Studie: Acht Millionen Geringverdiener in Deutschland

14.3.2012 – Das Institut für Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg-Essen untersucht regelmäßig den Niedriglohnsektor in Deutschland. Der aktuelle Forschungsbericht belegt, dass die Zahl der  Beschäftigten, die zu Niedriglöhnen arbeiten, zwischen 1995 und 2010 um mehr als 2,3 Millionen gestiegen ist.

Im eklatanten Gegensatz hierzu steht die Entwicklung der Gehälter der deutschen DAX-Vorstandsvorsitzenden. Diese sind alleine zwischen 2010 und 2011 um 14 Prozent gestiegen und betragen im Durchschnitt 5,5 Millionen Euro pro Jahr.

Niedriglohnbeschäftigung 2010

Die Studie des Instituts für Arbeit und Qualifikation kommt zu dem Schluss, dass im Jahr 2010 insgesamt 23,1 Prozent der Beschäftigten für einen Niedriglohn von weniger als 9,15 Euro brutto pro Stunde gearbeitet haben. Dies entspricht knapp acht Millionen Menschen in Deutschland. Im Durchschnitt lagen ihre Einkünfte in den alten Bundesländern bei 6,68 Euro pro Stunde und in den neuen Bundesländern bei 6,52 Euro pro Stunde.

Knapp die Hälfte der zu Niedriglöhnen Beschäftigten, ist dabei in Vollzeit tätig. Fast 800.000 Vollzeit-Beschäftigte erhalten einen monatlichen Brutto-Lohn von weniger als 1.000 Euro. Mehr als vier Millionen Beschäftigte erhalten für ihre Arbeit weniger als 7,00 Euro brutto pro Stunde. 1,4 Millionen verdienen weniger als 5,00 Euro pro Stunde.

Zwischen 1995 und 2010 ist die Zahl der Beschäftigten mit Niedriglohn um mehr als 2,3 Millionen gestiegen. Den stärksten Anstieg verzeichnen hierbei die alten Bundesländer. In Westdeutschland ist die Quote der Geringverdiener in den letzten 15 Jahren um 68 Prozent gestiegen. In Ostdeutschland erhöhte sich ihr Anteil im gleichen Zeitraum um drei Prozent.

Die Autoren der Studie, Dr. Claudia Weinkopf und Thorsten Kalina, kommen zu dem Schluss, dass die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns dringend erforderlich ist, um Niedrigstlöhne wirksam zu unterbinden. Bereits von einem Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro würde jeder fünfte Beschäftigte profitieren.

Die Studie kann hier heruntergeladen werden.

Gehälter der Dax-Vorstände

Ganz anders stellt sich die Entwicklung der Gehälter der Vorstände von DAX-Unternehmen dar. Eine aktuelle Untersuchung der Beratungsfirma Towers Watson hat ermittelt, dass die Einkünfte der Top-Manager alleine zwischen 2010 und 2011, also im Hauptkrisenjahr, um durchschnittlich 14 Prozent gestiegen sind.

Im Durchschnitt verdienten Vorstandsvorsitzende von DAX-Konzernen im vergangenen Jahr 5,5 Millionen Euro im Jahr. Die höchsten Einkünfte bezog dabei der VW-Chef Martin Winterkorn, dessen Bezüge, einschließlich Altersvorsorge, in 2011 bei insgesamt rund 17,5 Millionen Euro lagen. Dies entspricht übrigens den jährlichen Gesamteinkünften von mehr als 1.250 Beschäftigten im westdeutschen Niedriglohnsektor.

Hier geht es zu dem entsprechenden Beitrag.

Da ich finde, dass beide Erhebungen für sich sprechen, lasse ich das an dieser Stelle einfach mal unkommentiert so stehen und freue mich stattdessen auf Eure Kommentare.

 

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73 Kommentare

Eingeordnet unter Politik

73 Antworten zu “Studie: Acht Millionen Geringverdiener in Deutschland

  1. bravo56

    In diesem Zusammenhang wäre es wichtig schnellstens einen ordentlichen Mindestlohn gesetzlich festzulegen.
    Der Satz ist alt und abgedroschen aber dadurch nicht weniger wahr: Von einem Vollzeitarbeitsplatz soll man auch sein Leben finanzieren können.
    http://wasmirsoeinfaellt.wordpress.com/2012/03/14/ein-bisschen-mindestlohn/

  2. Pingback: Studie: Acht Millionen Geringverdiener in Deutschland | Die besten deutschen Blogs aller Zeiten

  3. Hartmut

    Daher bin ich für ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle Menschen und zwar von der Wiege bis zur Bahre. Das entspräche der postulierten Würde unseres Grundgesetzes.

    • Grundeinkommen ist die richtige Lösung!
      Grundgesetz ………… die Würde des Menschen ist in diesem unserem Lande schon längst ausgehebelt !
      Du hast keine Rechte mehr als Geringverdiener ,Aufstocker Alg2 Empfänger usw. Eines was auch wichtig ist die vielen Rentner die noch dazu verdienen müssen oder auf das Amt rennen um ein „Menschenwürdiges“ leben zu führen!

    • Emm Ess

      Dafür bin ich im Prinzip auch. Allerdings gibt es inzwischen eine Weiterentwicklung des BGEs, das unter dem Begriff „Bandbreitenmodell (BBM)“ im Internet zu finden ist. Da ist zwar eine Menge zu lesen, bis man das Alles kapiert und behalten hat, aber diese Mühe sollte man sich einmal unterziehen, um zu erkennen, dass hier nicht nur der „postulierten Würde“ unseres Grundgesetzes absolut Rechnung getragen wird. Dieses Modell – in die Praxis umgesetzt – bedeutet die Einführung eines wirklich demokratischen Wirtschafts- und Gesellschaftssystem, im Gegensatz zu der Pseudodemokratie, die aktuell durch unsere etablierten Parteien vertreten wird.
      Es gibt schon eine neue Partei, die dieses Modell als wichtigsten Punkt in ihrem Parteiprogramm hat. Sie müsste allerdings viel mehr Mitglieder und Sympathisanten haben als es derzeit der Fall ist, um dieses Modell politisch durchsetzen zu können.

      • Hartmut

        @Emm Es

        Danke für den Hinweis auf das „Bandbreitenmodell (BBM)“. Nach einem ersten Überblick halte ich es für angebracht, hier mal tiefer einzusteigen.
        Ein echt guter Tip.

  4. Michael Morawietz

    Ich kann mir in keiner Weise vorstellen, welche Leistung eines einzelnen Menschen einem realen Gegenwert in Form eines Jahreslohns allein von 5.5Mio EUR entsprechen könnte. Es ist für mich allerdings überhaupt keine Frage, woher die Kohle kommt.

  5. King Nothing

    Deutschland geht es gut.

    • K.S.

      Wenn Du noch sagst, wer oder was Deutschland ist ? Damit ich sehen kann, wem es in Deutschland gut geht.

      • King Nothing

        Das mußt du unsere Kanzlerin fragen. Die behauptet das immer wieder, wenn sie sich öffentlich zur Lage unserer Nation äußert.

        Ich weiß nicht, ob sie es wirklich glaubt. Oder ihr bewußt ist, daß sie damit höchstens noch einen sehr kleinen Teil der Bevökerung meint, auf den sich das ja trotz aller Krisen immer größer werdende Vermögen konzentriert. Ich befürchte allerdings, sie weiß das nur allzu gut, weil doof ist die Frau leider nicht.

        Viel schlimmer finde ich aber, daß sie damit ja auch den Menschen, denen es eben nicht gut geht, den Eindruck vermittelt, daß sie daran irgendwie auch noch selbst die Schuld tragen müssen. Weil an den Zuständen im Land kann es ja nicht liegen, denn dem geht es ja laut unserer Kanzlerin und ihrem Gefolge gut. So als könnte es jeder zu etwas bringen, wenn er denn nur wollte. Sie stempelt damit alle, denen das nicht gelingt, im Grunde zu Faulenzern ab, die sich nur nicht genügend bemühen. Was dazu führt, daß die wenigen, denen es wirklich noch relativ gut geht, für diese Menschen auch gar kein Mitgefühl emfinden. Was man z.B. an dem Umgang (auch unterstützt durch die Medien) mit Hartz IV Empfängern ganz gut sehen kann.

        Und angesichts dieser erschreckenden Zahlen hier war das Zitat daher natürlich meinerseits auch ironisch gemeint.

  6. Besucher

    Das mit der Einführung des Mindestlohnes: Nichts wird außergewöhnliches passieren solange die Schmerzen in der Bevölkerung nicht groß genug sind. Epochale Veränderungen, wie Merkel neulich verkündete, brauchen eben Zeit. Meine Tochter hat inzwischen Arbeit, alle anderen, wie im nachfolgenden Link , sind noch immer ohne Arbeit oder in Rente. Deutschland geht es gut!
    http://www.deutschland-debatte.de/2008/05/08/warum-ich-die-linke-waehle/

    • K.S.

      Lieber Besucher.

      Merkel ist nicht dafür da, sog. epochale Veränderungen einzuführen, die ihr von dem Bertelsmann Think Tank und anderen so wie der Atlantikbrücke vorgegeben sind, sondern als gewählte Politikerin für ALLE Menschen im Land das Beste zu tun und nicht nur für 10 %.

      Auch wenn Ihre Tochter eine Arbeit hat, können Sie nicht wissen, wie lange sie diese haben wird und wieweit sie sich so verbiegen muss, um sie behalten und am Ende krank wird.
      Außerdem ist es egoistisch zu sagen, Hauptsache mir geht es gut und der Rest der Welt ist mir egal.

      Außerdem ist die Unterstellung schon reichlich stark, einfach zu behaupten, dass die anderen, die hier schreiben, arbeitslos oder in Rente seien. Selbst wenn es so wäre, woher wollen Sie wissen, dass es diesen Menschen gut geht???

      Merkels epochale Veränderungen ist ein Großdeutschland in den Vereinigten Staaten von Europa unter der Federführung von Großdeutschland.
      Das bedeutet Verarmung für ganz Europa, Kriege durch ganz Europa in anderen Ländern und innerhalb Europas bei inneren Widerständen.

      Wenn Merkel epochale Veränderungen will, hat sie die Bevölkerung zu fragen, bzw. muss so was in der Bevölkerung diskutiert werden. Aber so wie Merkel redet, reden Diktatoren!

      Außerdem hat sie NIE gesagt, wie ihre epochalen Veränderungen aussehen sollen. Sie benutzt, wie alle Agitatoren eine Geheimsprache bestehend aus Worthülsen.
      Die Taten lassen aber sehen, was sie meinte, wie oben beschrieben.

      • K.S.

        Sorry, lieber Besucher. Sie meinten Ihren eingeführten Link und nicht die nach Ihnen schreibenden anderen Kommentatoren. Insofern nehme ich den 3.Absatz komplett zurück und wünsche Ihnen alles Gute.

  7. K.S.

    Bei 8 Millionen Geringverdiener ist jeder zuviel.

    Interessant die Aufschlüsselungen durch Zahlen für Zahlenfreaks, was nicht meine besondere Stärke und auch Freude ist.
    Aber immerhin habe ich herausgefunden, dass diese unsäglich unendliche Geschichte in 1997 unter der Kohl/Kinkel, schwarz-gelben Regierung begann und die „blühenden Landschaften“ sich als Kohl’sche Fata Morgana entlarvt hatten, denn Wirtschaftleute aus dem Westen machten sich eiligst an die Arbeit und beinten das Land Ost – wie Diebe in der Nacht – aus.

    Armut und Hoffnungslosigkeit, Entsolidarisierung, Vernichtung der Identität waren die schwerwiegenden Folgen.
    Darum auch dort nur eine Erhöhung der Geringverdiener um 3%.

    Nun hatte sich die Wirtschaft so herrlich an die Niedriglöhne, die Billigarbeitskraft aus dem Osten gewöhnt und schwubbs – mit neoliberaler Propaganda begleitet, fielen die Löhne im Westen und der Niedriglohnsektor war geboren. Eine Zunahme von 68 % im Westen und jetzt – in Gesamtdeutschland – kein Ende in Sicht.
    Statt eine Anpassung nach oben, eine Anpassung nach unten.

    Jetzt sehen beide Teile in etwas gleich aus. Keine blühenden Landschaften nirgendwo, keine zufriedenen Menschen, die ein sinnträchtiges und sicheres, zukunftorientiertes Leben führen können. Zunahme von Kriminalität, Aggressivität, Neid, Missgunst, Bespitzelung, Mobbing, Rechtsextremismus, diffuse Ängste vor der Zukunft und dem sozialen Abstieg begleiten seitdem das Leben zu vieler Menschen in Ost und West.

    Politiker, die eine Gesellschaft aus ideologischen Gründen derartig zerstören, wie es ansich nur nach Kriegen vorkommt, gehören – nach meiner Meinung – vor den internationalen Gerichtshof nach Den Haag wegen vielfältiger Verletzung der Menschenrechte.
    Die Wirkungen und Nebenwirkungen dieses Handelns sind zu groß, als dass man zulassen kann, dass diese Verursacher ungeschoren davon kommen.

    Geld haben diese Leute genug auf betrügerische Art und Weise eingeheimst. Nun sollten sie und die unterstützenden Politiker, für diese Schäden auch aufkommen.

    • Zunahme von Kriminalität, Aggressivität, Neid, Missgunst, Bespitzelung, Mobbing, Rechtsextremismus…

      Sie sprechen von England oder Deutschland? Der Unterschied ist nicht klar. Gestern las ich ein altes Buch über einen Mann den Kampf. Oder war es der heutigen Zeitung? Der Unterschied war nicht klar. Ja, auch ich die angst habt.

      • K.S.

        Ich sprach von Deutschland. Ähnliches gilt aber auch für die anderen Länder wie GB, F, Sp. Port. GR. und alle, die sich der neoliberalen Politik unterordnen, was das Verschwinden der Demokratien bedeutet. Denn Neoliberalismus kennt nur eine Freiheit und das ist die des „Marktes“. Die Menschen, die dabei zu kurz kommen, werden aufstehen und sich das nicht gefallen lassen. Darum auch die Einrichtung einer europäischen Einsatztruppe, die auch innerhalb Europas sehr schnell einsatzfähig ist und das auch darf. siehe: http://www.imi-online.de

        Derartig angestrebte gesellschaftliche Lebensverhältnisse schüren und befördern all das, was ich oben beschrieben habe, die Gewalt in ihren vielen Formen.
        Stammt aber nicht von mir. Ich befasse mich derzeit mit diesem Thema und wurde angeregt durch Götz Eisenberg’s Buch: „Amok- Kinder der Kälte – über die Wurzeln von Wut und Hass“.

        „Amok – Kinder der Kälte über die Wurzeln von Wut und Hass“

  8. Markus Hahn

    Es stimmt mich immer wieder traurig und wütend. Die Wut richtet sich aber nicht gegen solche Personen, die das gängige System verstehen und in der Lage sind, die Vorteile dieses auszunützen, das unterstelle ich (fast) jeder Person, nein viel mehr richtet sich meine Wut gegen das abgestumpfte, dogmatisch schlafende Volk. Es wird zwar an jeder Ecke gejammert, aber mehr als beim „Auskotzen“ am Stammtisch mit den richtigen Kollegen kommt es nicht. Es gibt keine Veränderung, es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Aber dabei tun wir uns so unendlich schwer.
    Wenn ich so durch die Gassen gehe, im Bus sitze und nach Hause fahre, mit Freunden und Kollegen spreche, frage mich immer wieder, ob ich bei den vielen sinnlosen Gesprächen eigentlich träume oder wache. Schminke, Handy, Schmuck, FastFood, und und und. Das steht im Mittelpunkt unseres Interesse. Nur am Rand denken wir mal nach. Wie geht es mir eigentlich, wie geht es meinem Nachbarn, wie die Menschen auf der Straße, gar in einem anderem Land? Immer wenn etwas besonders billig ist, dann hat jemand anderes dafür bezahlt. Oder jetzt auf diesen Artikel übertragen: Nur wenn viele wenig haben, können wenige viel haben.
    Aber das ist mehr als gerechtfertigt. Wer viel arbeitet, wer viel leistet, wer einen großen Teil für die Gesellschaft beiträgt, der darf auch viel Kohle einstecken.
    Wer aber von uns wird aktiv? Ich meine nicht hier im Forum, bei Freunde, Bekannten, Kollegen. Wenn wir wirklich eine Veränderung wollen, wie vielleicht das hier schon angesprochene bedingungslose Grundeinkommen, dann müssen wir aktiv werden. Wir sind aufgerufen unsere Abgeordneten, unsere Politiker, die selbstverliebten Volksvertretern, mit Anrufen, Briefen, Mails zu bombardieren und diese aufzurufen, unsere Forderungen umzusetzen. Wir brauchen nicht nur das bedingungslose Einkommen, wir brauchen auch einen Mindestlohn, einen Höchstlohn. Wir brauchen Kontrollorganen in den Händen des Volkes.
    Was wir brauchen wissen wir besser, als jene, welche angeben uns zu vertreten. Wir müssen uns fragen, wollen wir das alles, ist es gerechtfertigt, ist das moralisch vertretbar und wo bleibe ich?
    Ich rufe Euch alle auf, aktiv zu werden. Jetzt. Hier und für immer.
    In diesem Sinne, lass uns die Welt verändern.
    Grüzze Markus

    • K.S.

      Ich kann Dich verstehen und habe für dieses Problem, wenn andere so rumjammern eine Lösung gefunden.
      Frage sie einfach mal, was oder wen sie wählen. Sie werden Dich erst ganz verblüfft anschauen – dann siehst Du richtig wie der Groschen fällt und dann jammern sie zumindest in Deiner Gegenwart nicht mehr.

    • Dazu würde ich gerne eine kleine Verschwörungstheorie in den Raum stellen:
      Ich bin fest davon überzeugt, dass die globale Verblödung ein klar erklärtes Ziel ist. Um Massen möglichst effektiv zu kontrollieren, muss ich sie zu Schafen mutieren. Schau Dir unsere Medienlandschaft an! Welche Informationen und insbesondere Werte werden dort vermittel?? Und wenn ich erst alle auf Soap-Niveau runtergeprügelt habe, dann kann ich ihnen jeden Scheiss verkaufen. Was gibt es besseres für einen Politiker als Politikverdrossenheit??? Endlich Ruhe.
      Als ’68 geborener bin ich seit bestimmt 20 Jahren verzweifelt ob des gnadenlosen Desinteresses des mündigen Bürgers. Um so mehr seh ich jetzt wieder gespannt in die Zukunft! .. Auch Dank eines Blogs wie diesem.

  9. Michael Morawietz

    @Jacob Jung
    Hallo Jacob,
    kann es sein, dass Du mich gesperrt hast, dann bleibe ich natürlich weg.

    Gruss
    Michael

    • Nee, kein bisschen 😀 Vielleicht bist Du grade mit einer anderen IP online? Dann landen Deine Kommentare nämlich zuerst in so einem Wartebereich, wo ich sie zuerst freischalten muss. LG, JJ

  10. Aussagekräftige Zahlen in der Tat, da kann man nicht viel hinzufügen. (Ausser, dass es höchste Zeit für mich ist, diese Reblog-Funktion auszuprobieren…)
    Ich bin für die Einführung von Mindestlohn und/oder bedingungslosem Grundeinkommen, doch gleichzeitig fürchte ich, dass es nicht reichen wird. In vielen Fällen können Firmen alle Mehrkosten, also auch Lohn, einfach auf Kunden abwälzen und so ihre Gewinne aufrecht erhalten; ein gutes Beispiel hierfür sind Stromanbieter. Die Arbeitenden sind selbst wieder Kunden und wenn Firmen die Löhne durch höhere Preise kompensieren, dann kann sich der Arbeitende von seinem neuen Mindestlohn nicht mehr leisten, als zuvor. Die Alternative wäre, dass Firmen jene Tätigkeiten, bei denen der Lohnkostenanstieg stark ist, auslagern. In diesem Fall würde man – Gesamtgesellschaftlich gesehen – die Armut gewissermassen exportieren, was auch kaum Sinn der Sache sein kann. Solange dieses Wirtschaftssystem darauf basiert, Geschäftstätigkeiten aus Profitgründen – also zur Reichtumskonzentration – aufzunehemen, wird das Gewinnstreben zu dieser Spirale führen, oder täusche ich mich?

    • Please forgive my English:

      The basic adult minimum wage in the UK is about €8.33. This is rapidly being undermined by several factors – firstly we have our own version of the Ein Euro Job, called Workfare – in these cases the workers are paid their ESA allowance (Hartz IV) and additional expenses – in this situation the hourly rate is about €2.38.

      This money is paid by the state – these workers cost the employers €0.

      These workers are, not surprisingly, very popular with businesses.

      Secondly, as a result, people on the real minimum wage are having their hours reduced and their work taken over by these workfare-slaves as we call them.

      There are also several other factors reducing the value of the minimum wage in the UK that I will not here go into.

      Given that there seems to be a single Europe-wide neo-liberal „restructuring“ of the labour market – the chances of a minimum wage for Germany seems to be a wonderful but utterly unattainable dream.

      I have frequently tried to get my colleagues in the UK to look at the situation in Europe as a reliable guide to what is about to happen in the UK, but they are too caught up in the horror of what is unfolding with respect to the restructuring of both our sozialhillve and the health service to raise their eyes to the awful truth dawning on the continent.

      I am old enough to have witnessed the completion of many economic cycles, and I have never seen anything as frightening as this.

      It seems to British eyes, and I choose my words carefully, that we are seeing the formation of a new Reich albeit with a French accent.

      I do not think the people of Europe will tolerate much more of what has happened in Greece.

      Your Minister suggesting the postponing of the Greek elections and the despatch of „volunteer“ German accountants to Athens, and Merkel’s hand-job for Sarkozy and his Rechtsextremismus are actions born of arrogant hubris.

      And if the stupid, ignorant drunken and unfortunately mainly racist, British plebeians every wake-up to what is happening, their screaming for the destruction of Britain’s Muslim population will be joined by cries for the destruction of the EU.

      Our Government has just announced it wishes to create (potentially unredeemable) 100 year, 2% bonds. It’s time for everyone to start screaming.

      The sun is setting on the old „New Europe“.

      • Michael Morawietz

        @Sokrates
        Ich hätte Dir gerne in englischer Sprache geantwortet, aber ich kann in dieser Sprache nicht gut schreiben.

        Wenn ich mir anschaue, dass der Herr Sarkozy sich jetzt unverhüllt stark rechts orientiert und Frau Merkel ihm jede Unterstützung zusagt, egal was er auch macht, dann bekomme ich Angst, dass der Schnauzbart seine Reinkarnation doch bereits wieder hinbekommen haben könnte.

        Deine Erfahrungen, wie Du sie geschildert hast, bestätigen meine Angst.
        Das alte Europa steigt wie Phönix aus der Asche, eine Horrorvorstellung für mich.

        Sollten wirklich eines Tages die Grenzen wieder geschlossen sein, so bin ich überzeugt davon, dass lediglich wir normalen Menschen wieder voneinander isoliert sein werden, diejenigen aber, die das tägliche Leid über uns bringen, nach wie vor ihre Union bilden.

        Ich schliesse mich Dir an, es ist an der Zeit, gemeinsam die Stimme zu erheben.

        Gruss
        Michael

        • K.S.

          Hallo, Michael. Nun mußte ich wirlichlich lachen, wie Du über die Reinkarnation des Schnauzbartes schreibst.

          Er wird es nicht sein, denn selten ist man sofort das, was man in diesem Leben war oder er in seinem war.
          Habe mich mal mit Reinkarnation sehr intensiv befasst und tue es hin wider immer noch.

          Es sind genug andere da, auch ohne Reinkarnation, die sich seiner Denke annehmen. Da gibt es noch genug Kinder und Enkelkinder, die mit diesen abscheulichen Ideen groß wurden/werden, sie gut finden und immer wieder versuchen, diese Ideen poltitisch umzusetzen.

          Wenn Du schreibst „Das alte Europa steigt wie Phönix aus der Asche“ muss es ja nicht unbedingt bedeuten, dass es wieder diktatorisch wird, selbst wenn Merkel und Sarkozy über ihre Denkfabriken das anstreben – weil es derzeit auch eine ganze Menge Demokraten gibt, die das nicht mitmachen werden.

          Für die Machthaber, was die Re-Inkarnation angeht, wird es nicht so gut sein. Ich las mal, dass alle, die Macht in diesem Leben bekommen oder bekommen haben, haben diese nur, damit sie diese in diesem Leben NICHT mehr missbrauchen, weil sie selbiges in einem anderen Leben getan haben. Es geht also um „Wiedergutmachung“ . Tun sie das nicht, war wieder eine Inkarnation für die Katz. Es geht immer ums besser machen, wieder gut machen.

          Ach so. Und es gibt so etwas wie ein Länderkarma. Darum finde ich es für Deutschland so wichtig, sich aus allen gewalttätigen, diskriminierenden, verfolgenden, kriegführenden Geschichten herauszuhalten. Wir haben immerhin zwei!!! Weltkriege angezettelt und sollten doch jetzt endlich gerlernt haben und gute Gründe Nein zu sagen.

    • K.S.

      Du hast es schon gemerkt. Auslagerung, das ist das PPP, macht die Geschichte nur teurer und auch schlechter, weil Gewinnmaximierung das 1. und letzte Gebot ist.

      Vor der Deregulierung hat doch alles ganz gut geklappt. Also müssen wieder Regeln an den Finanzmärkten her und Aktionäre bzw. deren Banken, dürfen nicht mehr alles tun, was sie jetzt tun.
      Und natürlich die Bereiche, die für die Gesellschaft wichtige Aufgaben sind, in der Hand des Staates behalten.

  11. Reblogged this on Siebenundvierzig und kommentierte:
    Jacob Jung Blog berichtet aussagekräftige Zahlen aus Deutschland. Eine erschreckend klare Illustration dessen, was Politiker & Ökonomen meinen, wenn sie von einer gesunden Wirtschaft sprechen.

  12. der Herr Karl

    Mir fiel fast die Gabel aus der Hand, als ich dieses Interview auf Deutschlandfunk hörte:

    “Barenberg: Herr Wieland, heute also die Information darüber, dass ein Viertel der Erwerbstätigen, 25 Prozent also, in Deutschland von Niedriglöhnen leben müssen und für Niedriglöhne arbeiten, und gestern haben wir ja erfahren, dass die Vorstände der DAX-Unternehmen ihre Vergütungen in den letzten beiden Jahren um 33 Prozent gesteigert haben, steigern konnten. Wenn Sie das beides nebeneinanderlegen, wie lautet dann Ihr Urteil?”

    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1703081/

    • K.S.

      Wenn alle Wirtschaftsethiker so herumdrucksen wie dieser Herr Wieland, sich deutlich für Mindeslöhne auszusprechen und es nicht für eine „Sauerrei“ hält, wie sich DAX-Manager benehmen und bedienen, dann „gute Nacht Marie“. Bedenke ich weiter, dass sehr viele Menschen sich so etwas anhören, weiss ich nicht, ob sie nachher klüger waren als vorher.

  13. Ja, da bleibt einem schier die Luft weg, angesichts der „Verdienste“ so mancher Herren dort ganz oben. Ich glaube, ich habe mir in meinem ganzen Leben noch nicht eine einzige Million zusammenverdient. Und nach dieser Logik hätte ich mein ganzes Leben lang mehr oder weniger gefaulenzt. Dieses Pack!
    Und da es „uns“ in Deutschland so gut geht, muss es auch Leute geben, denen es weniger gut geht (denn von nischt kommt nischt), und dabei handelt es sich auch um Millionen, um Millionen Menschen nämlich. Hier wird gebarmt: Hätten wir doch schon unser bedingungsloses Grundeinkommen. Wie blind darf man eigentlich sein, um nicht zu erkennen, dass das eine rechtssozialdemokratsche Masche ist, um alle arbeitenden Menschen zu verblöden, sie handlungsunfähig zu machen, die Profite der Großunternehmen ins Unendliche steigern zu können, eben den so sehnlichst erwünschten „Sozialfrieden“
    installieren zu können? In wessen Interesse wäre also das bedingungslose Grundeinkommen? Nein, der Mindestlohn muss her! Die Herren wissen schon, weshalb sie ihn so vehement ablehnen. Das neue Großdeutschland baut auf der Verelendung der Völker auf, und keinesfalls reicht ihnen Deutschland oder Europa, nein, die ganze Welt soll nach ihrer Pfeife tanzen! Sie strecken schon die Pfoten nach Afrika aus, Ägypten, Tunesien, wo die Völker für ein besseres Leben revoltiert haben – Libyen sowieso, da sind „wir“ schon zu Hause, wären da nicht noch die USA – überall wollen sie die profitträchtige deutsche Niedriglohnpolitik einführen. Und wenn sich Frau von der Leyens Stimme im eigenen euphorischen Jubel über die deutsche Arbeitsmarktpolitik überschlägt, sollten wir wenigstens fragen: Wem nützt es? Wenn wir schon wie die Schafe beim Scheren stillhalten, jeden ausgekochten Schachzug zur Profitsteigerung ohne Murren über uns ergehen lassen und es beinahe peinlich finden, wenn es da irgendwo noch irgendwelche Eigenbrötler gibt, die nicht mitspielen wollen.

  14. Pingback: Hinweise des Tages | NachDenkSeiten – Die kritische Website

  15. So lange in unserem Land die Menschen nicht massenhaft für soziale Verbesserungen auf die Straßen gehen, verdienen sie gar nichts. Weder einen Mindestlohn, noch ein Bedingungsloses Grundeinkommen. Wirkliche Verbesserungen wurden immer erkämpft. Uns geht´s zu gut, wir sind zu feige.
    Es braucht erst eine Art „soziales Fukushima“ wie in Griechenland. Die Zeichen dafür stehen günstig.

    • Du hast Recht, wenn du sagst, dass soziale Verbesserungen immer erkämpft werden müssen. Doch was „So lange in unserem Land die Menschen nicht massenhaft für soziale Verbesserungen auf die Straßen gehen, verdienen sie gar nichts.“ angeht, sollte man vorsichtig sein; wir werden sorgfältig dazu erzogen, nicht auf solche Gedanken zu kommen und mit grossem Aufwand davon abgelenkt, systemische Probleme zu erkennen. Wenn da nicht alle gleich auf den richtigen Gedanken kommt, heisst das -moralisch gesehen – nicht, dass Sie ihr „Schicksal verdient“ haben. Aber wie gesagt: Du hast Recht, wir müssen um jede Verbesserung kämpfen.

  16. Ratking-Agentur

    Das ist ja wirklich mal eine Überraschung – gut, dass sich jemand gefunden hat, der darüber mal so eine Studie macht, denn damit konnte ja wirklich niemand rechnen! Am Ende wollen die uns noch erzählen, dass der wirtschaftliche Aufschwung nur der immer reicher werdenden Oberschicht zugute kommt und die soziale Kluft immer größer wird…..Geringverdiener in Deutschland – wirklich *gähn* schockierend! („Wir wussten ja von nix“)

    Bestimmt wird jetzt die Bundesregierung schnell reagieren und noch in den nächsten Tagen wird die Kanzlerin, tränenerfüllt, vor die Kameras treten, um einen Mindestlohn von 10 Euro pro Stunde zu verkünden.

    Bei der Gelegenheit lässt sie dann auch verlautbaren, dass es eine Schulreform geben wird, eine Gesundheitsreform, eine Rentenreform, Maßnahmen zur Korruptionsbekämpfung und eine Erhöhung des Arbeitslosengeldes um 200 Euro pro Monat – inklusive Nachzahlung für die letzten drei Jahre. Außerdem erklärt sie, wie man mit dem Atommüll in der Asse das Ozonloch schließen kann, und dass sie mit den Steuergeldern lieber Kommunen beim Erhalt ihrer Bibliotheken, Schwimmbäder und Kinderbetreuung unterstützt, statt es der Energiewirtschaft und den Banken in den Rachen zu schmeißen.

    „Es hat ein bisschen gedauert, zugegeben, aber jetzt hab ich es verstanden, was das Volk wirklich will“, wird sie sagen und zusammen mit Cameron, Sarkozy und Monti wird sie eine neue Gesellschaft aufbauen, in der alle gleich sind und in der glückliche Kühe die Melodien von Debussy summen, während die Bundeswehr nur noch dazu dient Blumen und Bäume zu pflegen und wenn in Zukunft ein Politiker den Satz sagt: „Man muss die Leute mitnehmen“, dann nicht weil er den „Urnenpöbel“ von seinen fragwürdigen Konzepten überzeugen will, sondern nur, weil er seinen Chauffeur anweist, am Straßenrand stehende Anhalter eine Mitfahrgelegenheit zu geben. Wie schön wird das sein – und dann hat sich auch die Maya-Prophezeiung von einem neuen Weltzeitalter mit 1000 Jahren Frieden endlich erfüllt

    Also wirklich: WAS für eine Überraschung! Danke, liebe Forscher, ohne Euch wäre das nicht möglich gewesen!

    • Spätestens bei „Man muss die Leute mitnehmen“ konnte ich mich nicht mehr halten vor lachen…
      Ich denke sie würde sagen: „Wir haben entschieden, dass es für die Bürger dieses Landes das beste wäre, wenn sie für ihre Arbeit bezahlt würden.“

  17. Wie immer sehr interessant, Jacob!

    Grüße,

    EF (http://pakhtunkhwa911.wordpress.com/)

  18. Pingback: Studie: #Acht #Millionen# Geringverdiener #in #Deutschland [und davon im #SilliconSaxony #Dresden?] | aufwachenundmitmachen

  19. Viele der Geringverdiener sind finanziell auf die Unterstützung des Jobcenters angewiesen und ihnen geht’s nicht besser als die Hartz IV- Empfänger. Ein Mindestlohn würde nicht nur den Geringverdienern zugutekommen, sondern auch den Staat enlasten.

  20. jokerbomber

    Dem kann ich nur zustimmen. Es wird mir einfach nie verständlich werden, wie eine Volkswirtschaft aufrechterhalten werden kann, wenn man einer immer größeren Menge der Mitgliedern einen stetig wachsenden Anteil des Lohnes wegnimmt und diesen Anteil (zum Teil) in den Händen einiger weniger summiert. Dagegen spricht doch jeder Logik, jeder Menschenverstand. Im Sinne einer Milchmädchenrechnung geht das Prinzip schon nicht auf, wie soll das dann im einem nationalen oder wie wir ja heute denken müssen, einen globalen Rahmen funktionieren?
    Angenommen in meiner kleinen Volkswirtschaft leben 1 Mio Menschen. Jeder bekommt einen gerechten Lohn, zumindest ein gewissen Grundeinkommen. Dann sind 1 Mio Leute in der Lage, sich eine, sagen wir mal einfach, ein Waschmaschine zu kaufen. Ich kann also maximal eine Waschmaschine an 1 Mio Personen verkaufen, mehr als eine braucht man in meiner Gesellschaft nicht :-). Rechnet man weiter, reduziert man nun das Einkommen der Hälfte, also mindesten 500.000 Personen so massiv, das sich diese keine Waschmaschine leisten mehr kann, kann ich auch nur maximal 500.000 Waschmaschinen verkaufen. Und nebenbei muss ich noch 1/4 des Volkes, also 250.000 Personen finanziell unterstützen, weil ca. 10.000 Mitglieder soviel besitzen, dass sich der zu unterstützende Teil noch nicht mal das Waschcenter leisten kann.
    Guter Artikel zum bedingungslosem Einkommen vom DM-Gründer bei Spiegel Online: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,386396,00.html
    Und ja, meine Waschmaschine hat gerade den Geist aufgegeben 😦
    Grüzze
    Markus

  21. Roman

    Midestlohn: gut; bedingungsloses Grundeinkommen: besser und vor allem würdiger…

    Jedoch leider wird vor allem letzteres nie kommen und ersteres nur halbherzig. Denn dann würde unser System auseinanderbröckeln. Die, die nen Job haben und womöglich nen gut bezahlten werden alles tun, diesen zu behalten; -> Produktivität steigt. Die, die nen Job haben, aber schlecht bezahlt werden, arbeiten sich die Seele aus dem Leib um hoffentlich mal einen besseren zu bekommen bzw. eine Festanstellung zu erhalten und um überhaupt um die Runden zu kommen. Und die, die Hartz 4 sind, sind das abschreckende Bsp. für die o.g., damit man keinesfalls so wird wie „DIE DA“. Damit ist doch alles perfekt und wir werden zum Billiglohnland, genau das, was Schröder und Co wollten….. gute Nacht, Deutschland. Du bist Deutschland. Erinnert ihr euch an diesen herrlichen zweideutigen Werbeslogan? Wird immer zynischer der Satz….

    • K.S.

      diesen unschönen Satz hat die Bertelsmann-Stiftung bzw. deren Think-Tank erfunden um die Menschen auf eine nationalistische Schiene zu bringen. Ist ja auch gut gelungen, bis jetzt.

  22. Es bleibt abzuwarten wie die Politik auf diese Studie reagieren wird. Jetzt haben sie ja etwas Geschriebenes, dass auch noch von einem angesehenen Institut stammt: Abstreiten ist jetzt keine Option mehr.

    Allerdings würde es mich nicht wundern wenn man jetzt behaupten würde, dass diese Studie Fehler aufweist, nicht aussagekräftig sein soll und so weiter. Heutzutage sind die Politiker um keine Ausrede zu verlegen …

  23. Floh

    Hier sind aussagefähige Punkte , die uns alle ,
    einen müßte . ??????
    Die Linkspartei , hat für mich die besten Antworten.
    Angriff auf das Streikrecht zurückweisen – Politischen Streik in der Bundesrepublik durchsetzen!

    Durch den Beschluss des Arbeitsgerichtes Nürnberg, der den Streik in der ersten Verhandlung verboten hat, sieht die AG betrieb & gewerkschaft der Partei DIE LINKE das Streikrecht in Gefahr. Der SprecherInnenrat der AG erklärt daher:
    http://www.die-linke.de/index.php?id=1024
    http://www.die-linke.de/service/suche/?gms_words=Streikrecht+unterschriften&gms_website=dielinke&gms_order=score&gms_rubrik=&Abschicken.x=0&Abschicken.y=0

  24. flurdab

    Es sind erschreckende Zahlen und eigentlich müsste jetzt irgendeine Reaktion folgen, egal von wem.
    Aber es bleibt ruhig!
    Keine Demonstrationen, keine Stellungnahme der Politik, nüscht. Obwohl die Ministerin mit den 27 Medienberatern vor einigen Tagen irgend etwas verlauten ließ.
    Was wir auch nicht vergessen sollten ist die Gleichung heute Niedriglohn morgen Altersarmut.
    Die Hoffnung einiger Kommentatoren auf die Einsicht der Parteien kann ich nicht teilen. Die Einheitspartei Deutschlands vertritt nicht unsere Interessen. Wenn man Naomi Klein’s Schocktherapie folgt sind zwischen 25- 65 % der Bevölkerung für den Neolib- Kapitalismus überflüssig.
    Wenn wir diesen Zustände nicht länger ertragen wollen, müssen wir uns unsere Demokratie wieder zurück holen. Dann müssen wir uns auch von der Vorstellung verabschieden jemanden mit unserer Interessenvertretung zu beauftragen. Dann kann und darf es keine „Berufspolitiker“ mehr geben, die Parteien und ihre Vertreter müssen juristisch überprüft und gegebenen Falls verurteilt werden.
    Wir erleben Feudalismus, und die Politiker gerieren sich zum neuen Adel. Wer es nicht glaubt sollte mal googeln wer den der Vater von oben genannten Ministerin war.

    • Floh

      “ Dann müssen wir uns auch von der Vorstellung verabschieden jemanden mit unserer Interessenvertretung zu beauftragen.“

      Beauftragen müssen wir uns schon selber .
      Aber jede Aktion jeder Kampf auch der um Lohn und Grechtigkeit braucht , Entschuldigung
      „Führer oder besser , Organisatoren “ !
      Frage:
      Wer soll denn unsere Interessen vertreten?
      Und wann ?
      Auf was warten wir ?

      • flurdab

        Hallo Floh,
        das was ich meinte sind „Profis“ die über Jahrzehnte ihren eigenen Vorteil kultivieren. Es bedarf „Organisatoren“ die für eine begrenzte Zeit ihr Amt ausüben und danach für zumindest längere Zeit aus der Politik ausscheiden.
        Wie sehr unsere Demokratie unter den „Einheitsparteien“ bereits gelitten hat, machen Aussagen wie „kein lebenslanges Recht auf Demokratie und Wohlstand“ (Merkel), „Wer gewählt wird hat nichts zu bestimmen, und wer Bestimmt wird nicht gewählt“ (Seehofer), „marktgerechte Demokratie“ (Merkel), hinreichend klar.
        Ich denke das wir eine neue APO in das Leben rufen müssen.
        So schnell wie möglich.
        Wie sollten das warten aufgeben!
        Niemand wir kommen wenn wir nicht los gehen.
        Wie kann man die Hartz- Bezieher erreichen und motivieren?
        Man könnte Deutschland lahmlegen, das Kapital da treffen wo es weh tut.
        Die Occupy- Bewegung in Deutschland ist zu harmlos, Demonstrationen nur Samstags, was soll das?
        Was wäre wenn mit friedlichen Demonstrationen Flughäfen, Bahnhöfe und Autobahnen still gesetzt werden.
        Wer wollte, wer könnte derartige Proteste noch tot schweigen?
        Wie müssen in die Öffentlichkeit, in das was noch von der Öffentlichkeit über ist.
        Aber das fragen allein nützt nichts, es führt einem nur die „eingebleute“ Ohnmacht vor das Auge.
        Also versuchen wir gemeinsam Antworten zu finden!
        Jetzt Du

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