Neujahrsansprache 2012: Merkel ruft zum Durchhalten auf

31.12.2011 – In ihrer diesjährigen Neujahrsansprache schwört Angela Merkel die Bevölkerung auf ein schwieriges 2012 ein und ruft zum Durchhalten auf. Die Rede beginnt mit der Erinnerung an die Freiheitsbewegung in Nordafrika und endet mit einem Zitat von Heinrich Heine: „Deutschland, das sind wir selber“.

Wäre die Kanzlerin literarisch und historisch beschlagen, dann wüsste sie, dass Heines Satz sich ebenfalls auf afrikanische Verhältnisse bezog, als er ihn 1832, angesichts einer dramatischen Auswanderungswelle, notierte, während seine Schriften in Deutschland unter strenger Zensur standen. Von einer Naturwissenschaftlerin kann man solche Kenntnisse wohl nicht erwarten.

Stärker raus als rein

Angela Merkel beginnt ihre Ansprache mit dem, was ihr von 2011 im Gedächtnis geblieben ist: Die Protestbewegungen in Nordafrika und Nahost, die Atomkatastrophe in Fukushima und die Geburt des „siebenmilliardsten Erdenbürgers“. Danach wendet sich die Kanzlerin sofort der „Schuldenkrise“ zu, die uns nach wie vor „in Atem hält“.

Sie mahnt die Bürger, bei allen Mühen nicht zu vergessen, dass die Vereinigung Europas ein historisches Geschenk für uns alle ist. Ein Geschenk, das uns Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit, Menschenrechte und Demokratie gebracht hat. Sie betont die Wichtigkeit, die europäische Währung zu stützen und zu erhalten, verspricht, alles dran zu setzen, den Euro zu stärken und zitiert sich am Ende des Abschnittes selber:

„Der Weg, sie zu überwinden, bleibt lang und wird nicht ohne Rückschläge sein, doch am Ende dieses Weges wird Europa stärker aus der Krise hervorgehen, als es in sie hineingegangen ist.“

Gerechtigkeit, Freiheit und Demokratie? Angesichts der wachsenden Unzufriedenheit in der Bevölkerung, von zunehmender sozialer Not, dem weit verbreiteten Ohnmachtsgefühl gegenüber den politischen Machenschaften und der Sehnsucht nach Mitbestimmung und echter Demokratie drängt sich der Eindruck auf, dass die Kanzlerin von einem anderen Land spricht.

Deutschland geht es gut

Vor der diesjährigen Sommerpause des Parlaments hatte Angela Merkel in einer Pressekonferenz verkündet, Deutschland ginge es so gut, wie lange nicht. Schon damals hatte sie den besorgniserregenden Bericht der UN zur sozialen Lage in Deutschland und die Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung über das drastische Absinken der Nettogehälter in den unteren Einkommensstufen zwischen 2000 und 2010 ignoriert.

Anfang September haben 3.100 Fachleute im Rahmen eines arbeitsmarktpolitischen Appells vor einem „Zwei-Klassen-Arbeitsmarkt“ gewarnt. Anfang Dezember macht die OECD auf eine bedrohliche Vergrößerung der Kluft zwischen Arm und Reich in Deutschland aufmerksam und sieht Anzeichen für soziale Unruhen und politische Instabilität. Ende Dezember berichtet der Paritätische Wohlfahrtsverband, dass hierzulande rund 12 Millionen Menschen akut von Armut bedroht sind.

Für die Kanzlerin sind dies alles keine überzeugenden Gründe, ihre optimistische Sichtweise zu korrigieren:

„Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, gerade in Deutschland haben wir Grund zur Zuversicht. Fast alle jungen Menschen haben in diesem Jahr einen Ausbildungsplatz gefunden. Es sind so wenig Menschen arbeitslos wie seit 20 Jahren nicht. Deutschland geht es gut, auch wenn das nächste Jahr ohne Zweifel schwieriger wird als dieses.“

Für den so unglaublich positiven Status unseres Landes bedankt sich Angela Merkel bei allen Menschen und bei „unseren“ Polizisten und Soldaten. Die Menschen haben durch ihren „Fleiß“ und ihre „Unermüdlichkeit“ Erfolg und Wohlstand möglich gemacht. Die Polizei hat „zu Hause“ für Freiheit und Sicherheit gesorgt. In „vielen Regionen der Welt“ haben Soldaten „unter Einsatz ihres Lebens“ dasselbe getan.

Menschlich und erfolgreich

Das Loblied auf „Freiheit“ und „Sicherheit“ leitet die Kanzlerin zum nächsten Stichwort: Der Aufdeckung einer „rechtsextremistischen Terror- und Mörderbande“ im Herbst diesen Jahres. Hierbei verirrt sich kein einziges Wort über die Versäumnisse von Politik, Verfassungsschutz, Polizei oder Behörden in die Ansprache. Ebenso wenig taucht der Name eines Opfers oder eine Entschuldigung bei den Angehörigen auf. Stattdessen erklärt Merkel den Kampf für eine „offene und freiheitliche Gesellschaft“ – reichlich spät – zur Daueraufgabe der Politik.

Schnell kommt sie jetzt noch auf die Herausforderungen für 2012 zu sprechen: Die Aufgabe der Bundesregierung:

Wir wollen, dass unser Land das bleiben kann, was es ist: menschlich und erfolgreich.“

Was ist hierzu erforderlich? Merkel will die Familien stärken, das Land kinderfreundlicher gestalten, die sozialen Sicherungssysteme verändern, die Finanzen solide und krisenfest gestalten, die Umwelt schützen, den Wohlstand sichern und die Gesellschaft zum Lernen anregen.

Erste Schritte hierzu hat die Kanzlerin bereits eingeleitet:

„Zu diesen Fragen habe ich mit über 100 Experten einen Dialog über Deutschlands Zukunft begonnen, und dazu möchte ich auch mit Ihnen ins Gespräch kommen.“

Darüber, wer die „Experten“ sind, mit denen sie über die Zukunft Deutschlands verhandelt, sagt die Kanzlerin nichts. Gehen wir also davon aus, dass hiermit, wie üblich, die Bertelsmann Stiftung, die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, die unzähligen Lobbyverbände der Wirtschaft, die überbezahlten und überschätzten Politikberater und die Vertreter der Medien, der Finanzwirtschaft, der Versicherungs- und der Bankenbranche gemeint sind.

Aber keine Sorge: Ab Februar dürfen auch wir wieder per Internet mit Angela Merkel diskutieren und unsere Vorschläge einbringen. Der „digitale Bürgerdialog“ geht in die nächste Runde. In ihrer eigenwilligen Interpretation von „Dialog“ wird Merkel dann wieder ausgewählte Fragen bei YouTube beantworten und uns von der Alternativlosigkeit ihres Handelns überzeugen.

Merkel und der Dichter

Die Kanzlerin zitiert am Ende ihrer Neujahrsansprache Heinrich Heine. Der Dichter hatte 1832 in der Vorrede zu seinem Buch „Salon I“ geschrieben: „Deutschland, das sind wir selber“.

Mit dieser Zeile unterstreicht Merkel ihren Aufruf an die Bevölkerung, tatkräftig mitzumachen, wenn es im schwierigen Jahr 2012 darum gehen wird, unseren Wohlstand zu erhalten.

Als Heine den Satz schrieb, lebte er im französischen Exil, weil seine Anwesenheit als kritischer Schriftsteller und Journalist in Deutschland nicht erwünscht war. In Paris wurde er Zeuge der großen deutschen Auswanderungswelle im 19. Jahrhundert. Er sah Flüchtlingsströme, die sich von Deutschland aus über Frankreich auf den Weg nach Nordafrika machten, um Hunger, Not, Verfolgung und Unterdrückung im Heimatland zu entgehen.

Die damaligen Auswanderer fürchteten sich vor den Verhältnissen in Afrika. Man hatte von gefährlichen Giftschlangen gehört und von Affen, die nicht nur die Ernte schädigen sondern sogar Kinder stehlen und in die Wälder verschleppen. Erst vor diesem Hintergrund versteht man den vollständigen Textabschnitt, aus dem die Kanzlerin nur einen einzigen Satz zitiert:

„Deutschland, das sind wir selber. Und darum wurde ich plötzlich so matt und krank beim Anblick jener Auswandrer, jener großen Blutströme, die aus den Wunden des Vaterlands rinnen und sich in den afrikanischen Sand verlieren. Das ist es; es war wie ein leiblicher Verlust, und ich fühlte in der Seele einen fast physischen Schmerz. Vergebens beschwichtigte ich mich mit vernünftigen Gründen: Afrika ist auch ein gutes Land, und die Schlangen dort züngeln nicht viel von christlicher Liebe, und die Affen dort sind nicht so widerwärtig wie die deutschen Affen.“

Gedruckt werden durften diese Worte im damaligen Deutschland natürlich nicht. Ebenso wenig wie das, was Heine fast zeitgleich in der Vorrede zu seinem Werk „Französische Verhältnisse“ über die deutsche Regierung notierte:

„Nie ist ein Volk von seinen Machthabern grausamer verhöhnt worden. Nicht bloß, daß jene Bundestagsordonnanzen voraussetzen, wir ließen uns alles gefallen: man möchte uns dabei noch einreden, es geschehe uns ja eigentlich gar kein Leid oder Unrecht. Wenn ihr aber auch mit Zuversicht auf knechtische Unterwürfigkeit rechnen durftet: so hattet ihr doch kein Recht uns für Dummköpfe zu halten.

Eine Handvoll Junker, die nichts gelernt haben als ein bißchen Roßtäuscherei, Volteschlagen, Becherspiel oder sonstig plumpe Schelmenkünste, womit man höchstens nur Bauern auf Jahrmärkten übertölpeln kann: diese wähnen damit ein ganzes Volk betören zu können, und zwar ein Volk, welches das Pulver erfunden hat und die Buchdruckerei und die Kritik der reinen Vernunft.“

Dem ist nichts hinzuzufügen. Ich wünsche all meinen Lesern trotzdem ein gerechtes, friedliches und demokratisches 2012.

 

34 Kommentare

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34 Antworten zu “Neujahrsansprache 2012: Merkel ruft zum Durchhalten auf

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  2. Die offene und freiheitliche Gesellschaft wird symbolisiert von einem Bundespräsidenten, der mit christlichen Fundamentalisten symphatisiert, die sich am rechten Rand bewegen und Homosexualität kritisieren. Einem Mann, der Privilegien und Vorteile genießt, die ihm millionenschwere Unternehmerfreude bescheren, die ihm Werbung für seine Biographie finanzieren und ihn auf Auslandsreisen begleiten dürfen. Einem Staatsoberhaupt, dass dem Chefredakteur der größten deutschen Zeitung droht, weil dieser einer unangenehme Story über ihn veröffentlichen will. Einem CDU-Aufsteiger, der einer Landesbank bei der Porsche Rettung hilft und später einen günstigen Kredit von selbiger erhält. Einem humorlosen Unternehmerfreund, der einen Facebooker wegen Verunglimpfung verklagt, weil der einen sarkastischen Kommentar zu einem prekären Foto geschrieben hat. Einem Grußaugust, der behauptet es gege keinen Platz für Rechtsextremismus in Deutschland, obwohl offensichtlich für staatliche Zuwendungen an Rechtsterroristen gesorgt war, die vom Verfassungsschutz beobachtet aber nicht verhaftet wurden.

    Wulff muss gehen, die Debatte über dieses Sytem politischer Korruption in den Zirkeln der Machteliten ist eröffnet. Guten Rutsch, JJ!
    http://machtelite.wordpress.com/2011/12/15/wulff-kreditgeber-egon-geerkens-immobiliengeschafte-auf-staatskosten/

  3. Heinrich Heine
    (1845)

    Die schlesischen Weber

    Im düstern Auge keine Träne,
    Sie sitzen am Webstuhl und fletschen die Zähne:
    Deutschland, wir weben dein Leichentuch,
    Wir weben hinein den dreifachen Fluch –
    Wir weben, wir weben!

    Ein Fluch dem Gotte, zu dem wir gebeten
    In Winterskälte und Hungersnöten;
    Wir haben vergebens gehofft und geharrt,
    Er hat uns geäfft und gefoppt und genarrt –
    Wir weben, wir weben!

    Ein Fluch dem König, dem König der Reichen,
    Den unser Elend nicht konnte erweichen,
    Der den letzten Groschen von uns erpreßt
    Und uns wie Hunde erschießen läßt –
    Wir weben, wir weben!

    Ein Fluch dem falschen Vaterlande,
    Wo nur gedeihen Schmach und Schande,
    Wo jede Blume früh geknickt,
    Wo Fäulnis und Moder den Wurm erquickt –
    Wir weben, wir weben!

    Das Schiffchen fliegt, der Webstuhl kracht,
    Wir weben emsig Tag und Nacht –
    Altdeutschland, wir weben dein Leichentuch –
    wir weben hinein den dreifachen Fluch –
    Wir weben, wir weben!

    Auch Dir ein glückliches Neues Jahr 2012, Jakob.

    • K.S.

      Danke Solveigh, eine wundervolle Ergänzung zum Text von Jakob. KS

      • MosKito

        DANKE dafür. Irgendwie errinnert mich das ans heutige Deutschland…ist DAS etwa typisch deutsch? Liegt es daran das wir nie zufrieden sind, oder doch eher daran das wir nach wie vor ausgebeutet und benutzt werden, zum Wohle einiger Reicher und ihren Vasallen den Politikern.

  4. danke für diese brillante analyse der neujahrsansprache von „dem merkel“, jacob. nun kann ich sie mir gleich ganz ersparen, sie selbst anzuhören.

    und auch für die kleine lehrstunde an silvester zu heinrich heine. das war etwas, was ich bisher noch nicht von ihm wußte.

    als ergänzung von mir nur kurz und ohne groß nachzuschlagen. wenn ich an heine denke, denke ich automatisch immer an diesen satz. er ist mir neben anderen sätzen (großteils von brecht) in diesen tagen fest ins hirn gebrannt und fällt mir bei vielen gelegenheiten ein:
    „denk ich an deutschland in der nacht, dann bin ich um den schlaf gebracht…“

    auch dies ist in der zeit des pariser exils geschrieben worden, in einer zeit zudem der „restauration“. möglicherweise ist diese grundsätzliche parallelität auch der grund, daß mir diese zeile immer wieder einfällt.

    zur zitierweise merkels kann man, nach deinem blogartikel, lediglich sagen, daß diese ihr wohl von einem pr-büro herausgesucht worden sind. diese aus dem zusammenhang gerissenen nun zu null-ausagen gewordenen worte im zusammenspiel mit dem dichter heine, sollen etwas suggerieren, daß sich deutschland in dessen tradition befindet, auf einem guten weg ist etc. blabla.
    wie gut, daß du nachgeschlagen hast (oder es bereits wußtest), daß dies nur wieder eine finte war. auf die allerdings die meisten menschen hereinfallen werden. da sie nun einmal nicht den rahmen der heineschen worte kennen.

    bei dieser gelegenheit: es wird auch wieder zeit, heine neu zu lesen. er war eh der einzige der alten dichter, die ich immer gerne gelesen habe, selbst in der schule schon, trotzdem dazu gezwungen.

    dir jacob udn aleln lesern hier auch, einen guten jahresausklang und für uns alle auf ein gutes neues jahr, in dem wir fortführen werden,w as wir in diesem jahr begannen. möge es uns gelingen! möge die gute seite der macht den sieg davon tragen! 😉

  5. Bernie

    Danke für die Aufklärung. Tja, Frankreich? Es wird wohl immer offensichtlicher, dass unsere selbsternannten „Eliten“, eben auch Merkel, ähnlich abgehoben von der Bevölkerung regieren wie anno 1789 Ludwig XVI. Konsequenzen? Wir sind in Deutschland, da gibt es gesamtdeutsche Revolutionen, wenn überhaupt, nur von ganz oben herab – eine wie damals in Frankreich wird heute noch als „jakobinisch“ verteufelt – in Deutschland, dass immer noch obrigkeitshörig, borniert und rückwärtsgewandt (diesmal wirtschaftlich) regiert wird.
    Man denkt an „Den Untertan“ von Heinrich Mann, wenn man an die Mehrheitsbevölkerung in Deutschland denkt – Oder wie einst Heinrich Heine „Denk ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht“.

    Als jemand, der zur dt.-dt. Einheit in der ehemaligen BRD gerade einmal 19 Jahre alt war wunderte ich mich nicht mehr, dass wir wieder in einem solchen Land leben müssen – gesamtdeutsch.
    Damals sprang der Revolutionsfunke eben nicht von der DDR auf die BRD über 😦
    Heute müssen wir darunter leiden – gesamtdeutsch. Werden von einer Kanzlerin regiert, die unter Honecker das lügen gelernt hat, ohne rot zu werden, und dies unter dem ewigen Aussitzer Helmut Kohl perfektioniert hat…..

    Trauriger Gruß
    Bernie

    • bernie, schau auf! wenn du um dich blickst, so siehst du, daß der revolutionsfunke noch gar nicht ausgegangen war. er hat die 20 jahre in den herzen der ostdeutschen geschlummert. und wird nun wieder angefacht. und heute erleben ost udn west dies gemeinsam. wir sind im empären und aufbegehren vielleicht zum ersten mal seit der wende wirklich eins.
      die abgebrochene revolution wird vollendet werden. aber wir brauchen auch dich dafür. drum nicht traurig sein, sondern aufschauen, ins neue jahr feiern und dann dich uns anschließen! am 15. januar ist die nächste gelegenheit dazu. da findet die nächste weltweite demonstration statt. und danach geht es weiter. wir sind schon viele, die sich nach dem 15.oktober zusammen gefunden haben. aber wir müssen noch mehr werden. denn sonst schaffen wir es nicht. und nicht verzagen! jetzt sind wir vielleicht noch nicht die 99% auf der straße. aber alles revolutionäre beginnt mit nur einem, der zuerst aufsteht und sagt: so nicht weiter! ich will das nicht! und wenn es die richtige zeit dafür ist, dann werden auch andere den mut dazu finden, dies ihm nachzutun! nur mut! sei dabei!

  6. Bernie

    Übrigens, Deutschland geht es so gut, dass immer mehr Arbeitslose statt ALG I direkt bei der Entlassung Hartz IV ( =ALG II) aufgedrückt bekommen, und somit auch die Statistik massiv frisiert wird (Wie mittlerweile jeder weiß gelten „Hartzies“ nicht als ALGI-Empfänger):

    […]Von Fabian Lambeck 30.12.2011 / Titel
    „[…]Absturz sofort

    Immer mehr Menschen müssen gleich nach dem Jobverlust Hartz IV beantragen

    Nach den Angaben der Bundesagentur für Arbeit rutscht jeder Vierte nach dem Jobverlust sofort in den Hartz-IV-Bezug, der eigentlich nur für Langzeitarbeitslose gedacht ist[…]“

    Die Karikatur dort bringt es noch viel besser auf den Punkt als der Text:

    http://www.neues-deutschland.de/artikel/214382.absturz-sofort.html

    Gruß
    Bernie

  7. Ein sehr guter Bericht mit fundiertem Hintergrundwissen, da kann sich so manches Magazin hinter verstecken. Vielen Dank dafür.
    Einen guten Rutsch ins neue Jahr wünscht
    Bochum3r

  8. Stefan Tressel

    Mir wird ganz schlecht wenn ich die sehe und ganz schlimm wirds, wenn sie´s Maul aufmacht. Werdet wach ihr Menschelein und jagt sie endlich mit samt ihrer regierenden und begleitenden Verbrecher aus dem Parlament.

  9. Ich zap schon den ganzen Tag durchs Fernsehprogramm, damit ich ja keine Nachrichten sehen muß und mir die Merkel ersparen kann. Das wäre zum Abschluß des Jahres einfach zu viel für mich. Nachdem ich deinen Bericht über ihre Neujahrsansprache gelesen habe, bin ich heile froh, dass ich das so gemacht habe.
    Einen guten Rutsch und auf weitere tolle Beiträge von Dir.

    • K.S.

      Hallo, mir geht-ging es auch so. habe bisher Wulff und Merkel gut umschifft – dann der Hinweis von J und diese Rede. War doch abzusehen, dass sie lügt, wenn sie ihren propagandistisch-agitatorischen Mund aufmacht.

      Gut also, dass J sich diese Selbstverletzung angetan hat und für uns diese Lügenrede richtig übersetzt hat. Guten Rutsch trotzdem und alles, alles Gute für 2012

  10. ElBarto

    Bitte nicht mehr so gruselige Fotos von der Kanzlerdarstellerin
    posten; zumindest nicht ohne ausdrückliche Warnung.

    Guten Rutsch!

  11. Peter Petereit

    Alldem, was bisher geschrieben wurde, habe ich nichts hinzuzufügen. Danke Jacob. Danke Euch.

  12. du liebes bissle…
    das entbehrt jeder Realität Frau Merkel
    ganz dem Sinne nach ..denn sie wissen nicht was sie tun….
    ****************************************************************************************
    wenns nicht so traurig wäre könnte man sich kaputtlachen
    und sowas regiert unser Land ich schäme mich dafür 😦

    Trotzdem euch allen: kommt gut rüber ins neue Jahr
    und mögen die Menschen endlich offenen Auges durchs Leben gehn
    und endlich beginnen selber zu denken

  13. King Nothing

    Wohlstand erhalten … der war gut, Angie.
    Die paar wenigen, die noch welchen haben, wird es freuen.

  14. K.S.

    Jakob, vielen Dank für dein treues Schreiben in deinem Blog.
    Nachdem hier nun von Heine so viel gesagt wurde, habe ich mir einen kl. Gedichtband vorgenommen um mal ein schöneres – für den letzten Tag im Jahr – zu finden. Leider nicht. Also grüße ich euch alle mit meinem Vers, den ich mir immer in jeden neuen Kalender schreibe: Dem Gewesen: Dank, dem Kommenden: Ja.

    Alle Merkels und Wulffs, Gabriels, Riesters und wie sie alle heissen, sollen mit ihren Lügengeschichten keine Macht haben und sie werden sie nicht haben. Denn die Wahrheit ist stärker, „denn die Wahrheit ist GOTT“, sagt Gandhi in einem kleinen Büchlein „Wer den Weg der Wahrheit geht, stolpert nicht“, mit dem Untertitel: Worte an einen Freund.
    Alles Liebe und Gute. K.S.

  15. K.S.

    Zusatz: Gedichtband von Heine-Gedichten. KS

  16. Unsere Bundeskanzlerin kann froh sein, wenn noch jemand überhaupt hinhört oder wie dieser Blog es versucht, die Rede zu analysieren. Ob jemand von unserem Gesprächskreis http://rundertischdgf.wordpress.com/ sich diese Rede angehört hat, das wissen wir bis zu dieser Uhrzeit 2012 noch nicht. Wir werden diese Betrachtung aber einfach mal twittern.

  17. wmkommentar

    Von der leyenhaften Merkelrede wurde KEINE Alternative zum unheilvollen und falschen neoliberalen Politikparadigma (Milton Friedmann) genannt.
    Schröders Aussage „Sie kann es nicht“ stimmte.
    Aber die neoliberale Marionette – jetzt Gasbaron – konnte es auch nicht.

    Unsere Wirtschaft muss immer weiter wachsen, weil die „Finanzindustrie“ es verlangt. So vermehrt der Zinseszins Guthaben und Schulden schneller als wir einen Luftballon aufblasen können. Deshalb müssen wir alle immer mehr arbeiten und bekommen immer weniger dafür.
    Nachdem die Staaten den Finanzsektor mit unserem Geld gerettet haben, sind sie hoch verschuldet in der Hand der Gläubiger.
    Deshalb sind in „unserem“ System immer wiederkehrende Krisen und Zusammenbrüche unvermeidlich. Aber die Lösung, von der kaum jemand weiß finden Sie bei: http://www.lust-auf -neues-geld.de

  18. Pingback: Jacobs Woche (25.12. – 31.12.2011) | Jacob Jung Blog

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  20. Anonymous

    Sie sang das alte Entsagungslied,
    Das Eiapopeia vom Himmel,
    Womit man einlullt, wenn es greint,
    Das Volk, den großen Lümmel.
    (Heinrich Heine, Deutschland. Ein Wintermärchen)

  21. Pingback: Froschs Blog » Blog Archive » Im Netz aufgefischt #41

  22. roy texel

    Heine schrieb auch:
    auch einen Schweinskopf trug man auf
    in einer zinneren Schüssel
    noch immer schmückt man den Schweinen bei uns
    mit Lorbeerblättern den Rüssel

  23. Rebekka Prahst

    Kennt Ihr das Phänomen (hab ich das jetzt richtig geschrieben?), wenn man plötzlich auf Durchzug stellt ohne das wirklich bewusst zu wollen? Das passierte mir gestern, nachdem der Merkelgnom sein Loblied auf die Polizei und die Soldaten ablies.

  24. Mr. Truth

    Danke Jakob, toller Bericht, ist aber eigentlich auch egal was sie erzählt. Alles austauschbar und deshalb kucke ich mehr hin als ich da hinhöre….

    http://dreckigewahrheit.blogspot.com/2012/01/prost-neujahr-angela-merkel-im-4.html

  25. Pingback: Endlich ist es da, das neue Jahr | Franz, der Blogger

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