Fukushima: Kommt und spielt mit INES

12.04.2011 – Die japanische Regierung hat sich aktuell der Auffassung internationaler Experten angeschlossen und die Reaktorkatastrophe in Fukushima nach INES ( International Nuclear Event Scale) mit der höchsten Stufe 7 bewertet. Interessant in diesem Zusammenhang: Man sprach von einer „vorläufigen“ Einstufung.

Um es  deutlich zu machen: INES 7 bedeutet:

  • Schwerste Freisetzung, Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt in einem weiten Umfeld
  • Erhebliche Freisetzung (Äquivalent von > einigen 10.000 TBq von 131Iod)
  • Gesundheitliche Spätschäden über große Gebiete, ggf. in mehr als einem Land

Mit „vorläufig“ ist in diesem Zusammenhang wahrscheinlich gemeint, dass in 30.000 Jahren alles wieder in Ordnung ist.

Damit ist es Zeit für ein Update der internationalen Liste von atomaren Unfällen seit 1954.

Insgesamt zählen wir seit dem Beginn der Nutzung von Kernenergie 18 atomare Unfälle (alle drei Jahre ein Unfall) in unmittelbarem Zusammenhang mit Reaktoren und Wiederaufbereitungsanlagen:

  • 8 x INES 4 (Unfall) = alle 7 Jahre
  • 5 x INES 5 (ernster Unfall) = alle 11 Jahre
  • 3 x INES 6 (schwerer Unfall) = alle 19 Jahre
  • 2 x INES 7 (katastrophaler Unfall) = alle 29 Jahre

Angela Merkel: „Wir haben die Frage zu beantworten, ob die Kernkraftwerke heute und morgen sicher sind“ (ARD Brennpunkt, 13.03.2011)

Mehr zum Thema „Atomunfälle seit 1954“ gibt es hier.

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Eingeordnet unter Atompolitik, Politik

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