Liebe Linkspartei: Ihr nervt

22.08.2011 – Sozialstaatlichkeit, Arbeitsgerechtigkeit, Friedens- und Integrationspolitik, Wirtschaftsregulierung, Bildungsgerechtigkeit und Europapolitik: Es gibt in Deutschland keine Partei, deren Programm so stark auf die tatsächlichen Bedürfnisse und Ansprüche der breiten Bevölkerung zugeschnitten ist, wie die Linkspartei.

Leider kommen diese Themen in der Öffentlichkeit in letzter Zeit deutlich zu kurz. Stattdessen beschäftigt sich DIE LINKE. mit internen Konflikten und reagiert auf jeden Angriff und jede Polemik seitens der Konzernmedien und der anderen Parteien mit Positionspapieren, Grundsatzerklärungen und präsidialen Beschlüssen.

Von unterstellter DDR-Nähe über den Kommunismus- und Antisemitismus-Vorwurf bis hin zur angeblichen Mauer-Verherrlichung und unkritischen Kuba-Solidarität: Kein konstruierter Vorwurf ist abwegig genug, dass sich die Partei, ihre Gremien und Funktionsträger nicht in epischer Breite damit beschäftigen würden.

Man wünscht sich, dass DIE LINKE. wieder damit beginnt, die Regierung statt ihrer eigenen Anhänger, Sympathisanten und Mitglieder zu nerven.

Der Kakao, durch den man Euch zieht

Seit ihrer Gründung vergeht kaum eine Woche, in der die Linkspartei nicht aufgrund ihrer angeblichen Nähe zum DDR-Regime kritisiert wird. Mal wird dazu in den Biografien ihrer Vertreter gewühlt, mal müssen unbedarfte Äußerungen einzelner Mitglieder herhalten, um den Vorwurf mit neuem Leben zu erfüllen. Mitunter, wenn es gerade nichts anderes zu berichten gibt, vollzieht sich der stereotype Vorhalt auch völlig anlasslos.

Angela Merkel fühlt sich durch Nachfragen nach ihrer DDR-Vergangenheit zu keiner anderen Aussage bemüßigt, als dass sie glaubt, innerhalb der FDJ „irgendwas mit Kultur“ gemacht zu haben. Und wenn Günther Oettinger den ehemaligen NS-Marinerichters Hans Filbinger bei dessen Begräbnis mit den Worten „Er war ein Gegner des NS-Regimes“ lobt, dann bietet dies der Union keinen Anlass, über die NS-Vergangenheit ihrer politische Herkunft eigener Gründungsmitglieder zu diskutieren oder sich per Präsidiumserklärung von braunem Gedankengut zu distanzieren.

Ganz anders bei der Linkspartei: Da brauchen Medienvertreter und selbsternannte Experten Begriffe wie Kommunismus, Stalinismus oder Antisemitismus nur zu raunen und sofort beginnt eine heftige interne Debatte, dringen gegenseitige Beschuldigungen in die Öffentlichkeit, werden hektisch Presseerklärungen verfasst und übereifrige Beschlüsse verkündet.

Man kann sich gut vorstellen, wie sich Parteistrategen und Medienvertreter vor Lachen auf die Schenkel klopfen, wenn DIE LINKE. sich erwartungsgemäß wieder einmal selbst zerfleischt und unsinnige Diskussionen die linken Kommunikationskanäle über Tage und Wochen verstopfen. Stoische Gelassenheit und eine knappe Zurückweisung falscher Vorwürfe würde hier bedeutend mehr bewirken, als panische Auflösungsfantasien, Androhungen von Parteiausschlüssen und öffentlich geführte Duelle.

Erich Kästner hat den richtigen Umgang mit öffentlichen Beschuldigungen, mit Häme und mit Verleumdungen auf den Punkt gebracht:

„Was auch immer geschieht: Nie dürft ihr so tief sinken,
von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken!“

DIE LINKE. muss dringend damit aufhören, sich mit jedem noch so unsinnigen Vorwurf intensiv zu beschäftigen. Es fehlt scheinbar an Selbstbewusstsein, um die vorhersehbaren und in weiten Teilen absurden Kampagnen einfach an sich abperlen zu lassen. Das Parteiprogramm ist in Bezug auf alle bisherigen Vorwürfe und Beschuldigungen völlig eindeutig. Es ist nicht erforderlich, sich immer und immer wieder zu erklären und zu rechtfertigen und so dafür zu sorgen, dass sich jede Kampagne über Wochen und Monate in der Öffentlichkeit hält und dort die eigentlichen Inhalte und Grundsätze der Partei überlagert.

Vorwärts und nicht vergessen

Die Linkspartei ist ein Hoffnungsträger für viele Menschen in Deutschland. Die Partei ist noch nicht in den Sumpf von etablierten Parteien, Lobbyisten und Wirtschaftsunternehmen geraten. Ihre Standpunkte sind klar, deutlich und so radikal wie nötig.

Und die Linkspartei ist basisdemokratisch organisiert. Die Meinung ihrer Mitglieder zählt und wird nicht, wie bei anderen Parteien, unter den Postulaten der jeweiligen Funktions- und Entscheidungsträger verborgen. Hierbei handelt es sich um ein wertvolles Gut, das es zu erhalten gilt. Der Nebeneffekt einer solchen Ausrichtung besteht nun einmal darin, dass auch eigenartige Standpunkte und Äußerungen Einzelner immer einmal wieder in die Öffentlichkeit dringen.

Wenn es das ein oder andere Ortsverbandsmitglied an kritischer Distanz zur DDR-Regierung mangeln lässt, den Mauerbau verherrlicht oder zum Boykott israelischer Geschäfte aufruft, dann ist das noch lange kein Grund, sich als Partei neu zu definieren und beinahe schuldbewusst wirkende Erklärungen abzugeben.

Anders sieht es aus, wenn Handlungen und Äußerungen in die polemische Kritik geraten, die tatsächlich den Auffassungen der Partei entsprechen. Jüngstes Beispiel: Das Glückwunschschreiben von Gesine Lötzsch und Klaus Ernst an Fidel Castro. Hier hat Gregor Gysi im gestrigen ARD Sommerinterview angemessen reagiert: Castro gebührt Anerkennung, weil er Kuba durch die Revolution vom „Bordell der USA“ zu einem Staat mit einem vorbildlichen Gesundheits- und Bildungssystem entwickelt hat und es ihm trotz fünf Jahrzehnten Embargo gelungen ist, die Bevölkerung zu versorgen. Gleichzeitig mahnt Gysi demokratische Reformen in Kuba an und betont, dass Vieles in dem lateinamerikanischen Staat verbesserungswürdig ist.

Es ist bemerkenswert, dass die Kritik gegenüber Lötzsch und Ernst ausgerechnet in dem Staat laut wird, der kein Problem damit hat, Geschäfte mit totalitären Diktaturen zu machen, Waffen an Staaten zu liefern, die gegen demokratische Rebellen und Demonstranten vorgehen und sich auch ansonsten herzlich wenig um die Lage der Menschenrechte in den Ländern von Geschäfts- und Bündnispartnern schert. Es ist zu hoffen, dass DIE LINKE. sich angesichts dieser „Kuba-Krise“ nicht ein weiteres Mal in eine öffentliche Debatte ziehen lässt, die dem Ansehen der Partei schadet und die eigentlichen Ziele in den Hintergrund drängt.

Es wäre wünschenswert, dass sich die Linkspartei stärker mit ihren eigentlichen Zielen beschäftigt statt sich in inszenierten Skandalen zu verlieren. Derzeit macht sie es ihren Gegnern besonders leicht, indem sie sich immer wieder ins politische Abseits drängen lässt.

Es gibt in Deutschland weitaus wichtigere Dinge zu verhandeln, als die Auffassung zu DDR und Mauer, den korrekten Umgang mit Fidel Castro, die grundsätzliche Einstellung zum Kommunismus oder die Frage, ob eine kritische Haltung gegenüber der israelischen Politik mit Antisemitismus gleichzusetzen ist.

Es geht um soziale Gerechtigkeit, um faire und gerechte Arbeitsverhältnisse, um die Regulierung des Raubtier-Kapitalismus, um eine wirkungsvolle und solidarische Integration, um einen friedlichen Umgang mit den Völkern der Welt und um ein demokratisches Verständnis, das den Menschen anstelle der Wirtschaft in den Mittelpunkt des politischen Handelns stellt.

Nerven? Unbedingt! Aber bitte die Richtigen.

Die interne Auseinandersetzung und die Verständigung auf gemeinsame Grundsätze und Ziele ist wichtig und in einer Partei, die erst seit so kurzer Zeit besteht wie DIE LINKE. und die zudem konsequent basisdemokratisch ausgerichtet ist, unumgänglich.

Allerdings darf die Beschäftigung mit sich selber nicht die eigentlichen Inhalte überdecken. Für den außenstehenden Betrachter wird es ansonsten sehr schwer, einen verlässlichen Eindruck davon zu gewinnen, für was die Partei überhaupt steht.

Die Linkspartei soll nerven. Sie soll ihren Finger in die vielen Wunden legen, sie soll nachfragen, kritisieren, verurteilen und immer wieder eine gerechte, soziale, faire und friedliche Gesellschaft anmahnen. Aber sie sollte damit aufhören sich in jede noch so absurde Diskussion ziehen zu lassen, jeden Ball, der ihr von den Konzernmedien zugespielt wird aufzunehmen und nach Außen den Eindruck einer zersplitterten und zerstrittenen Gruppe von wirklichkeitsfremden Sektierern abzugeben.

Was die Funktionsträger, Mitglieder, Anhänger und Sympathisanten der Linkspartei eint ist die Überzeugung, dass der demokratische Sozialismus die bessere Alternative ist. Wenn es nicht gelingt, diese Gemeinsamkeit in den Mittelpunkt der politischen Arbeit zu stellen, dann wird sich DIE LINKE. über kurz oder lang zwischen den Interessen der etablierten Parteien zerreiben lassen.

Das wäre ein schwerer Verlust für das deutsche Parteienspektrum, denn eine Alternative zum menschenverachtenden Turbo-Kapitalismus, zur Diktatur von Wirtschaft und Konzernen über den Menschen und zum verantwortungslosen Umgang mit Sozialstaatlichkeit und Gerechtigkeit in der Gesellschaft ist unverzichtbar.

Liebe Linkspartei, bitte nervt weiter. Aber nicht Eure Anhänger sondern stattdessen die Regierung, die Etablierten, die Konzerne, die Mächtigen, die Reichen, die Bellizisten und die Antidemokraten.

 

34 Kommentare

Eingeordnet unter DIE LINKE, Empfohlen, Politik

34 Antworten zu “Liebe Linkspartei: Ihr nervt

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    • Anonymous

      Lieber Jacob, vielen Dank für Deine zutreffende Kritik an der Linkspartei. Leider fehlt uns das nötige Selbsbewustsein, um diese hochgespielten teilweise haltlosen Vorwürfe zu ignorieren und stattdessen die neoliberalen Einheitsparteien, die gelenkten Einheitsmedien, die leistungslosen Super-Reichen mit unserem Programm zu nerven. Obwohl unser Partei-Programm bei Meinungsumfragen 90% Zustimmung findet, würden uns nur etwa 10% der Befragten wählen. Das soll auch so bleiben. Deshalb die gezielten, permanenten Hetzcampagnen fast aller Medien, Parteien, Unternehmer-Verbände gegen „Die Linke“. Die Durchsetzung der Mehrheitsmeinung wäre das Ende der „Neoliberalen Pest“.

      Erich Eßer

  2. Toller Artikel!

    Würde es innerhalb der Linken nicht so um Macht und Geld gehen, würde sich die Lage auch einfacher gestalten.

    Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen naiv, aber ich frage mich wirklich, warum die/wir nichtmal ehrlich zueinander sein können.
    Aber nein, man muss ja das sagen um den zu umgarnen und den meiden um das zu erreichen…
    Ein Trauerspiel.

  3. ein unglaublich wichtiger beitrag!!! nicht selbst zerfleischen, in die offensive gehen! im wahlkampf und auf der straße.

  4. Ob das nun mal gerade richtig ist, was Jacob Jung hier behauptet wage ich ernsthaft zu beweifeln:
    ‎“Und die Linkspartei ist basisdemokratisch organisiert. Die Meinung ihrer Mitglieder zählt und wird nicht, wie bei anderen Parteien, unter den Postulaten der jeweiligen Funktions- und Entscheidungsträger verborgen.“
    Gibt es in der Linkspartei keine Kneipen-Hinterzimmerpolitik herr Jung? Sind Sie sich da ganz sicher?
    Sicherlich, das wäre wirklich gut!

  5. KoenigGunther

    Guter Artikel, volle Zustimmung! Ich hoffe der wird von den betreffenden Personen auch gelesen😉

  6. Verena Buchs

    Liebe Linksparteien.
    Auch Hitler war Sozialist. Somit steht ihr im gleichen Sumpf. Ihr habt es nur bisher geschafft, das Volk, mit Hirnwäsche zu verblöden. Solange der Staat genügend Geld hatte, tat das süsse Gift des Sozialismus seine Wirkung. Nun seid ihr Pleite. Die Folge : Die Supra Nationalsozialisten in Brüssel und Berlin, werden den Bürger mit den gleichen Methoden wie Hitler drangsalieren. Der Anlauf hat schon begonnen.

    • Buchfraeulein Heike

      Liebe Verena Buchs,

      Hitler war Nationalsozialist! Das ist etwas völlig anderes und die Gleichsetzung mit Sozialismus ist unverschämt. Noch unverschämter ist es, dann auch noch Linksparteien in einem Atemzug mit Hitler zu nennen.
      Bitte beschäftigen Sie sich mit dem Thema Nationalsozialismus bevor sie so einen Unsinn verbreiten.

    • http://www.klimaschutz-netz.de/index.php/erde-und-mensch-intro/erde-und-mensch/124-sofortiger-atomausstieg-als-wesentliches-element-eines-sozial-oekologischen-umbaus-der-gesellschaft

      Erstellt am Sonntag, 07. August 2011 10:30
      Geschrieben von Jürgen Kruse

      Die eigentlich verfassungswidrige Atomenergie ist ein „Abfallprodukt“ der Atombombe 1) und konnte nur installiert werden, weil eine unheilige Allianz zwischen Regierungen und Konzernen die Demokratie aushebelt und zu einer Bedrohung für die Freiheit und die Lebensgrundlagen geworden ist. Jakob von Uexküll* hat in einer Rede im Jahr 2000 in Gorleben – wie schon die Anti-Atom-Arbeitsgruppe im BUND um Traute Kirsch 2) – den sogenannten Atomausstieg von Rot/Grün unter Schröder als Bestandsgarantie-Gesetz und „Wählerbetrug“ entlarvt.
      Atomianer beim Castor-Verladekran in DannenbergDie Priesterschaft des Atommülls will das Wissen darüber über Millionen Jahre weitertragen, Foto: Jürgen Kruse ©

      Der Profitschutz für die Atommafia wurde in krassem Gegensatz zum Grundgesetz höher bewertet als der Schutz des Lebens und der Gesundheit der Bürger und aller zukünftigen Generationen. Der BUND schrieb auf seine Fahnen „Schützt uns – nicht die Atomkraft!“

      Die unzumutbaren Gefahren der Atomtechnologie und die zerstörerische Orientierung auf unbegrenztes Wachstum und Profit für wenige Reiche hat Holger Strohm 1981 bereits mit seinem Buch „Friedlich in die Katastrophe“ aufgezeigt. Das Werk wurde an alle Verantwortlichen in Parlamenten, Regierungen, Behörden und gesellschaftlichen Institutionen gesandt, leider ohne Resonanz. Es musste erst zu großen atomaren Unfällen und Verseuchungen kommen, bevor ein erneutes Umdenken nun von unten erzwungen werden kann.

      Allein die fehlende Risikoversicherung und der nicht vorhandene Katastrophenschutz für die atomaren Anlagen hätten die Staatsanwaltschaften auf den Plan rufen und zu einer Stilllegung der Atomkraftwerke führen müssen. Eine Dreistigkeit sind die atomaren Kreisläufe angesichts der Tatsache, dass es weltweit keine Möglichkeit gibt, die gefährlich strahlenden atomaren Abfälle für Millionen von Jahren sicher in der Erdkruste abzulagern. Dabei wird zumeist vergessen: Wie soll das Wissen über die gefährliche Strahlung in der Erde über unzählige Generationen, Kulturen und Sprachen hinweg für mindestens eine Million Jahre weitergegeben werden? Im Wendland hat sich dazu aus der Zivilgesellschaft – die von Wissenschaftlern als einzige ernst zu nehmende Möglichkeit herausgestellt – eine Priesterschaft des Atommülls, die „Atomianer“ gebildet. ( Siehe: http://www.attac-netzwerk.de/wendland/atomianer/ und: http://www.atomianer.wg.vu )

      Von Anfang an ist die atomare „friedliche“ Nutzung der Atomenergie von der Bombe nicht zu trennen und mit einer unendlichen Kette von Pannen, Verseuchungen, Lügen, Vertuschungen und korrupten Verflechtungen mit Wissenschaft, Behörden, Regierungen usw. verknüpft (Beispiel: illegale Atommüll-„Entsorgung“ im Salzstock Asse).

      Alle technischen Voraussetzungen für eine grundlegende solare Energiewende innerhalb kürzester Zeit sind vorhanden. Hermann Scheer hat das in seinem politischen Vermächtnis noch einmal anschaulich klargemacht ( H. Scheer, Der energethische Imperativ3) ). Allein politische Feigheit und korrumpierte Regierungen verhindern einen Wandel. Sie haben den Staat verarmen lassen, eine ungerechte Vermögensverteilung begünstigt, Sozialsysteme zerschlagen und eine Allmacht der Banken und Konzerne bewirkt. Nun erpressen sie uns Bürger mit den angeblichen „Staatsschulden“. Jakob von Uexküll: „Eine verantwortungsbewusste Realpolitik fragt nicht, wieviel Menschlichkeit, Umwelt und Kultur wir uns ökonomisch leisten können – sondern sie fragt, welches ökonomische System wir uns menschlich, ökologisch, sozial und kulturell leisten können!“

      Seit den Warnungen des Club of Rome vor den Grenzen des Wachstums sind mehrere Jahrzehnte verschlafen worden, statt die dringend nötige tiefgreifende sozial-ökologische Umwandlung unserer Gesellschaften in Richtung Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit politisch voranzutreiben. Die Schließung der AKW’s ist und bleibt eine wichtige Vorbedingung – sowohl für eine ernstzunehmende „Lösung“ der Abfallfrage wie für eine echte Energiewende. Leider haben SPD und Grüne der schwarz-gelben Mogelpackung zugestimmt, die im Wesentlichen den „Ausstieg“ auf die Jahre 2021/22 vertagt. Dieser „Ausstieg“ ist wiederum nicht unumkehrbar, verschlechtert Sicherheitsauflagen, startet keine bundesweite Endlagersuche und klammert Subventionierung der Atomkonzerne, Urananreicherungsanlage Gronau, Euratom-Vertrag, schwache Strahlenschutzverordnung, Exporte usw. aus.

      Im Jahr 1999 konnten offenkundig geplante illegale Atommüllablagerungen auf einer Deponie bei Schermbeck/Hünxe durch massive Bürgerproteste und eine Demonstration verhindert werden. Der Atommüll aus Krefeld konnte dann aber aufgrund der durch Rot/Grün 2001 verschlechterten Strahlenschutzverordnung im Jahr 2003 separiert, konditioniert, „freigemessen“ werden und lagert heute z.T. in der „Landessammelstelle“ in Jülich. 4)

      Die Grünen sind schon lange Verfechter einer neoliberalen Marktideologie, die Sozialabbau aktiv einschließt, und nun hoffen sie, die ökologischen Schäden einer Profit- und Wachstumsorientierung durch einen „Green New Deal“ abschwächen zu können. Da jedoch der von Banken und Monopolen gesteuerte globalisierte Kapitalismus in dramatischem Tempo die natürlichen Lebensgrundlagen und die menschlichen Gesellschaften zerstört, ist dringend auch die System- und Eigentumsfrage zu stellen. „Entweder wir schaffen den Kapitalismus ab, oder er schafft uns ab!“ In diesem Zusammenhang seien die globale chemische Vergiftung, die Vermüllung, die unumkehrbaren gentechnischen Freisetzungen, die Nanotechnologie, Massentierhaltung und industriell-chemische Landwirtschaft neben der atomaren Verseuchung erwähnt.

      Die Linke hat bereits in ihrem programmatischen Gründungsdokument (Berlin, 2007) einen sozial-ökologischen Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft gefordert, der auch einen sofortigen und unumkehrbaren Atomausstieg einschließt. 5) Gerade für NRW gehört zu einer Energiewende eine Entmachtung und Vergesellschaftung der vier Energieriesen, die Stillegung der Atomanlagen in Gronau, Krefeld und Duisburg, ein Atomtransporte-Moratorium, ein Einlagerungsstopp für Ahaus, Beendigung der Atomforschung in Jülich, eine Kinderkrebsstudie für alle Atomstandorte.

      Ein ökologischer Umbau braucht dezentrale Strukturen, umweltgerechte regionale Kreisläufe und demokratische Kontrolle auf allen Ebenen. Eine Beendigung der fossilen Energiegewinnung und das radikale Umsteuern auf hundert Prozent erneuerbare Energien verlangt auch radikale Energieeinsparung, Energieeffizienz und Überprüfung der Wachstumsziele. Die ökologische Frage ist auch eine Systemfrage! Soziale Gerechtigkeit ist ein zentrales ökologisches Thema. Eine ökologische Lenkung der Infrastrukturen ist so unverzichtbar wie ein handlungsfähiger öffentlicher Sektor (saubere, möglichst dezentral erzeugte Energie in kommunaler Hoheit und in Kombination mit starkem bürgerschaftlichen Engagement und öffentlich kontrollierten Netzen). (Siehe: http://www.linksfraktion.de/clara/energiewende-starten-2011-06-30-1/oekologie-alle/ ) Die atomare Katastrophe in Fukushima ist nicht einzugrenzen, wird aber bereits jetzt totgeschwiegen. Es kommt weiterhin auf massiven außerparlamentarischen Protest an, wenn wir den Atomausstieg und eine demokratische und solare Energiewende erreichen wollen.

      Ratsam ist immer der ganz persönliche Atomausstieg durch den Wechsel zu einem der vier Ökostromanbieter! ( Siehe dazu: http://www.atomausstieg-selber-machen.de/fileadmin/user_upload/Downloads/atomausstieg.pdf )

      1) http://www.natur.de/scripts/basics/natur/news/basics.prg?session=b209005b4e23f977_48360&a_no=4412&r_index=11

      * (Begründer des „Alternativen Nobelpreises“)

      2) Traute Kirsch, Zivilcorage-Preis 2004: http://stiftung-zivilcourage.de/hz15112004.html

      3) http://www.hermannscheer.de/de/index.php?option=com_content&task=view&id=727&Itemid=103

      4) http://www.dorstenerzeitung.de/lokales/schermbeck/400-Atommuellfaesser-noch-immer-vermisst;art4250,1067350
      siehe dazu auch: http://www.strahlentelex.de/Stx_10_570_S09-10.pdf

      5) http://www.die-linke.de/partei/dokumente/programmderparteidielinkeprogrammatischeeckpunkte/

  7. Die Linke muss endlich begreifen, dass die Verherrlichung oder Verniedlichung von totalitären Regimes ihre Glaubwürdigkeit zerstört was demokratische Prinzipien angeht.
    Wieso ist das so schwer zu begreifen, dass keine Regierung das Recht hat Menschen wegen ihrer Ansichten einzusperren oder gar umzubringen? Dann kann man auch nicht so dämliche Fehler machen und die DDR oder Castros Kuba glorifizieren!

    • Ich fass das mal kurz zusammen: CDU wie SPD haben jahrzehntelang Diktaturen nicht nur verherrlicht oder verniedlicht, sondern materiell unterstützt. Die derzeitige Regierung hat die Kolonialdiktatur in Saudi Arabien, das womöglich reaktionärste Regime der Welt, mit Waffen beliefert, die natürlich nie und nimmer zur Verhinderung einer Ausbreitung des „Arabischen Frühlings“ in der Halbinsel eingesetzt werden könnten. Zwei Apartheidregimes hat die BRD mit Waffen versorgt.

      Aber nur die Linkspartei muß endlich begreifen, daß „die Verherrlichung oder Verniedlichung von totalitären Regimes ihre Glaubwürdigkeit zerstört was demokratische Prinzipien angeht“. Ja, Verherrlichung und Verniedlichung sind schlimm. Wenn sie sie stattdessen mit Bomben und Sturmgewehren beliefern würde, wäre alles bestens.

  8. Florian

    Oh, Jacob, dein Artikel macht mir leider ziemliche Bauchschmerzen.

    1. Die Skandale und Vorwürfe sind alle „konstruiert“ und „abwegig“ von Gegnern und „Konzernmedien“?
    2. Die anderen haben auch Nazis gedeckt oder schön geredet?

    Genau dieses Mit-dem-Finger-auf-andere-deuten und Von-Verschwörungen-faseln macht die Linke für mich unwählbar. Also zusätzlich zu den von dir erwähnten Dingen und den genannten Skandalen…

    Das Führungsduo setzt sich jede Woche in ein neues Fettnäpfchen und bringt damit selbst die wenigen Realpolitiker der Partei auf die Palme. Da gibt es wenig zu leugnen.

    • KoenigGunther

      »Konstruiert« und »abwegig« sind diese Skandalde und Vorwürfe tatsächlich nicht. Gerade abwegig sind sie nicht, wie man an der Haltung und Einstellung der breiten Masse, obgleich diese sich ja eigentlich für die Linke interessieren müsste, zur Linkspartei sieht. Diese enthält der Linken nämlich trotz der sozialen Ausrichtung die Stimmen, weil, neben der vermeintlichen Unbezahlbarkeit der Realisation der Gedanken, für viele immer noch das Banner der SED unter dem von »Die LINKE.« prangert und nur darauf wartet heruntergerissen zu werden. In den Simpsons hat man das Prinzip so dargestellt: http://www.myvideo.de/watch/3054320/Simpsons_Soviet🙂
      Was kann man da als Partei dümmeres tun als genau das anzudeuten?
      Man muss dem Führungsduo allerdings für diesen Umstand eigentlich sogar dankbar sein. Halten die anderen Parteien es zuweilen so etwas zu tun, das gegen ihre (früheren) Prinzipien verstößt, ist man in der Spitze der Linken wenigstens so ehrlich (zumindest vorerst) auf das Wohlwollen der Masse verzichten zu wollen, in dem man ihnen eben nicht nach dem Mund plappert. Für Menschen, die mit der Linken hadern ist das natürlich eine Offenbarung.

      Nichtsdestotrotz wäre mir natürlich eine andere Spitze deutlich lieber, die einen besseren Sinn für Fettnäpfchen haben. Den haben Frau Lötsch und Herr Ernst zwar auch, aber genau den falschen. Auch vom Charisma und der Rhetorik glänzen beide in meinen Augen nicht sonderlich. Ich würde mir wünschen, dass das Führungsduo demnächst gewechselt wird, um so die Linkspartei in breiteren Wählerschichten als akzeptabel zu etablieren. Oder eben, dass andere Parteien genug der Ideen klauen und wählbar werden😉 Gut, aber das kann ja jeder halten wie er will.

      Von den Vergleichen mit anderen Parteien a la „Guck dich doch mal an, du bist nicht viel besser!“ halte ich auch nichts, weil die eigentliche Sache dadurch nicht besser wird. Allerdings zeigt es mir, dass an andere Parteien ein anderer Maßstab angelegt wird.

    • Ihr nervt bringt es auf den Punkt. Wenn es eine Alternative zur Die Linke geben würde, ich würde sie mir inzwischen sehr genau ansehen. Insbesondere dann, wenn ich von der Linken aufgefordert werde, mich in den Fragen zur DDR, Mauer, Kuba oder Kommunismus dem herrschenden Zeitgeist anzupassen und wider besseres Wissen historische Ereignisse einfach auszublende. Aber eines muss ich auch zu diesem Artikel kritisch anmerken: Zwischen den Zeilen ( „Wenn es das ein oder andere Ortsverbandsmitglied“ oder „es gibt Wichtigeres“) steckt eine gewisse Arroganz, die das Maß bald zum überlaufen bringt. Die Fragen der Gegenwart und Zukunft („soziale Gerechtigkeit“, „Raubtierkapitalismus“ usw.) sind existenziell wichtig. Aber die kann doch nur der richtig beantworten, der eine ungetrübte Sicht auf die Vergangenheit hat.

      • Florian

        „Insbesondere dann, wenn ich von der Linken aufgefordert werde, mich in den Fragen zur DDR, Mauer, Kuba oder Kommunismus dem herrschenden Zeitgeist anzupassen und wider besseres Wissen historische Ereignisse einfach auszublende.“

        Wie meinst du das, Manfred?

  9. Anonymous

    „Was auch immer geschieht:Nie dürft ihr so tief sinken,von dem Kakao, durch den man euch zieht,auch noch zu trinken!“
    Könnte es nicht sein, dass leider einige unserer GenossInnen genau diesen Kakao trinken und sich bereits umziehen, um der Einladung ins Schloss zu folgen?
    Jeh mehr wir nerven, Konzepte entwickeln, wie eine neue nachkapitalistische demokratische Gesellschaft aussehen könnte, desto agressiver werden unsere Gegner mit uns umspringen. Sommerloch Dobrindt war ja nur ein Testballönchen; wir müssen uns aber vorbereiten!
    Auf der Seite der Menschen zu stehen, sie ernst zu nehmen, kann nie schaden, also auf GenossInnen!

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  11. Farbenseher

    Ernst und Lötzsch sind einfach komplett ungeeignet für die Parteispitze angesichts solcher herausragender Persönlichkeiten wie Gysi, Wagenknecht und Lafontaine oder auch junger, intelligenter Köpfe wie Kipping.

    Die Linke leistet mit weitem Abstand die beste Oppositionsarbeit (Die großen und kleinen Anfragen zu so ziemlich jedem wirklich wichtigen Thema sprechen da Bände; siehe erst jetzt wieder die Sache mit den Werksverträgen) und legt die Finger immer wieder in richtigen Wunden. Da ist es eine absolute Schande, dass diese Arbeit weder von den Medien noch von den Wählern goutiert wird. Angesichts solcher „Führungspersönlichkeiten“ ist das aber in der Tat kein Wunder.

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  13. Margitta

    Danke für diese Worte. Gott schenke denen Gehör und Verstand, die Sie ansprechen.
    Ich weiß, es gibt in der LINKEN wirklich viele Kommunal- und Landespolitiker die genau den formulierten Anspruch, „Liebe Linkspartei, bitte nervt weiter. Aber nicht Eure Anhänger sondern stattdessen die Regierung, die Etablierten, die Konzerne, die Mächtigen, die Reichen, die Bellizisten und die Antidemokraten.“ gerecht werden, jedoch das Massenmedienrohr nicht erreichen. Sie arbeiten dennoch orientiert an den Problemen der Menschen vor Ort, und das ist gut so!!!

  14. Roland Spitzer

    Die Linkspartei ist vieles, aber dass sie so basisdemokratisch ist, wie es beschrieben wurde, wage ich zu bezweifeln. Es wäre schön, wenn die Linke sich weniger mit sich selbst beschäftigen würde. Dafür mehr die Themen aufgreift, welche tatsächlich von gesellschaftlicher Bedeutung sind. Dies nicht nur einmal, damit es auch gesagt wurde, sondern nachhaltig und mit Lösungsansätzen für eine nachhaltige Veränderung der Gesellschaft.

    Dass diese dann anders aussehen wird, als das, was viele gegenwärtig erleiden müssen sollte selbstverständlich sein. Aber wenn dies seitens der neoliberalen Presse der Partei zum Vorwurf gemacht wird, steht gleich ein Heer von Mitgliedern der Partei auf und beteuert, dass man die Gesellschaft ja gar nicht verändern, sondern nur ein wenigt verbessern möchte. Niemand kommt auf die Idee zu hinterfragen, was denn SPD, Grüne, CDU/CSU und noch FDP in den vergangenen 20 Jahren getan haben. Die Verhältnisse wurden zum Nachteil großer Bevölkerungsgruppen verändert. Ob dies Grundgesetzkonform ist, wage ich zu bezweifeln.

    Dann gab es am 13. August einen satirischen Aufmacher in der Jungen Welt. Man mag über den Inhalt verschiedener Meinung sein, aber im Propagandahagel, welcher durch den Mainstream im Zusammenhang mit dem Mauerbau auf alle nieder ging, wirkte dies für mich eher wie ein Aufschrei – Halt es gab auch eine andere Seite der DDR!

    Statt dies auszuhalten, fühlten sich gleich einige Aktivisten bemüßigt, einen Boykottaufruf gegen die Junge Welt zu starten. Selbst der Thüringer Fraktionsvorsitzende nennt die JW in seinem Tagebuch „das Kampfblatt für die Gaza-Flotille“. Man mag zu der Aktion und der JW eine unterschiedliche Auffassung vertreten, aber man sollte auch nicht vergessen, dass es in unserem Land (noch!) eine Meinungs- und Pressefreiheit gibt. Diese scheinen die Macher und Unterzeichner des Aufrufes nicht wirklich zu schätzen.

    Den Beweis liefern sie selbst. Gestern habe ich mir die Unterschriftenliste mit Kommentaren zum Aufruf angesehen und fand auch einige Kritische Bemerkungen darunter. Als ich heute sehen wollte, ob es weitere kritische und nachdenkliche stimmen gab, waren alle nicht genehmen Einträge verschwunden!

    Wenn dies die Vorstellung eines Demokratischen Sozialismus in Freiheit widerspiegeln soll, dann werde ich nachdenklich und frage mich, welche Freiheit eigentlich gemeint sein soll. Ist es nur die eigene, welche zwar bejubelt, aber nicht kritisiert werden darf?

    • Meinungs- und Pressefreiheit bedeutet, dass die junge Welt schreiben kann, was sie will. Das kann sie. Meinungs- und Pressefreiheit bedeutet aber nicht, dass man gezwungen ist, mit ihr in irgendeiner Form zusammen zu arbeiten.

      „Selbst der Thüringer Fraktionsvorsitzende nennt die JW in seinem Tagebuch „das Kampfblatt für die Gaza-Flotille“ “

      Auch der Thüringer Fraktionsvorsitzende genieest Meinungfreiheit. Noch gar nicht gewusst?

      • Hallo Billbrook,

        in meinem Beitrag steht nicht, dass man mit der JW zusammenarbeiten muss – ich weiß auch nicht, warum dies erst einmal unterstellt wird. Was ich kritisiere, ist die Tatsache, dass zu einem Boykott aufgerufen wird. Aus meiner Sicht wird hier mit Kanonen auf Tauben geschossen.

        Auch habe ich Ramelow nicht untersagt, seine Meinung zu äußern. Auch habe ich zu keinem Boykott gegen ihn aufgerufen. Da bin ich wohl doch etwas toleranter, als die Initiatoren des Boykottaufrufes gegen die JW.

        Und bitte nichts unterstellen, was nicht geschrieben wurde, um dann dagegen zu polemisieren. Wenn ich Ramelows öffentliche Meinung zitiere, dann auch deshalb, da die Wortwhl auch ein Ausdruck für eine bestimmte Haltung ist. Wenn man im Zusammenhang mit der JW von einem „Kampfblatt für die Gaza-Flotille“ spricht, dann lässt die Wortwahl auch Schlüsse auf eine bestimmte Haltung zu. Auch hier möchte ich die konkrete Einstellung zu Menschen, welche sich auch für das Recht der Palästinenser engagieren nicht bewerten.

        Was mich stört ist einfach die Wortwahl, welche eher eine unversönliche Haltung zu anderen Positionen, als die Bereitschaft zu einem Dialog erkennen lässt. Wer solche Begriffe wählt, stellt sein gegenüber von vornherein in eine Position, welche eben nicht einen Dialog befördern soll. Dies sind Methoden, wie sie gerne unter Gegnern im kalten Krieg angewandt wurden.

        Bedenkt man, dass dies innerhalb einer Partei erfolgt, welche eigentlich gemeinsam an einer nachhaltigen Veränderung der Gesellschaft im Sinne einer Humanisierung dieser wirken soll, dann sei die Frage erlaubt, wie das funktionieren soll. Oder soll es gar nicht funktionieren?

        Aber das sind ganz subjektive Eindrücke. Doch wenn die Linkspartei ein wirklich erfolgreiches Modell werden soll, dann ist wohl noch ein langer Weg zu beschreiten. Hoffentlich wird dieser nicht zu lang, denn nicht nur der Weg, vor allem aber das Ziel ist entscheidend!

  15. Anonymous

    Ich kann die Linke nicht mehr wählen. Sie wird bereits aktiv von innen zersetzt, z.B. durch den Bundesarbeitskreis (BAK) Shalom.

    http://bak-shalom.de/

    Der Vorstand der Linken hat davon Kenntnis, will sich dazu aber nicht äußern und verneint, dass es in der linken Maulwürfe gibt.

    http://blog.wawzyniak.de/?p=3593

    • Gerade deshalb muss man die Partei Die Linke stärken! Denn die konservativen Maulwürfe in der Partei Die Linke nutzen jede Gelegenheit zur Spaltung und Diffamierung. Besonders deutliches Beispiel sind eben die Spalter mit dem idiotischen Antismetismusvorwuf, der alle Kapitalismuskritik ersticken soll.
      Gefährlich auch die sogenannten Linken, die auf jede Geschichtslüge der Herrschenden und die
      Kampagnen der herrschenden Medien willig eingehen!

  16. Pingback: Jg-Stadtmitte » » Ermittlungen gegen Lothar König bereits seit 7. (!) Februar 2011

  17. Pingback: Quo vadis, Linkspartei? « Politik Blog von Jacob Jung

  18. Shinzon

    Man muss bei alledem beachten, dass es innerhalb der LINKEn auch Saboteure gibt. V-Leute vom Verfassungsschutz, BKA-Spitzel, Sozialdemokraten und sogar Nazimaulwürfe hat es schon gegeben. Bei vielen bekommt man den begründeten Verdacht, sie wurden absichtlich in die Partei geschleust, um den Medien Skandale zu liefern. Bei einigen hat sich der Verdacht durchaus schon bestätigt.

  19. Pingback: Jacob Jung: Jahresrückblick 2011 | Jacob Jung Blog

  20. Die Linkspartei ist ein Haufen alter SED-Nostalgiker verbunden mit SPD-Enttäuschten (Lafo). Sry, es ist schon richtig die geheimdienstlich zu beobachten.
    Gauck hielt eine Rede und die Linke-Fraktion eines Landtags verlies den Plenarsaal.

  21. Was mich an meiner Partei vor allem nervt, ist, dass zu wenig grundsätzlich diskutiert wird und viel zu viel darüber geredet, wer wann wo wie Wahlkampf macht…

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