkurrenz, sondern Kooperation beruht, entstanden ist.

      Parteien (egal welcher Farbe) sind meiner Meinung nach keine Lösung.

  9. Nach dem lesen der “wichtigsten der beschlossenen Punkte” hörte es für mich schon auf. Ich hoffe, daß das Volk nicht wieder auf solche Bauernfänger reinfällt. Allesamt Matrix Parteien. Abschaffung der Demokratie in der BRD und zurück zum Deutschen Reich, welches eine vorbildliche Verfassung hat (1871). Wieder ‘ein Volk’ sein dürfen, Erlangen der Souveränität und Freiheit, die uns schon solange vorgegaukelt wurde. Raus aus NATO, UN, EU, IMF, EFSF, ESM und freier Handel mit allen Völkern der Welt, die dies auch wollen und können!
    Man darf ja wohl nocht träumen….

  10. Einer der besten Vorschläge überhaupt findet sich hier: http://www.bandbreitenmodell.de
    (2 Minuten reinklicken reicht nicht, um danach mitreden zu können)

    Ob man das nun “demokratischen Sozialismus” nennt oder eine andere ausgelutschte Schublade aufzieht, spielt dabei keine Rolle. Es geht um ein konkret beschriebenes praktisches System, da spielt der Terminus keine Rolle.

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  14. Interessante Informationen! Ich werde mich damit mal genauer auseinander setzen! Bin gespannt auf neue Eintraege!

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