18.10.2011 – Der folgende Text spiegelt eine Einzelmeinung wider – soll als solche aber in den gemeinschaftlichen Diskurs eingebracht werden. Wie immer wird die darauf folgende Debatte Zustimmung, aber auch Ablehnung ausdrücken. Wie immer ist genau dieser argumentative Konflikt als Weg das Ziel.Nun waren wir also auf den Straßen und Plätzen. Weltweit, Millionen von uns und haben das gezeigt, was wir schon länger wissen: Überall auf der Welt sind die Menschen nicht mehr einverstanden mit dem bestehenden System, sprich mit den vorherrschenden Machtverhältnissen, aber auch mit der Art und Weise wie Entscheidungen getroffen werden und nach welchen Prioritäten dies von Statten geht.
Allein in Deutschland waren wir rund 40.000, die Präsenz auf den Straßen und Plätzen gezeigt haben. Hinter jedem von uns steht eine uns selbst unbekannte Zahl von Sympathisanten, die ebenfalls „wir“ sind. Wir haben all Jene Lügen gestraft, die noch vor Kurzem als scheinbar unverrückbare Wahrheit verkündet haben: „In Deutschland geht sowieso Niemand auf die Straße“.
Statt Einsicht sehen wir von Seiten genau dieser Akteure nun aber ein gezieltes Umdeuten der Proteste, teils ein Diffamieren, und sogar Vereinnahmungsversuche. Manch Einer meint auch zu wissen: „Das ist ein Strohfeuer, das ebbt schon wieder ab. Die Banken werden „gerettet“ und dann ist wieder Ruhe.“ Doch sei hier gesagt: Es geht um weit mehr!
17.10.2011 – Seit dem vergangenen Wochenende haben zahlreiche Politiker versucht, die Protestbewegung 15. Oktober für sich zu vereinnahmen. Den vorläufigen Höhepunkt erreichte dieses „Occupy the Occupy“ heute mit dem Versuch der Kanzlerin, sich mit der Bewegung zu solidarisieren.
17.10.2011 – Der Bundesinnenminister und seine Amtskollegen auf Länderebene stehen wegen des umstrittenen Einsatzes des sogenannten Bundestrojaners unter Beschuss. Die durch den Chaos Computer Club (CCC) entdeckte Software enthält nach deren Analyse unzulässige Funktionen und eklatante Sicherheitslücken.
14.10.2011 – War es Glück im Unglück oder haben die Parteifreunde des Lügenbarons nachgeholfen? In jedem Fall geht der ehemalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg ohne Vorstrafe aus der Plagiatsaffäre um seine „Doktorarbeit“.

