Monatsarchiv: November 2011

Der SUPERillu Minister: Hans-Peter Friedrich und die Medien

10.11.2011 – Innenminister Friedrich weiß, was er seiner Beobachtungsgruppe schuldig ist. Während es um seine Fraktions-Amtskollegen Aigner und Ramsauer meist eher still ist, wendet er sich seinem Volk beinahe täglich zu. Am liebsten per BILD oder SUPERillu.

Gegenüber der Bildzeitung sind die monatlichen Interviews mit Hans-Peter Friedrich längst zur Tradition geworden. Und auch der SUPERillu steht der Minister gerne Rede und Antwort. Dort ist es  angenehm, da unbequeme Fragen, Widerspruch oder Gegenrede nicht vorkommen.

Keine Frage: Die Minderheiten-Minister der CSU müssen schon etwas dafür tun, um ihre Akzeptanzwerte auch in den 15 Bundesländern zu pflegen, in denen man ihre Partei gar nicht erst wählen kann. Dafür stehen allerdings alleine dem Innenministerium im Bundeshaushalt 2011 gut 5,7 Millionen Euro für „Öffentlichkeitsarbeit“ und „Veröffentlichungen“ zur Verfügung.

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Update KenFM: Ken Jebsen moderiert zunächst wieder

09.11.2011 – Ein Sprecher des RBB hat heute mitgeteilt, dass Ken Jebsen seine Sendung KenFM auf dem Jugendsender Fritz am kommenden Sonntag „zunächst wieder moderieren dürfe“.

Die Programmverantwortlichen hatten die Sendung am vergangenen Sonntag zunächst abgesetzt, nachdem der Moderator durch eine Veröffentlichung von Henryk M. Broder in Verdacht geraten war, Antisemit zu sein und den Holocaust zu leugnen.

Im Zentrum der Kritik stand dabei eine Passage aus einer privaten Mail, die Jebsen an einen Hörer verschickt haben soll. Hierin beschreibt er, wie Joseph Goebbels Erkenntnisse aus dem Buch „Crystallizing Public Opinion“ von Edward Bernays (1923) verwendet hat, um die antijüdische Propaganda im nationalsozialistischen Deutschland mit Mitteln der Public Relations aufzubauen.

Broder hatte den Inhalt der Mail auf seinem Blog so dargestellt, als habe Jebsen den Holocaust selber als PR Kampagne bezeichnet und ihn damit indirekt geleugnet. Der RBB hatte die Sendung daraufhin abgesetzt und damit eine Welle des Protestes im Kommentarbereich der Fritz-Seite und bei Facebook.

Henryk M. Broder vs. Ken Jebsen: RBB setzt KenFM ab

Stream von Fritz: KenFM am kommenden Sonntag (14 bis 18 Uhr)

 

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Henryk M. Broder vs. Ken Jebsen: RBB setzt KenFM ab

08.11.2011 – Ken Jebsen ist Reporter, Moderator, Produzent und Schauspieler. Seit April 2001 produziert und moderiert er die Radiosendung KenFM, die jeden Sonntag von 14 bis 18 Uhr auf Fritz, dem Jugendsender des RBB, ausgestrahlt wird.

Korrekt muss es eigentlich heißen „wurde“, denn am vergangenen Sonntag hat der RBB KenFM nicht gesendet. Das Format wurde kurzfristig aus dem Programm genommen, Hinweise auf die Sendung und Ken Jebsen von der Homepage des Senders entfernt.

Der Grund dafür: Ken Jebsen wird vorgeworfen, Antisemit zu sein und den Holocaust zu leugnen. Der Beweis: Eine Mail von Jebsen an einen Hörer, die Henryk M. Broder am 6. November auf seinem Blog „Achse des Guten“ veröffentlicht hat.

Update (24.11.2011) – Ende einer Posse: rbb wirft Ken Jebsen raus

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Innenminister Friedrich ist der „Kompass im Leben“

06.11.2011 – Unter dem Motto „Was hindert’s, dass ich Christ werde?“ hat heute in Magdeburg die viertägige Synode der evangelischen Kirche begonnen. Für die Bundesregierung sprach Hans-Peter Friedrich das Grußwort zum Auftakt der Veranstaltung.

Tenor der Ansprache: Der weltanschaulich neutrale Staat darf Religion nicht aus der Öffentlichkeit verbannen. Er ist auf das wertorientierte Handeln der Bürger angewiesen.

Friedrich, der seit seinem Amtsantritt in diesem Jahr nicht müde wird, den Muslimen in Deutschland klarzumachen, dass sie „nicht dazu gehören“, hält es ab jetzt für selbstverständlich, dass jede Weltanschauung und Religion für ihre Überzeugung werben müsse.

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Jacobs Woche (31.10. – 05.11.2011)

06.11.2011 – Die Union fordert den Mindestlohn, Papandreou denkt laut über direkte Demokratie nach, das ZDF hilft der Wirtschaft auf die Sprünge, das Deutsche Atomforum investiert drei Millionen Euro in die öffentliche Meinung, Sigmar Gabriel lädt Michael Sommer zum Tanzen ein und der doppelte Hans-Peter erklärt uns die Vorratsdatenspeicherung.

Die Woche mit Jacob Jung.

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