Jacobs Woche (27.11. – 3.12.2011)

4.12.2011 – Die Verfassungsfeindlichkeit der NPD versteht sich von selber. Und so gehört es in diesen Tagen quer durch alle Parteien zum guten Ton, ihr Verbot zu fordern. Wer jedoch in diesem Zusammenhang nicht über V-Leute spricht, will sich nur profilieren. Profilieren will sich auch Ministerin Kristina Schröder. Für sie gehört die Linkspartei zur extremistischen Szene.

Hans-Peter Friedrich fremdelt mit dem gefährlichen Internet. Immerhin hat er mittlerweile verstanden, dass man damit telefonieren und „verfolgen“ kann. Und Guttenberg wird von GuttenPlag bereits zum zweiten Mal beim Abschreiben ertappt.

Die Woche mit Jacob Jung.


Scheindebatte NPD

Niemand kann ernsthaft bestreiten, dass die NPD verfassungswidrig ist. Und so spricht sich in diesen Tagen annähernd jeder Politiker öffentlich für ein Parteiverbot aus, alleine schon, um das Image als aufrechter Demokrat zu pflegen. Wer im gleichen Zuge jedoch fordert, dass die umstrittenen V-Leute des Verfassungsschutzes auch weiterhin in der NPD eingesetzt werden sollen, der enttarnt sein vorgebliches Engagement gegen die Rechtsextremisten selber als populistisches Geschwätz.

Der Staat schützt die Täter und nicht ihre Opfer

Merkels Mädchen

Indem sie aber einen wichtigen Bestandteil des demokratischen Spektrums in Deutschland als linksextrem diskreditiert und diese krude Ansicht sogar mithilfe staatlicher Gelder an Schulen verbreiten lässt, versucht sich Familienministerin Kristina Schröder einen politischen Gegner auf Kosten des Steuerzahlers vom Hals zu halten und lässt hiermit erhebliche Zweifel an ihrem eigenen Demokratieverständnis aufkommen.

Die sanfte Radikale: Kristina Schröder

Der Internet Minister

Wenn ein Politiker vom „Kern der Wahrheit“ spricht, dann stellt sich ein mulmiges Gefühl ein. Sehnt er sich zusätzlich nach den Zeiten zurück, in denen „Journalisten für Einordnung“ zuständig waren, dann kommt einem in den Sinn, wie einfach es in prädigitalen Zeiten gewesen sein muss, die öffentliche Meinung durch die Einflussnahme auf wenige Multiplikatoren aktiv zu steuern.

Lost in Space: Hans-Peter Friedrich und das Internet

Oops I did it again

GuttenPlag Wiki über einen Artikel von Guttenberg aus dem Jahr 2004: „Guttenberg stückelte bereits diesen Aufsatz zu großen Teilen aus Onlinequellen, Artikeln der Tagespresse und einer Ausarbeitung der Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages zusammen. Sinngemäße und wörtliche Textübernahmen wurden nicht oder unzureichend markiert.“

Kopieren als Arbeitsprinzip: Guttenberg reloaded

 

2 Kommentare

Eingeordnet unter Die Woche, Politik

2 Antworten zu “Jacobs Woche (27.11. – 3.12.2011)

  1. Pingback: Jacobs Woche (27.11. – 3.12.2011) | Die besten deutschen Blogs aller Zeiten

  2. Peter Petereit

    Erst dachte ich, wann fängt die endlich an. Jetzt denke ich, schade dass die Woche schon rum ist. C‘ est la vie.

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