Türsteher der Nation: Die CSU passt auf

4.1.2012 – Traditionell versteht sich die CSU als Türsteher und Rausschmeißer der Nation. Bis zur Wiedervereinigung schickte sie „intellektuelle Ratten, Schmeißfliegen und Langhaarige“ verbal gerne mal nach „Drüben“. Heute hat sie es eher auf Einwanderer, verschuldete Staaten und „Extremisten“ abgesehen.

Nun könnte man meinen: Was kratzt mich die Meinung einer regionalen Splitterpartei, mit einem gesamtdeutschen Wählerstimmenanteil von gerade einmal 6,5 Prozent? Allerdings besetzt die CSU drei wichtige Bundesministerien und hat angesichts der schwachen FDP einen großen Einfluss innerhalb der Regierungskoalition.

Stacheldraht und Schießbefehl

Zu Beginn des neuen Jahres überraschte CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt mit einem unerwarteten Vorstoß gegen Rechts: Er machte sich für eine Änderung des Grundgesetzes stark, um vordergründig der NPD den Anspruch auf staatliche Finanzierung zu entziehen. Die rechtsradikale Partei wurde im Jahr 2010 mit knapp 1,2 Millionen Euro aus Steuermitteln unterstützt.

Wenn sich nun ausgerechnet die CSU den Kampf gegen rechtes Gedankengut auf ihre Fahnen schreibt, dann fühlt man sich unwillkürlich irritiert. Auf den ersten Blick hätte man meinen können, die Parteiführung verspräche sich durch ein Verschwinden der NPD aus dem Parteienspektrum zusätzliche Wählerstimmen.

Hier sorgte jedoch CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt schnell für Klarheit. Gegenüber der WELT stellte sie klar, gegen wen sich die Forderung der Christsozialen tatsächlich richtet: Wieder einmal soll es der Linkspartei an den Kragen gehen. Diesmal will die CSU dem verhassten politischen Gegner, den Geldhahn zudrehen.

Gleichzeitig scheint ein automatischer Reminder Alexander Dobrindt daran erinnert zu haben, dass es mal wieder Zeit für die zyklische Verbotsforderung gegen DIE LINKE ist. Als passende Plattform bot sich Springers „WELT“ an, die in ihrer Online-Ausgabe am gestrigen Morgen, pünktlich um 8.01 Uhr titelte:

„Dobrindt setzt sich für Verbot der Linkspartei ein“

Die Forderung ist weder neu noch originell. Auf den Tag genau vor drei Monaten, am 3.10.2011, hatte Dobrindt das Verbot gefordert, weil die Linkspartei „50 Jahre nach dem Mauerbau immer noch Schießbefehl und Stacheldraht rechtfertigt“. Davor hatte sich der Generalsekretär am 5.1.2011 und am 7.8.2011 jeweils mit Verbotsforderungen an die Öffentlichkeit gewandt.

Diesmal hießt es in seinem kernigen Vorstoß:

„Es darf keine Staatsgelder für die Gegner unserer Demokratie geben, egal ob Braun oder Dunkelrot.“

Zur Begründung seiner Forderung führte Dobrindt an, dass DIE LINKE ganz offen dazu aufrufe, „neue Wege in den Kommunismus“ zu finden. Darüber hinaus stünde sie mit vielen Äußerungen und Schriften „außerhalb unserer demokratischen Rechtsordnung“ und habe mit „Demokratie wenig zu tun“.

Insgesamt sagt Dobrindts unvermeidliches „Da Capo“ weitaus mehr über sein eigenes Demokratieverständnis aus als über das der Linkspartei. Er selber und viele seiner Parteifreunde stehen ohnehin notirisch auf dem Kriegsfuß mit dem Grundgesetz.

Alexander Dobrindt

Dabei sind Linkspartei und NPD nicht die einzigen Parteien, denen Dobrindt gerne die Tür weisen würde. Im November 2010 hatte er es noch auf die Grünen abgesehen. Damals sagte er:

Die Grünen sind keine Partei, sondern der politische Arm von Krawallmachern, Steinwerfern und Brandstiftern“.

Die Vorstellung von einem idealen Deutschland passt bei Dobrindt in einen einzigen Satz, zuletzt geäußert am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit:

Natürlicher Patriotismus und gemeinsame Freude“.

Die „Gemeinsamkeit“ in dem frommen Wunsch stellt sich allerdings reichlich selektiv dar, wenn man ein anderes Dobrindt Zitat vom Oktober 2010 betrachtet:

Diejenigen, die gestern gegen Kernenergie, heute gegen Stuttgart 21 demonstrieren, agitieren, die müssen sich dann auch nicht wundern, wenn sie übermorgen irgendwann ein Minarett im Garten stehen haben“.

Die Äußerungen des Generalsekretärs sprechen im Prinzip für sich selber und benötigen keine Kommentierung. Nur vielleicht soviel, dass Dobrindt sich in einem überschaubaren Drei-Parteien-System und unter Deutschen am wohlsten fühlen würde.

Joachim Herrmann

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann steht seinem General um nichts nach. Auch er setzte sich am 3. Oktober 2011 für ein Verbot der Linkspartei ein und begründete seine Forderung fast wortgleich mit Dobrindt:

Es ist erschreckend, wie große Teile der Linkspartei nach wie vor noch Stacheldraht und Schießbefehl zu rechtfertigen suchen“.

Betrachtet man Herrmanns politische „Leistungen“, dann ergeben sich Zweifel daran, von welchem Grundgesetz die CSU eigentlich spricht, wenn sie der Linkspartei Verfassungsfeindlichkeit und Verstöße gegen die demokratische Rechtsordnung vorwirft.

Herrmann setzte sich in den vergangenen Jahren unter anderem dafür ein, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen für Demonstrationen in Bayern verschärft wurden und dass Demonstranten die Kosten für Polizeieinsätze tragen sollen. Er bemühte sich um die Erweiterung der Befugnisse bayerischer Ermittler zum heimlichen Eindringen in private Wohnungen, sprach sich für eine verstärkte staatliche Überwachung des Internets aus oder machte sich für das Burka-Verbot im öffentlichen Dienst stark.

Unvergessen ist auch sein erfolgreicher Kampf um die Beibehaltung der bayerischen Asyldurchführungsverordnung. Hier heißt es in § 7, Absatz 5:

„Die Verteilung und die Zuweisung darf die Rückführung der betroffenen Personen nicht erschweren; sie soll die Bereitschaft zur Rückkehr in das Heimatland fördern.“

Mit anderen Worten: Die Bedingungen, unter denen Asylbewerber in Bayern untergebracht und versorgt werden, sollen so gestaltet werden, dass die Betroffenen nach Möglichkeit ganz von selber zurück in ihre Heimatländer wollen.

Hans-Peter Uhl

Ein weiteres Beispiel für einen höchst zweifelhaften Umgang mit Demokratie und Grundrechten bietet eine weitere Führungskraft der CSU: Hans-Peter Uhl, Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender der Arbeitsgruppe „Innenpolitik“ der CDU/CSU.

Das 67-jährige CSU-Urgestein zog die Aufmerksamkeit auf sich als er im Oktober letzten Jahres im Bundestag sagte:

„Es wäre schlimm, wenn unser Land von Piraten und Chaoten aus dem Chaos Computer Club regiert würde. Es wird regiert von Sicherheitsbeamten, die dem Recht und dem Gesetz verpflichtet sind.“

Die Belustigung über diesen Ausfall blieb vielen Beobachtern wegen des möglichen Wahrheitsgehalts der Aussage im Halse stecken. Uhl ließ im Nachhinein das Protokoll der betreffenden Sitzung ändern. Hier kann man jetzt anstelle von „Es wird regiert von Sicherheitsbeamten“ ein harmloseres „Wir haben Sicherheitsbeamte“ nachlesen.

Auch ansonsten überschreitet Uhl gerne die Grenzen von Stil, Geschmack und demokratischer Kultur. Als sich die SPD-Fraktion im Landtag von Sachsen Anhalt im Jahr 2008 gegen eine Neufassung des BKA-Gesetzes aussprach, da bezeichnete Uhl den Standpunkt der Sozialdemokraten als „linkes Gerülpse“. Ebenfalls 2008 wollte er die Altersgrenze für die Speicherung von personenbezogenen Daten von 16 auf 14 oder zwölf Jahre senken, um eine „bessere Überwachung von terrorverdächtigen Minderjährigen“ zu erreichen.

In der Debatte um den Kampf gegen Kinderpornografie im Internet brüskierte Uhl sogar Parteifreunde und Gesinnungsgenossen als er in Bezug auf Kontrolle, Überwachung und Zensur im Netz sagte:

„Was die Chinesen können, sollten wir auch können. Da bin ich gern obrigkeitsstaatlich.“

Zweierlei Maßstäbe

Natürlich wird in politischen Auseinandersetzungen mit harten Bandagen gekämpft und das ist auch gut und richtig so. Allerdings muss es auch in diesem Geschäft gewisse Grenzen geben, die nicht ohne Not überschritten werden sollten.

Eine solche Grenze ist der permanente Vorwurf der Verfassungsfeindlichkeit gegenüber der Linkspartei, verbunden mit der Forderung der Streichung staatlicher Mittel oder des Parteiverbots. Es ist nachvollziehbar, dass linke Positionen der CSU ebenso ein Dorn im Auge sind, wie rechte Standpunkte bei Anhängern der Linkspartei auf Ablehnung stoßen. So ist es nun einmal, wenn man unterschiedlicher Auffassung ist und verschiedene Welt-, Menschen- und Gesellschaftsbilder pflegt.

Es mag bequem sein, einen politischen Gegner alleine dadurch in Schacht zu halten, dass man ihn öffentlich im Extremismus verortet. Erfolgt dieser Vorwurf jedoch permanent, stereotyp und ohne nennenswerte Begründungen, dann verliert auch er irgendwann seine Beißkraft und fällt auf denjenigen zurück, der ihn immer wieder bemüht.

Die Frage, ob die Linkspartei verfassungsfeindlich ist, darf ausschließlich über ihr Programm erfolgen. Finden sich hier Aussagen und Forderungen, die eindeutig gegen das Grundgesetz verstoßen, dann ist eine Diskussion über die Verfassungskonformität legitim.

Nutzt man stattdessen aber sprachliche Bilder vom Mauerbau, vom Stacheldraht oder vom Schießbefehl, um die Partei zu diffamieren, stützt man seinen Vorwurf auf „Hörensagen“ oder auf angebliche Äußerungen von Personen, die sich als links bezeichnen, ohne DIE LINKE zu repräsentieren, dann handelt es sich um nichts anderes als um ein wahltaktisches Manöver oder einen populistischen Schachzug.

Ohne Zweifel geht es der Linkspartei um systemische und gesellschaftliche Veränderungen. Ohne Zweifel wendet sie sich radikal gegen die herrschenden Verhältnisse und fordert eine Politik im Sinne und im Dienste der Mehrheit der Menschen. Wenn die CSU diese Form des Engagements jedoch zur Rechtfertigung eines Verbotsverfahrens heranzieht, dann darf es sie nicht wundern, wenn sie angesichts der Positionen ihrer eigenen Vertreter der nächste Kandidat auf der Liste der Parteien ist, über deren Verbot öffentlich nachgedacht wird.

Selbst auf Gegner der Linkspartei dürfte es dabei befremdlich wirken, dass die CSU mit ihrem aktuellen Vorstoß die rechtsradikale NPD und DIE LINKE auf eine Stufe stellt. Alexander Dobrindt versucht auf diese Weise, einen Teil der öffentlichen Empörung über die verabscheuungswürdigen Verbrechen der Thüringer Nazi-Zelle auf DIE LINKE umzuleiten.

Damit instrumentalisiert er einerseits die Opfer und ihre Angehörigen für parteipolitische Ziele und verharmlost andererseits die Gewalttaten von Rechtsextremisten, deren Ziel oft genug Angehörige der Linkspartei sind.

24 Kommentare

Eingeordnet unter DIE LINKE, Politik

24 Antworten zu “Türsteher der Nation: Die CSU passt auf

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  2. Das ist ja nichts Neues.
    Schließlich wurde im Zuge der Annektion der DDR diese auch ständig mit dem Nazi-Regime verglichen, um die Menschen in die Irre zu führen und sie zu der Überzeugung zu bringen, dass die BRD mit ihrem unmenschlichen System die bessere Alternative für die Bevölkerung der DDR sei… Insofern wundere ich mich darüber nicht.

    Das macht es natürlich nicht besser und ich danke Dir, dass Du mit Deinem Artikel darüber aufklärst, wer die Zerstörer der so genannten „Demokratie“ sind und wer das Grundgesetz ganz abgeschaffen will. Zum Schluss zeigen diese Äußerungen auch, wohin die BRD (und ganz Europa?) getrieben werden soll: In eine Diktatur schlimmsten Ausmaßes, die sie natürlich immer nur den anderen vorwerfen…

    Natürlich wird in politischen Auseinandersetzungen mit harten Bandagen gekämpft und das ist auch gut und richtig so.

    Warum? Warum kann eine politische (und jede andere) Auseinandersetzung nicht mit Respekt gegenüber der anderen Vorstellung und den Menschen, die diese Vorstellung vertreten, erfolgen?

    • @Solveigh
      „Natürlich wird in politischen Auseinandersetzungen mit harten Bandagen gekämpft und das ist auch gut und richtig so. “ Warum?

      Ich weiss nicht, ob das gut und richtig ist. Aber fest steht, dass die Mehrheit offensichtlich nur gewinnt, wer am lautesten möglichst populistisches Zeug rumschreit und damit andere Vorstellungen möglichst unhörbar macht. Würde nämlich das Gegenteil stimmen, so würde respektvolle Auseinandersetzung die Tagesordnung sein. Politiker machen immer nur, was Stimmen einbringt und vor allem Kohle.

      Das Wahlvolk hört halt stets interessiert zu, wenn sich ihre elitären Schreihälse gegenseitig niedermachen. Der Lauteste hat Recht und wird unterstützt. Man spricht deshalb ja z.B. auch von Fernsehduellen. Die haben immer gute Einschaltquoten, fast wie Boxkämpfe: Da zertrümmert der eine Schwachkopf dem anderen den Unterkiefer und der Moderator sagt.“Schöner Treffer“ und die Meute klatsch Beifall und trötet mit ihren Presslufhörnern. Bei den politischen Fernsehduellen gibts ja auch Punkte für gute Finten und Konter usw. und am Ende wird der Sieger des Duells bekannt gegeben:“Gerhard Schröder konnte mehrfach gegen seinen Herausforderer punkten!“. Ganz klar, dass ich den wähle, der hat doch eindeutig gepunktet! Oder würdest Du etwa einen Looser wählen?

      Und genau so sieht dann ja auch unsere heutige Lebenswirklichkeit aus. Wir schlafen halt so, wie wir uns gebettet haben. Jeder rennt irgendwie gegen jeden, habe ich manchmal das Gefühl, und denkt, dass das nicht anders geht.

      Gruss
      Michael

  3. ElBarto

    Warum fusioniert die CSU nicht einfach mit der Bayernpartei und wird mit dem Freistaat unabhängig vom Rest der BRD. Wäre glaube ich für alle Beteiligten besser.

    • ich denke mal in bayern wohnen auch noch ganz normale menschen die das gar nicht gut fänden.
      nicht alle sind csu hörig und somit rassistisch veranlagt.
      manche bayern sind ganz vernünftig; will sagen gehören zu unserem deutschland.

      p.s.: ich wohne nicht in bayern.

    • Ich wehre mich gegen die Gleichsetzung Bayerns mit der CSU. Bei der letzten Wahl hatte die CSU noch nicht mal 50 %. Sicher immer noch erschreckend viel, aber es gibt selbst in Bayern inzwischen ein Mehrheit, die nicht mehr CSU wählt (und da sind die Nichtwähler noch gar nicht mitgezählt). Und als linker in Bayern hat man es eh schwer genug. Da muss man nicht noch ständig pauschale Vorurteile um die Ohren gehauen bekommen.

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  5. fischi

    Diese Antidemokraten schaffen es immer wieder ihr Volk zu verführen.
    Ist schon erstaunlich das die es fertigbringen den Leuten die nichts haben vormachen können die Linken währen ihr Untergang.
    Ich kann es ja verstehen das Besserverdienende, Millionäre oder Millardäre ihren Vorteil in der neoliberalen Ideologie sehen, aber der Rest hat bestimmt nichts zu verlieren wenn sie mal was anderes versuchen.
    Ob sich damit was ändert das weis ich auch nicht, aber ich denke ein Versuch währe es wert.

  6. K.S.

    Wieder ein schöner, nachdenkenswerter Artikel.
    Ich las einmal, dass, wenn Geschichte beschrieben wird, es ein großer Fehler sei, sie in den heutigen Zustand zu übertragen. Das sollte heißen: Mauerbau, Schiessbefehl und alles andere unmenschliche Tun kann und sollte im Kontext des damaligen Zustandes beurteilt und bewertet werden und nicht aus dem Heute heraus.
    Beispiel: Früher war es Gang und Gäbe, Kinder zu züchtigen. In der damaligen Zeit, mit wenig Wissen und Glauben an beide Kirchen, einschließlich einschlägiger päd. Richtlinienen, die sich auch darauf bezogen, gehörte Strafen zur „zur guten Erziehung“.
    Was heute ein „no go“ ist, war damals normal.

    Ich habe noch nie von Linken Politikern irgendwo in den Medien gehört, dass sie die Vorkommnisse in der DDR, auf die heutige Zeit übertragen, gut fanden. Sie warben eher dafür, den gesellschaftlichen Zusammenhang/ das System der damaligen Zeit geschichtlich zu verstehen. Was in der DDR Gang und Gäbe war, ist ja auch durch den massiven Protest der eigenen Bevölkerung auf einmalige Art und Weise beendet worden.

    Ein Zitat von Hans Peter Uhl habe ich mir aufgeschrieben:
    „Was die Chinesen können, sollten wir auch können. Da bin ich gerne obrigkeitsgläubig“. Richtig, so sieht ja auch unsere marktkonforme Demokratie jetzt ja auch aus.

    Ich habe auch ein schönes Zitat von Merkel, gesprochen auf einer Münchener Sicherkonferenz (2006 ?)und gelesen bei http://www.imi-online.de Informationsstelle Militarisierung. Da sagt sie:
    „Die zentrale aussenpolitische Zielsetzung lautet, Politik und Handeln anderer Nationen so zu beeinflussen, dass damit den Interessen und Werten der eigenen Nation gedient ist. Die zur Verfügung stehenden Mittel reichen von freundlichen Worten bis hin zu Marschflugkörpern“.

    So etwas habe ich von den Linken noch nie gehört. Sie haben die DDR-Zeit reflektiert und können sagen: „Nie wieder Diktatur“, so wie es im Nachkriegsdeutschland hieß: „Nie wieder Krieg“.
    Die CDU/CSU/Grüne und SPD, die sich inzwischen für Kriege einsetzen und sich nicht aufregen über eine marktkonforme Demokratie (Merkel) haben immer noch nichts gelernt. Sie projizieren ihre gefährlichen Gedanken auf andere und spielen immer wieder mit dem Feuer.

  7. Anton Chigurh

    Das lächerliche Gefasel eines Dobrindt, das alle drei Monate in der Springer-Systempresse nachzulesen ist, spiegelt nur die Debilität der Witzfiguren aus der CSU wieder. Einen besseren Durchschnitt an Antidemokraten hat vielleicht nur noch die NPD zu bieten, die aber mitunter zu dumm sind, sich ordentlich zu artikulieren und das deshalb nicht so sehr auffällt. Was sich in den letzten Jahren an kriminellem Gesindel in der CSU versammelt hat, lässt sogar die skandalgewohnten Zeiten von Strauß und Streibl als Blütezeit der Demokratie in Bayern erscheinen. Zu Guttenberg, Strauß,jr., Hohlmeier, Huber-Beckstein-Bayern-LB, Wiesheu, die ständigen antidemokratischen Ausfälle von minderbemittelten Wadenbeißern wie Söder, Herrmann oder Friedrich, das sonderbare Demokratieverständnis eines Seehofer, Stasi-Methoden gegen Gabriele Pauli aus der eigenen Partei, ein fundamentalistisches Religionsverständnis…was muss man denn noch anstellen, damit diese Ewiggestrigen endlich vom Verfassungsschutz beobachtet werden ???
    Und da wollen diese Herrschaften in aller Ernsthaftigkeit durch die Hintertür eine kompromisslos auf dem Boden des Grundgesetzes stehende Partei wie DIE LINKE verbieten ? Wenn es in dieser Republik eine Partei gibt, die das Grundgesetz am meisten achtet, ist es wohl DIE LINKE.
    Natürlich gibt es in dieser Partei auch Ewiggestrige und Fehlgelenkte, Leute, die besser ihren Schnabel halten oder die Partei verlassen sollten.
    Aber eine Extremgruppierung – und das ist die CSU und nicht DIE LINKE – die so konsequent gegen die Grundrechte des Bürgers wettert, die einen Polizeistaat fordert, die wie keine andere Partei (außer vielleicht der FDP) der Finanzmafia Tür und Tor öffnen will, die ihre Fremdenfeindlichkeit fast jeden Tag aufs Neue unter Beweis stellt, die fundamentalistisch gegen Religionsfreiheit ist und offen bekennende Rassisten in ihren Reihen führt, die reaktionär und unverbesserlich die Kriegsverbrechen verharmlost, darf niemals in der Position sein, durch irgendwelche Winkelzüge die Parteienlandschaft zu ihren Gunsten zu verändern.
    Eigentlich ist die CSU ein Paradoxon: sie ist weder „C“ christlich, sondern fundamentalistisch, noch ist sie „S“ sozial, weil sie fortwährend die Umverteilung von unten nach oben unterstützt, noch ist sie „U“, eine Union – man beachte den Umgang mit nicht linientreuen Parteimitgliedern oder die Hahnenkämpfe um Posten und Pöstchen…
    Für mich ist die CSU eindeutig eine verfassungsfeindliche Organisation und gehört aus den oben genannten Gründen sofort verboten !

  8. Sehr schöne Zusammenstellung! Allerdings wird einem Großteil der CSU Wähler der Unsinn von Dobrindt und Co. nicht weiter auffallen. Äußerst amüsant finde ich schon seit vielen Jahren wie die CSU als vermeintlicher Schützer der Demokratie die Linkspartei absolut undemokratisch bekämpfen möchte. Trauriger ist nur noch, wenn irgendwo in Deutschland Anschläge auf Ausländer stattfinden, anschließend ein NPD Verbot gefordert wird und darauf jemand sagt: „Ja,ja, aber die Linksextremen, die Linkspartei und so, die sollte man genauso behandeln und verbieten.“ Wie ich das hasse…

  9. woher der name csu stammt verschliesst sich mir immer mehr.
    unchristlich, unsozial, ob union lass ich mal offen. eher doch wohl nicht bei all der machtbegierde.

    die rassistischen töne waren wir von strauß ja gewohnt und sie waren üblich und fast schon normal, trotz der abnormität solcher äußerungen.
    man sollte meinen auch eine csu wäre lernfähig und könnte sich in ihren grundpostionen nachhaltig erneuern.
    weit gefehlt augenscheinlich.

    weiter oben steht es bereits.
    es sind und bleiben antidemokraten. ich glaube nicht das sie auf unserem grundgesetz tatsächlich fußen und verankert sind.
    die bayern haben es in der hand diese in ihre schranken zu verweisen, am besten ganz rauszuschmeißen.
    sie sind das volk. nicht die csu !!!

  10. Floh

    Demagogen, Bauernfänger u.fast so gefährlich wie die braunen Horden . Nur mit Kreide im Maul und Mehl auf der Pfote , das ist die CSU . Das Sammelbecken der “ VORNPD

  11. Pingback: Hinweise des Tages | NachDenkSeiten – Die kritische Website

  12. Emm Ess

    Türsteher der Nation: Die CSU passt auf. Dass die CSU genau auf die falschen Dinge aufpasst, kann man gut bei Jeremy Rifkin nachlesen.
    Dieser Mann macht deutlich, was eigentlich Sache ist und an seinen Thesen kann man ablesen, welch ausgesprochener Schwachsinn heutzutage von einem großen Teil der Gesellschaft veranstaltet wird.
    http://content.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/916564_0_9223_-interview-langfristig-wird-die-arbeit-verschwinden-.html

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  15. Stimmvieh

    CSU halt, erwartet da noch jemand ernsthaft etwas Anderes?
    Ist natürlich schon krass, wenn man sich diese Zitate auf der Zunge zergehen lässt, aber, wie der Volksmund sagt, wo das herkommt, ist noch mehr… Ich bin immer wieder erstaunt, dass die tatsächlichlich noch jemand wählt…

  16. Rebekka Prahst

    Ihr sprecht mir ja sooo aus der Seele. Danke!

  17. King Nothing

    Dobrindt … der Name ist Programm.

    Ich bin übrigens Bayer. Und angesichts dieser Tatsachen hier fällt es schwer, sich dafür nicht zu schämen. Aber auch hier gibt es intelligentes Leben. Und auch die Wahlergebnisse der CSU sind nicht mehr das, was sie einmal waren. So haben, um es mal positiv auszudrücken, sowohl bei den letzten Landtags- als auch Bundestagswahlen über die Hälfte der Bayern die CSU eben NICHT gewählt. Vielleicht besteht also doch noch Hoffnung.

  18. Pingback: Jacobs Woche (1.1. – 7.1.2012) | Jacob Jung Blog

  19. Peter Petereit

    Danke, lieber Jacob, ich hatte mal eine „Netz- aber keine Denkpause“ und arbeite die verpassten Beiträge „von unten nach oben “ ab. Seltsam, ich denke wie Du…

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