01.07.2011 – Nach einem Bericht aus der heutigen Ausgabe der New York Times steht die Anklage gegen Dominique Strauss-Kahn wegen Vergewaltigung möglicherweise kurz vor dem Scheitern. Auf Seiten von Ermittlern und Staatsanwälten bestehen demnach erhebliche Zweifel an der Glaubwürdigkeit des mutmaßlichen Opfers. Die 32-jährige Hotelangestellte hatte angegeben, der damalige IWF Chef habe Sie in seiner Hotel-Suite überfallen und zum Oralsex gezwungen. Nach Aussage von Strauss-Kahn kam es dagegen zu einvernehmlichem Sex.
Sollte die Anklage aufgrund der neuen Erkenntnisse fallengelassen werden, so könnte Strauss-Kahn doch noch als Kandidat für die französischen Präsidentschaftswahlen im kommenden Jahr antreten. Bis zu seiner Festnahme am 14. Mai 2011 sollte er als Kandidat für das französische Linksbündnis antreten.
Dominique Strauss-Kahn trat am 18. Mai 2011 vor dem Hintergrund der erhobenen Anklage von seinem Amt als Chef des IWF zurück. Als Nachfolgerin des Sozialisten war am 28.Juni 2011 die konservative französische Wirtschafts- und Finanzministerin Christine Lagarde zur Chefin des Internationalen Währungsfonds gewählt worden.
Nachtrag 17:30 Uhr: Dominique Strauss-Kahn ist frei...
30.06.2011 – Der Bundestag hat heute zum zweiten Mal seit 2000 den deutschen Atomausstieg beschlossen. Mit den Abgeordneten von Union, FDP, SPD und Grünen setzte sich eine breite Mehrheit von 513 Stimmen gegen 79 Ablehnungen durch. Dem eindeutigen Ergebnis ging eine heftige Debatte voran. Diese wurde von den Vertretern der Parteien vor allem genutzt, um sich den Ausstieg jeweils auf die eigenen Fahnen zu schreiben. 

27.06.2011 – Heute haben alle Bundestagsabgeordneten ein Briefchen erhalten. Absender ist die Stiftung Familienunternehmen. Auf zwei Textseiten und einem Anhang mit insgesamt 100 Unterzeichnern aus den Reihen der deutschen Industrie legt die Stiftung den Abgeordneten unter dem Titel „Berliner Erklärung“ ihren Lösungsvorschlag zur Griechenland-Krise dar und fordert das Parlament zur umgehenden Umsetzung auf.
26.06.2011 – Über Pfingsten hatte die Kanzlerin Zeit zum Nachdenken. Im Ergebnis hat sie allerdings nicht den Heiligen Geist entsendet sondern die Voraussetzungen für einen höchst öffentlichen Deal mit der FDP geschaffen. Denen bietet Angela Merkel einen nachträglichen Ausweg aus ihren gebrochenen Wahlversprechen an. Steuersenkungen soll es geben und zwar noch vor den Bundestagswahlen 2013.

