14.11.2011 – „Döner-Morde“, „Halbmond-Mafia“, Soko „Bosporus“: Mit solchen Schlagworten laborierten Ermittler und Medien in Bezug auf die bundesweiten Morde an insgesamt neun Männern mit Migrationshintergrund.
Die gewählten Begriffe bringen überdeutlich zum Ausdruck, was man offiziell hinter den Tötungsdelikten vermutet: In Deutschland lebende „Ausländer“ bringen sich gegenseitig um. Verstrickungen in Waffen- oder Drogenhandel, Spiel- und Wettschulden oder private Auseinandersetzungen gelten als wahrscheinliche Motive und geben die Ermittlungsrichtung vor.
Wenn in Berlin einige Autos brennen, dann sehen Behörden und Politiker hierin Anzeichen für einen neuen Linksterrorismus in Deutschland. Werden dagegen neun Menschen mit Migrationshintergrund innerhalb von sechs Jahren im ganzen Bundesgebiet mit derselben Waffe hingerichtet, dann kommt kein Ermittler und kein Staatsanwalt auf den Gedanken, es könne sich hierbei um rechtsextremistische Verbrechen handeln.
Die Plattform: Initiative „mach-mit-partei.de“. Die Vorbilder: Konrad Adenauer, Franz-Josef Strauß und Helmut Kohl. Das Ziel: Das „überlegene Konservative“ soll wieder im Zentrum der Betrachtung stehen. Die Gegner: Angela Merkel, Ronald Pofalla und Hermann Gröhe. Das Credo: Die Union braucht keine neuen Wähler sondern eine neue Führung.
Die deutschen Schreiber haben es schon immer gewusst oder doch zumindest geahnt. Lafontaine wird zu Wagenknechts Mentor erklärt. Ihr angeblicher Weg vom „radikalen Flügel“ in die politische Mitte der Partei sei seinem Einfluss geschuldet.
Bereits im Teaser des Beitrags heißt es, viele Griechen seien erleichtert und trauten Papademos zu, Griechenland aus der Krise zu führen. Die ZEIT erweckt hier den Eindruck, als habe sie eine repräsentative Gruppe der griechischen Bevölkerung über ihre Einschätzung befragt.

