Alltagsrassismus: Kalender der Deutschen Polizeigewerkschaft

29.2.2012 – In Polizeikreisen und Politik sorgt derzeit ein offizieller Kalender des bayerischen Landesverbandes der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) für Diskussionen. Der Kalender, der in einer Auflage von 3.000 Exemplaren an Mitglieder der Gewerkschaft verteilt wurde, zeigt Karikaturen mit teilweise rassistischem Inhalt.

Während der Münchner Polizeipräsident mittlerweile angeordnet hat, den Kalender nicht mehr aufzuhängen und der Polizeiexperte von Amnesty International von „Rassismus“ und „Alltagsdiskriminierung“ spricht, verteidigt die Deutsche Polizeigewerkschaft ihr Druckerzeugnis und pocht auf die Freiheit der Kunst.

„Jetzt spring endlich, Du Idiot“

Seit bereits sechs Jahren bringt der bayerische Landesverband der Deutschen Polizeigewerkschaft regelmäßig einen Kalender heraus. Die insgesamt 3.000 Exemplare werden überwiegend an die bayerischen Mitglieder der Gewerkschaft verteilt. Einige Kalender gehen zudem an befreundete Landesverbände. Auf den einzelnen Monatsblättern des Wandkalenders werden Karikaturen der Polizeihaupt­meisterin Melanie Staab aus Aschaffenburg gezeigt. Die 33-Jährige beschäftigt sich mit Szenen aus dem Polizeialltag und stellt diese auf pointierte Weise dar.

Besonders strittig ist die Illustration auf dem März-Blatt des Kalenders. Hier ist ein schwarzer Mensch mit überzeichneten körperlichen Merkmalen im Polizeigriff zu sehen, der sich mit den Worten „… was heiß’ hie’ Ve’dunklungsgefah’….?!“ zur Wehr setzt. Die Beamtin hinter dem Polizeitresen wirft dem Mann einen abschätzigen Blick zu. Die Zeichnung stellt den Mann als aggressiv und lächerlich dar. Der Text belustigt sich über seine kolportierten Sprachkenntnisse.

Das Januar-Blatt des Kalenders zeigt die „Heiligen Drei Könige“. Hier ist es wiederum ein schwarzer Mensch, der hinter zwei Polizisten kniet und Kamel-Exkremente aufheben muss. Hierzu der Text: „… die Grünanlagenverordnung gilt auch für Weise aus dem Morgenland“. Die August-Karikatur zeigt einen Polizisten, der sich mit den Worten „Jetzt spring‘ endlich, du Idiot, ich hab noch anderes zu tun heut!“ von einem Selbstmörder abwendet, der im Begriff ist, sich von einem Hochhaus zu stürzen. Ein anderes Blatt zeigt junge, sich prügelnde Männer, offensichtlich mit ausländischen Wurzeln. Einer von ihnen sagt angesichts eines „Polizei-Transformers“ in der Szenerie: „Boah… krass… 3ern BMW…!

Kritik und Rechtfertigung

Der Polizeiexperte von Amnesty International, Alexander Bosch, kritisiert, dass es der Deutschen Polizeigewerkschaft in Bayern offensichtlich an Sensibilität fehle, wenn es um Rassismus und Alltagsdiskriminierung gehe:

„Auf diese Weise wird sich der Vorwurf, die deutsche Polizei sei auf dem rechten Auge blind, niemals ausräumen lassen.“

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy spricht sich dafür aus, dass die Polizeigewerkschaft den Kalender selber aus dem Verkehr ziehen und sich dafür entschuldigen soll.

Hermann Benker, Chef des bayerischen Landesverbandes der Deutschen Polizeigewerkschaft, fühlt sich zu Unrecht kritisiert und pocht auf die „Kunstfreiheit“. Der Kalender sei nicht rassistisch und auch nicht diskriminierend und in den vergangenen sechs Jahren habe es noch nie Beschwerden hierüber gegeben:

Da steckt nichts dahinter. Es handelt sich lediglich im Polizistenjargon“.

Die Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion in Bayern, Susanna Tausendfreund, setzt dem entgegen, dass, wenn es sich tatsächlich um „Polizistenjargon“ handle, Polizeiführung und Gewerkschaften hinterfragen müssten, wie stark „ein gewisser Alltagsrassismus“ in der Polizei verbreitet sei.

Während der Münchner Polizeipräsident, Dr. Wilhelm Schmidbauer, seine Dienststellen inzwischen angewiesen hat, den Kalender nicht mehr aufzuhängen, da solche Karikaturen einen Geist widerspiegelten, der mit dem Selbstverständnis der Münchner Polizei nicht zu vereinbaren sei, zeigt sich der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, widerspenstig und bezeichnet den Vorwurf des Alltagsrassismus als „völlig absurd“:

„Das ist ein Kalender, der in humoristischer Weise den Sprachgebrauch und Alltag von Polizistinnen und Polizisten karikiert.“

Bagatelle oder Alltagsrassismus?

Keine Frage: Vor allem die Angehörigen von Berufen, die mit einer größeren Belastung einhergehen, benötigen bestimmte „Ventile“, um Druck abzubauen, sich untereinander zu solidarisieren und ihr psychisches Gleichgewicht aufrechtzuerhalten. Glauben sich Ärzte unter sich und belauscht man deren interne Gespräche im Ärztezimmer, am OP-Tisch oder auf Kongressen, dann kann man durchaus Zweifel an der Ernsthaftigkeit des hippokratischen Eides hegen.

Gleiches gilt für Lehrer, die, wenn sie unter sich sind, über ihre Schüler lästern, für Verkäufer, die sich hinter deren Rücken über ihre Kunden lustig machen oder Call-Center Mitarbeiter, die ihren Unmut über „dumme Anrufer“ mit gehässigen Scherzen bewältigen. Grundsätzlich ist es also sowohl nachvollziehbar als auch normal, wenn Menschen beruflichen Stress abbauen wollen und sich daher untereinander deftiger äußern, als es sich Kunden, Klienten oder Anvertraute wünschen würden.

Die Karikaturen des Kalenders der Deutschen Polizeigewerkschaft gehen in ihrem Inhalt und in ihrer Wirkung allerdings weit über die gewöhnlichen Maßnahmen zum „Stressabbau“ hinaus.

Sie bedienen fremdenfeindliche und diskriminierende Klischees und bestärken Polizeibeamte eher in ihren Vorurteilen, als dass sie dazu taugen, beruflichen Stress zu bewältigen. Bei dem Kalender handelt es sich auch nicht um einen Bestandteil der internen Kommunikation, sondern um ein Erzeugnis, das dazu gedacht ist, aufgehangen und damit öffentlich ausgestellt zu werden.

Man stelle sich vor, wie es einem Menschen zumute ist, der sich, ob freiwillig oder erzwungen, in einer Polizeidienststelle aufhält und dort eine Karikatur erblicken muss, die ihn selber auf rassistische Weise diffamiert. Wie soll er sich den Beamten vertrauensvoll zuwenden, wenn er den Eindruck gewinnen muss, dort massiven Vorurteilen ausgesetzt und der Lächerlichkeit preisgegeben zu sein.

Die Entscheidung den Münchner Polizeipräsidenten, dass Aufhängen des Kalenders in seinen Dienststellen zu verbieten, ist die einzig angemessene Reaktion. Die Deutsche Polizeigewerkschaft täte gut daran, sich seiner Haltung anzuschließen.

Mag sich jeder Polizist, dem die Karikaturen gefallen, in seinen eigenen vier Wänden ihrer Betrachtung hingeben. In einer Polizeidienststelle hat dieser Kalender nichts zu suchen.

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140 Kommentare

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140 Antworten zu “Alltagsrassismus: Kalender der Deutschen Polizeigewerkschaft

  1. Karl Eduard

    Ja. Wer Kalender macht, der bringt auch Leute um.

    Jeder Beleidigte ist hiermit aufgefordert, so er in dieses Land gekommen ist, mit der Absicht sich auch in deutschen Beamtenhumor zu integrieren, und das nun verweigert, sich dahin zu begeben, wo er hergekommen ist. Und ganz ohne Frage, ohne Schwarze, mit denen sich die Polizei herumschlagen muß, würde es auch solch rassistisch diskriminierende Kalender nicht geben. Sagen wir mal so, zuerst war da der uneingeladene schwarze Kriminelle und dann die Karikatur. Als das Land überwiegend von Weißhäutigen bewohnt wurde, wurden die kriminellen weißen Ganoven von Karikaturisten und Kalendern diskriminiert. Damals gab es aber keine Empörungsindustrie, die gerufen hat, Ihr diskriminiert die weißen Ganoven! Sind die denn mit ihrer Bödheit nicht genug geschlagen?

    Erst seit diese eingewanderten Betroffenen unsere Innenstädte und die Polizeireviere bereichern, gibt es diese Berufsempörten. Uhhh! Rassismus! Entwürdigend!

    Wie sich die Polizei dabei fühlt, sich mit Leuten auseinandersetzen zu müssen, die in jedem Dritteweltland längst hinter Gittern verfaulen würden, fragt man natürlich nicht.

    • Bernie

      Beispiel gefällig?:
      Das die Morde der Shoa auch schon mit antisemitischen Bildern anfingen, und antisemitische Filme, ebenso wie „Judenwitze“ die Begleitmusik zum Holocaust lieferten, muss ich dir wohl extra erklären? Hälst du den Kalender immer noch für harmlos? Übrigens auch die angeblich „sowjetischen Untermenschen“ wurden von der NS-Presse („Dem Stürmer) immer wieder zur Untermauerung der Versklavung von Millionen Menschen in der Ex-UDSSR immer wieder verzerrt karikiert – Alles schon vergessen, lieber „Karl Eduard“ – oder wie auch immer du dich sonst im Netz nennst?

      Gruß
      Bernie

      • Karl Eduard

        Es muß Leuten argumentatorisch wirklich dreckig gehen, wenn sie den Holocaust heranziehen. Wenn jemand in ein Land kommt, sich dort niederlassen will oder niederläßt und er hat Probleme mit der Art Humor, der in diesem Land herrscht, der soll gefälligst dahin fahren, wo der Humor besser ist. Ist Dir gar nichts mehr peinlich? Hast Du keine Scham? Wenn Du so kulturrelativistisch daherschreibst? Wieso müssen wir uns auf Humorvorstellungen von schwarzen Kriminellen umstellen? Gibt es dafür einen nachvollziehbaren Grund, außer, daß man sich gerne selbst demütigt? Und, mein lieber, Du solltest die Shoa nicht zu oft bemühen, am Ende glauben die Leute noch, die Bestand in der Abbildung in Kalendern.

        • Bernie

          @Karl Eduard

          Tja, anscheinend habe ich bei dir wirklich „argumentatorisch“ ins Schwarze getroffen? Wieso fühlst du dich den angegriffen? Ich erwähne ja nicht nur den Holocaust sondern alle Nazi-Verbrechen, die allesamt – siehe Victor Klemperers „LTI“ – mit Karikaturen, Kalendersprüchen und Witzen anfingen.

          Ich weiß, dass so was bei Ewiggestrigen, die ich als alter „Netzhase“ mal die „NS-Trolle“ nennen will, immer wieder ein Reizthema ist – Ist mir, schon seit den ersten Tagen des Internets ein Begriff, dass dieselben Menschlein immer wieder rumtrollen, und Antirassisten Rassismus unterstellen wollen.

          Einfach lachhaft.

          Amüsierte Grüße
          ein alter Netzhase namens Bernie (mit reichlich Provo-Troll-Erfahrung)

        • Bernie

          Ergänzung:

          Karl Eduard hat noch das „mit lieben Grüßen“ vergessen, um sich als gespaltene Persönlichkeit in Mehrfachvariante namens M. M. zu outen *grins*

          Amüsierte
          Grüße
          Bernie

      • Michael Morawietz

        @Bernie
        Ich verfolge im Moment noch ein wenig den Blog, weil ich das Thema für wichtig halte. Eigentlich will ich mich an der Diskussion nicht mehr aktiv beteiligen.
        Raste doch nicht immer gleich so aus. Du hast mich jetzt schon total angeschissen und mit diesem Kollegen hier noch zwei weitere. Hast Du das wirklich nötig?
        Geh doch einfach einmal davon aus, dass Du gegen einen überzeugten Rassisten argumentatorisch nicht die geringste Chance hast, weil Du in dessen Weltbild als Mensch überhaupt nicht vorkommst.
        Versuch doch einmal, den diskussionswilligen Leuten hier Deinen Standpunkt in einer Weise darzustellen, dass sie Dir noch folgen können.
        Normale Menschen sind nicht ideologisch geschult und haben keinen Bock auf ständige ideologische Parolen. Glaub mir, LINKS isoliert sich damit, weil einfach niemand Bock hat, ständig dieselbe Leier aufgetischt und in einer beschissenen Art und Weise gesagt zu bekommen, wie sie zu denken haben.
        Niemand wird Dir freiwillig folgen, wenn Du ihn anscheisst.

        • Bernie

          @Michael Morawietz

          Ach? Immer noch da? Ich dachte das Thema wäre für Sie erledigt, und Sie wollten sich nicht mehr melden?

          Ich verfahre ansonsten bei Ihnen frei nach dem Motto, wie bei Karl Eduard – zukünftig, und hoffe es einhalten zu können:

          Don’t feed the (Provo-)Troll….

          Was das anscheißen angeht, da haben Sie ja beste Erfahrung *grins*

          Amüsierte Grüße
          Bernie

    • Statistiker

      Und wann sind Sie eingewandert? jeder ist eingewandert, jeder hier in diesem Land. Nach Ihrem Verständnis darf ich Sie verunglimpfen, weil Sie ja eingewandert sind, also beherrschen Sie sich und scheißen das nächste mal in die Schüssel und nicht auf die Straße.

      Und: waschen Sie sich!!!!

      • Karl Eduard

        Sicher. Das nennt man auch Humor und gehört zum westlichen Kulturverständnis. Humor ist ja bekanntlich wenn man trotzdem lacht.

        Daß jeder hier mal eingewandert wäre, ist ein Unfug, der gerne von Leuten wie Ihnen behauptet wird. Irgendjemand hat nämlich mal die Straßen und Kanalisationen gebaut und die Schulen und die Wohlfahrt eingerichtet. Und die Erfindungen gemacht. Frag mal Oma und Opa.

      • Bernie

        @Statistiker

        Kennst du das „Siebte Kreuz“ von Anna Seghers? Dort kommt nämlich genauso eine Passage vor, dass niemand, und zwar nicht einer, von sich behaupten kann „rein deutsch zu sein“…..

        Der Roman ist zwar ein Klassiker, aber dank Gauck, Sarrazin, Merkel, Tschäpe & Konsorten wieder hochaktuell….

        Gruß
        Bernie

        • Anonymous

          Hier schliesse ich mich Bernie uneingeschränkt an.

          Die „Deutschen“ sind nach meinem Verständnis nichts weiter als ein politisches Konstrukt und Deutschland als geografische Lokation nichts anderes als das Produkt vieler über die Jahrhunderte stattgefunder Kriege, i.d.R. unter Königshäusern, die selbst nicht selten sogar ein und derselben Familie angehört haben. Allesamt irgendwie verwand und verschwägert.
          Ich habe gerade Bock auf ein wenig Satire und möchte in diesem Sinne einmal eine Analogie zur Welt des Fussballs ziehen:
          Zu einer Fussballmannschaft gehört derjenige, der dort aufgenommen wurde. Wenn diese Fussballmannschaft in Deutschland anssässig ist und die Weltmeisterschaft im Fussball gewinnt, dann schreien alle, dass Deutschland Weltmeister geworden ist. Lustig zwar, weil ich da definitiv nicht mitgespielt habe und überhaupt kein Fussball-Fan bin, andererseit aber super-cool, weil niemanden die Zusammensetzung der Mannschaft interessiert.

          Bernie, ich muss wohl doch ein Troll sein. Bei diesem Thema hier schaffe ich es einfach nicht, die Finger von der Tastatur zu lassen. Bei anderen Themen habe ich damit eigentlich überhaupt kein Problem. Zwanghaft habe ich wieder diesen Blog aufgerufen mit unbändiger Neugier, ob es neue Kommentare zu lesen gibt.

          !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
          Jacob Jung ist für mich genial: Er schreibt in äusserst sachlicher Weise, stösst damit wichtige Diskussionen an und lässt sie vor allem uneingeschränkt zu.
          !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

          Wenn ich hier einen „lieben Gruss“ sende, dann tue ich dass nur aus einem Grunde: Ich will damit zum Ausdruck bringen, dass bei aller politischer Differenz für mich doch eine Gemeinsamkeit besteht, nämlich die Menschenliebe, denn ansonsten würde jede Diskussion zu diesem Thema hier ad absurdum geführt.

          In diesem Sinne liebe Grüsse von einem zwar pott-hässlichen, aber im Grunde sehr lieben Wald- und Wiesen-Troll.

  2. DifferentStranger

    Hallo zusammen. Ich möchte gerne folgenden Senf zur Disskussion geben.
    1. Alltagsrassismus gibt es überall und es nimmt teilweise viel schlimmere (weil subtilere) Formen an als bei der Polizei.
    2. Man muss auch bedenken, dass die Polizisten auch nur Menschen sind, die aufgrund Ihrer Arbeit ständig überwiegend mit Kriminellen zu tun haben und, seien wir mal ehrlich, der Anteil der „Ausländer“ hat sich in den letzten 20 Jahren vervielfacht (liebe Grüße aus Frankfurt am Main). Dass die Wahrnemung der Polizisten sich dadurch verändert ist unumgänglich. Man muss schon sehr stark sein um jahrelang an das Gute im Menschen zu glauben wenn man nur die andere Seite demonstriert bekommt. Dieses Problem muss erkannt und anders gelöst werden. Ich weiss auch nicht – Schulungen, Seminare, Psychologengespräche, irgendwas damit die Sensibilität bewahrt bleibt oder geschärft wird. Niemand pfrüft nach zehn Jahren Dienst ob derjenige noch mental geeignet ist diese größere Verantwortung zu tragen oder mit den größeren Befugnissen immer noch so prima zurecht kommt.
    3. Ich finde es falsch so viel in diese Zeichnungen hineinzuinterpretieren, höchtswahrscheinlich hat sich die Zeichnerin GARNICHTS dabei gedacht (es ist wirklich ein uralter Witz). Gut, es ist halt in die Hose gegangen. Die Mohammed-Karikaturen auch. Darf bei Satire mal passieren. Und dass nicht alle auf dem gleichen Niveu sind was Humor betrifft, ergibt sich schon aus verschiedenen Ausbildungsgraden. (Das meine ich vollkommen wertungsfrei).
    4. Ich finde es auch falsch, dass so leichtfertig mit dem Rassismusvorwurf um sich geworfen wird. Wenn es ein mal tatsächlich zutrifft fällt es keinem mehr auf. Als Jüdin und eigentlich Ausländerin kann ich nur sagen, dass viele inzwischen so verwirt und eingeschüchtert sind, dass ihnen der Blick für die Realität fehlt. Als eine Freundin mir zum Geburtstag ein jüdisches Kochbuch schenken wollte fragte ihr Mann erschrocken ob mich das denn nicht beleidigen würde. So etwas kommt oft vor.

    Dieser krampfhafter Umgang führt dazu, dass echter Rassismus oder Diskriminierung nicht mehr gesehen wird, weil dazu angenommen werden muss, dass das Opfer anders (schwarz, jüdisch, gay etc) ist und das ist nicht politisch korrekt.

    • Statistiker

      Nein, Alltagsrassismus gibt es nicht allegemein, ich begehe keinen Rassismus. Das entspringt Ihrer Fantasie, dass Rassismus ja „normal“ sei und damit okay. Und wenn die Beamtin sich nichts dabei „gedacht“ hat, dann sollte sie mal denken lernen. Doch, Denken geht, ich kann das.

    • Michael Morawietz

      @DifferentStranger
      Ich schliesse mich Ihnen an. Ich selbst habe mehr in die Karrikatur hineininterpretiert, als ich tatsächlich darin sehe. Das ist ein Relikt aus meiner Schulzeit, in der ich im Deutschunterricht Bildinterpretationen schreiben musste zu Bildern, die mir persönlich rein gar nichts gesagt haben. Das ist auch „Denken“. Aber ist es auch eigenständig?

  3. Reinhold Wagner

    Das hat NICHTS mit Rassismus oder sonstwas zu tun. Hier handelt es sich schlichtweg um Humor! Ich sehe keinen Grund, diesen Kalender aus dem Verkehr zu ziehen. Und allen, die daran Anstoß nehmen, möchte ich raten: vorauseilender Gehorsam gefährdet unsere kulturellen Werte!

    Gruß
    Reinhold Wagner

    • Statistiker

      Uij, Rassismus ist erlaubt, ist ja nur „Humor“….. Ach so, dann bezeichne ich Sie als Nazi, ist ja nur Humor…. okay? Und unsere „kulturellen Werte“…. warum sind Sie nicht ehrlich und sagen: „Diese Asozialen haben in unserem christlich-jüdischen Abendland nichts verloren!!!“. Nichts anderes sagen Sie nämlich.

      • Bernie

        @Statistiker

        Seh ich ganz genauso, und wie dt. Humor – bei machen – funktioniert, dass zeigen auch so Rassisten wie Dieter Hallervorden, und die Gecken an Fastnacht sowie diverse „Black-Face-Darsteller“ in dt. Theatern, die der Blog Publikative.org vor kurzem berichtete.
        Der Blog beschäftigt sich übrigens neuerdings auch mit der rassistischen Polizeikarikatur:

        „[…]Geistige Engpässe: Kalender der Polizeigewerkschaft
        29. Februar 2012 11:45 3.316 mal gelesen 8 Kommentare
        Satire, Galgenhumor und Polizeijargon oder doch einfach rassistisch und beleidigend? Um einen Kalender des bayrischen Landesverbandes der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) ist ein Streit entbrannt.

        Von Nicole Selmer

        Der Kalender, den der Landesverband in einer Auflage von 3000 Stück produzierte, enthält etwa für den Monat März das Motiv eines festgenommenen Schwarzen auf einer Polizeiwache im Griff eines Beamten, der ruft „Was heiß‘ hie‘ Ve´dunklungsgefah‘ …?!“ Ein anderes Blatt zeigt sich prügelnde Männer, dem äußeren Anschein nach Migranten – wie etwa die Welt berichtet. Aber es geht auch ohne Rassismus: Eine Szene zeigt den Polizeieinsatz bei einem drohenden Selbstmord und die Bildunterschrift „Jetzt spring endlich, du Idiot, ich habe noch etwas anderes zu tun heute.“[…]“
        http://www.publikative.org/2012/02/29/geistige-engpasse-kalender-der-polizeigewerkschaft/

        Quelle und ganzer Text:

        Übrigens, die

  4. @Wagner Afrikanischee klitschee karikatur,Racismus,und das bei Polizei bestimmt finden Sie toll dass Neonazi Mord Döner Mord nennt“.Super humor haben Sie!melde diese einmalig Erbe bei UNESCO

    • Michael Morawietz

      Humor ist in Deutschland eine seltsame Geschichte. Wir haben hier zum Beispiel Ostfriesen-Witze, die die Menschen in Ostfriesland als vollkommene Trottel darstellen. Ich kenne niemanden, der Ostfriesen tatsächlich für Trottel gehalten hätte.
      Schauen Sie sich im Vergleich dazu mal den schwarzen englischen Humor an, der ist Spitze. Da kriegen stellenweise auch die Deutschen gut eins aufs Haupt. Echt cool.

  5. Bernie

    @Michael Morawietz

    „[…]Hi,
    nein, ich bin der Definition gemäss kein Troll. Wir sollten hier mal keinen persönlichen Krieg heraufbeschwören[…]“

    Sie verhalten sich aber wie der klassische Troll (z.B. sich verabschieden und dann doch wieder erscheinen; unqualifizierte Beleidigungen an die persönliche Adresse des Diskussionsgegners den Sie gar nicht kennen; haltlose Unterstellungen (frei nach dem Motto: Wer Rassismus angreift ist selbst ein Rassist); Küchenpsychologie – Soll ich noch mehr klassische Trollvorgehensweisen erwähnen, die sich mit ihrem eigenen Verhalten aufzeigen, und mit eigenen Worten beweisen, ohne gleich ein Troll sein zu wollen?), und was „persönliche Kriege“ angeht, die führe ich nicht mit Trollen, und sonstigen wildfremden Menschen im Netz, dafür ist mir meine Zeit einfach zu schade.

    Amüsierte Grüße
    Bernie (der schon seit Jahren Troll-Abwehrerfahrung hat)

    • Michael Morawietz

      Ok, Bernie, dann bin ich halt ein Troll. Dann musst Du aber Deine Definition entsprechend anpassen. Gerade wegen Dir schaffe ich es nicht, die Schnauze zu halten. Ich liebe die Auseinandersetzung und Rassismus ist etwas das bekämpft werden muss. Du dienst leider dem Rassismus mit Deiner Art und Weise mehr, als es Dir wahrscheinlich lieb ist und deswegen würde ich Dich bitten, doch in Deinem stillen Kämmerlein einfach einmal meiner Argumentation zu folgen und dann zu entscheiden, ob ich nicht eigentlich bereits auf Deiner Seite bin, auch wenn ich vielleicht gar nicht Deiner politischen Richtung anhängen mag. Letzteres finde in Bezug auf das Thema auch vollkommen irrelevant.

    • Michael Morawietz

      @Bernie
      Ich möchte mich jetzt dann doch endgültig verabschieden oder sollte ich sagen , trollen 🙂

      Alles Gute für Dich.

  6. Anonymous

    Wenn jemand mal wirklich wissen will was Rassismus ist, dann empfehle ich Asien, Afrika, Karibik, alle Arabischen und muslimische Länder aber nicht nur 2 Wochen in einem 5 Star Ressort. Politiker sollten lieber anfangen die Interessen der Bürger vertreten und für mehr Gerechtigkeit sorgen als sich um einen humoristischen Kalender zu kümmern!

    • Statistiker

      Hihi, das Troll-Argument schlechthin…… gehen Sie mal auf den Friedhof, da gibt es Menschen, die sind noch viel kränker……

      • Michael Morawietz

        @Statistiker
        Erst seht ihr überall Nazis rumflitzen und jetzt noch Trolle. Ihr zieht euch selbst in Lächerliche.

      • Bernie

        @Statistiker

        Sehe ich ganz genauso *grins*

        Übrigens, wie bereits erwähnt, als alter „Netzhase“ wundert es mich eigentlich gar nicht mehr, dass Themen wie Ausländerfeindlichkeit, Rassismus und Rechtsextremismus NS-Trolle anziehen wie Scheiße die sprichwörtlichen Fliegen…..

        Es würde mich eher wundern, wenn es anders wäre, lieber Statistiker……

        Traurig, aber leider wahr was gewisse Netz-Themen, und deren – auch von dir erkannte – Durchseuchung von Trollen angeht……

        Noch trauriger ist, dass die Trolle sich immer wieder als solche outen, und einfach nicht „raffinierter“ vorgehen…..mit dem eigenen Netzverhalten….

        Amüsierte Grüße
        Bernie

        • Bernie, wenn mich nicht alles täuscht, zieht Dich dieses Thema auch sehr stark an.
          Du schimpfst stellenweise wie ein Rohrspatz, gehst unter die Gürtellinie usw usw.
          Was unterscheidet Dich denn jetzt genau von dem, was Du hier so vortrefflich beschimpfst und noch wichtiger, in welcher Weise stellt das einen konstruktiven Beitrag zum Thema dar?

        • @Bernie
          Geht es Dir hier eigentlich noch um das Thema?

        • kaesebrocken

          @Bernie,@Statistiker
          “Hihi, das Troll-Argument schlechthin…… gehen Sie mal auf den Friedhof, da gibt es Menschen, die sind noch viel kränker……” .

          Hallo Bernie, Statistiker, alte Netzhäschen. Durch Mehrfachanwendung selbstbezüglicher Sätze entsteht chaotisches Verhalten.

          Grußlos

  7. Hi @ Jacob Jung

    den Kalender kenne ich nicht. Die abgebildete Karikatur steht in der Hetztradition (gegen angeblich Mindere) von NS-Stürmer der 1930er bis zum „Die Welt“-Hicks der 1960er Jahre.

    Ihr Kommentar ist ruhig. Ohne Schaum vorm Mund und ohne Gehechel wenn Sie abschließend meinen: „In einer Polizeidienststelle hat dieser Kalender nichts zu suchen.“ (Und in keiner anderen öffenlichen Behörde)

    Der Kalender in der „Polizeidienststelle“ verweist, was Sie vermutlich auch wissen, auf das weite Feld von strukturell Tieferliegendem, Vorpolitischem, Mentalitärem, nicht schon „Rassismus“, aber dahin tendierend und nicht zufällig in diesen ganzdeutschen Repressionspparaten politisierbar.

    Freundliche Grüße

    Richard Albrecht, 020312
    http://wissenschaftakademie.net

  8. „Bagatelle oder Alltagsrassismus?“ lautet eine Überschrift im Artikel. Für mich ganz klar eine Bagatelle. Die Heftigkeit, mit der sich einige der Kommentierenden Formulierungen und Worte wie „Auschwitz“, „Heimatland des Rassismus“ und „Nazi“ an den Kopf werfen steht in keinem Verhältnis zum eigentlichen Thema. Selbst wenn man dem Kalender gegenüber negativ eingestellt sein mag: Das Unrecht, was hier einige sehen, kann man nicht mit solchen Ausdrücken gleichsetzen. Es ist so gering, das man es schlecht heißen kann, aber trotzdem akzeptieren sollte.
    Wie verhältnismäßig harmlos die Bilder sind zeigt sich für mich bereits daran, durch wie viele Instanzen die Bilder bis zum Druck gelaufen sind, und wie viele Menschen ihn scheinbar schon in ihren Büros afgehängt haben, ohne das er beanstandet wurde. Wer hier behauptet, das seien alles Rassisten gewesen, hat sich in seiner Ideologie verrant. So sind es für mein Erachten hier eher wenige extreme Geister, die sich darüber austoben.
    Ich persönlich störe mich nicht an dem Kalender, auch wenn ich zugeben muss, dass ich nicht alle Bilder gesehen habe. Im Zuge der Multi-Kulti-Gesellschaft und der Integration muss auch der Samthandschuh abgebaut werden. Ich mit meinen zwei Metern könnte auch Anstoß an jeder Zeichnung, an jedem Witz über große Menschen nehmen. Tue ich aber nicht, auch wenn mir nicht alle gefallen. Für mich gehören Andersfarbige und leider auch Menschen, die sehr schlecht Deutsch sprechen, genauso zur Gesellschaft wie Hellhäutige. Warum sollte hier also eine humoristische Sonderbehandlung erfolgen? Es gehört zu einer Gesellschaft dazu, dass ihre Mitglieder über einander Witze machen. Für mich kann man den Kalender daher nur dann rassistisch finden, wenn man die Einwanderer noch nicht wirklich akzeptiert hat. Das kann durchaus auch dann der Fall sein, wenn man sich für sie stark machen will.

  9. Yann

    Von mir nur drei Anmerkungen zu dieser schon viel zu lange dauernden Diskussion
    – Erstens: Schon der zweite Kommentar bestätigt Godwin’s law (im Zweifel bei Wikipedia nachschauen), das ist wirklich beeindruckend
    – Zweitens: Weniger eine Anmerkung als eine Frage: „Die Zeichnung stellt den Mann als aggressiv und lächerlich dar.“ Kann man auch auf den Piraten in den Asterix-Heftchen anwenden. Sind die auch alle rassistisch?
    – Drittens: „Jetzt spring’ endlich, du Idiot, ich hab noch anderes zu tun heut!“. Schon mals das „Schwarze Buch“ von Uli Stein gelesen? Wenn ja, kann man sich darüber wohl schwer aufregen.

    Fazit (für mich): In jedem Fall Bagatelle

    • Michael Morawietz

      @Yann
      Das Beispiel mit dem Asterix-Piraten finde ich gelungen. Dieser Pirat ist vollkommen in die bunt zusammen gewürfelte Piratenmannschaft integriert. Niemand verschwendet auch nur einen Gedanken, wer da woher kommt oder wie er aussieht. Die arbeiten gemeinschaftlich an ihrem Hauptproblem, nämlich nicht abzusaufen, wenn die Helden wieder einmal vorbeikommen. Cool.

  10. Michael Morawietz

    Bevor ich jetzt diesen Blog endgültig schliesse und dann nicht mehr öffnen werde , möchte ich noch kurz auf eine Krankheit aufmerksam machen, die nicht nur diesen speziellen Blog hier betrifft, sondern ein allgemeines Unwesen im Web ist:

    Ich spreche von „Rate This“. Daumen Rauf, Daumen Runter. Diese Symbolik hatte, glaube ich, auch Caesar bei den Gladiatorenkämpfen drauf. Ich weiss nicht, ob man diese Symbolik in einer politischen Diskussionsrunde anwenden sollte. Letztlich könnte man dies ebenfalls als diskriminierende Karrikatur werten, wenn man unbedingt will.

    Ich weiss, dass dies eine WordPress Standard-Funktion ist, aber die liesse sich auch problemlos abschalten, hätte man das entsprechende Bewusstsein.

  11. Bernie

    @Jacob Jung

    Interessante Diskussion hier, die mir eigentlich nur zeigt, dass manche mit dem Begriff „Alltagsrassismus“ gar nichts anzufangen wissen, und sich deswegen gleich betroffen fühlen, wenn du diesen hier völlig richtig beschreibst.

    Hier ein Beispiel aus Publikative.org, dass sich mit dem Begriff „Alltagsrassismus“ als nicht vorhanden beschäftigt:

    http://www.publikative.org/2009/10/28/extremismus-alltagsrassismus295

    Gruß
    Bernie

    • @Bernie
      die fünf Punkte oben habe ich Dir gegeben, weil Du hier wieder auf die argumentatorische Ebene zurückgefunden hast.

      Ich muss Dir sagen, dass dies hier der erste politische Blog ist, bei dem ich mich jemals aktiv in die Diskussion eingebracht habe. Ich kenne ansonsten nur technische Blogs und Foren. Dort ist es wesentlich einfacher für mich, Diskussions-Beiträge zu leisten. Aber ich wollte mich eigentlich auch gerne mal ein bischen sozial angagieren. Ich glaube, das lasse ich mal lieber, das ist nicht mein Fachgebiet.

      Für mich war es eine äusserst interessante Erfahrung hier und ich habe einen gewissen Suchteffekt verspürt, der mich schon wieder zum Aufruf dieses Blogs, speziell dieses Themas veranlasst hat.

      Du speziell bist für mich eine besondere Erfahrung gewesen, weil kaum ein anderer mir so deutlich gezeigt hat wie Du, dass immer Gleiches mit Gleichem bekämpft wird. Diskriminierung wird mit Diskriminierung bekämpft, Rassismus mit Rassismus, Ungerechtigkeit mit Ungerechtigkeit, Unteres Niveau mit unterem Niveau usw. usw.

      Damit meine ich nicht den Ausrutscher, der jedem immer wieder mal passiert, vor allem mir selbst und leider nicht nur selten. Damit meine ich die Systematik, die ich bei Dir identifizieren konnte.

      Es ist in gewisser Weise ein selbsterhaltendes System. Ich befürchte fast, dass aus diesem Grunde Diskussionen wie diese hier auch in 50 Jahren noch aktuell sein werden, unter der Annahme, dass die Diskussionsgegner nicht wieder irgendwann die Schiessgewehre auspacken und auf der Ebene diskutieren. Denn was danach kommen würde, das ist in jedem Fall unvorhersehbar.

      Böse gemeint habe ich hier gar nichts. Dass das Zeug, das ich hier so von mir gegeben habe immer oder überhaupt fundiert gewesen ist, will ich gar nicht behaupten, denn ich habe einfach nur versucht, mitzureden. Ich bin Techniker und meine Betrachtungsweisen sind entsprechend orientiert. Die Welt besteht halt nicht nur aus Politikern.

      Mich hat auch nicht gestört, als ich bemerkte, dass dies ein linker Blog ist. Weshalb sollte ich nicht mit LINKS diskutieren. Für mich ist es „politischer Rassismus“, um es einmal so zu beschreiben, wenn diesbezüglich das aktuell beliebte ausgrenzende Verhalten beobachte. So grenzt eine Gruppe fleissig die andere aus und unter dem Strich bleibt die Welt wie sie ist.

      Mit freundlichen Grüßen
      Michael Morawietz

      • Hartmut

        Bleib bei deinen alten blogs. – Dort bist du besser aufgehoben.

        • Bernie

          @Hartmut

          Zustimm, und ohne den Text von M. M. zu kommentieren, denn ich will ihn nicht füttern, und den Text von M. M. noch nicht einmal gelesen – ich habe bevorzugt ignorieren…..

          Amüsierte
          Grüße
          Bernie

  12. Bernie

    @kaesebrocken

    „[…]Hallo Bernie, Statistiker, alte Netzhäschen. Durch Mehrfachanwendung selbstbezüglicher Sätze entsteht chaotisches Verhalten.

    Grußlos[…]“

    Selbiges gilt eher durch !!!Mehrfachanwendung sehr durchsichtiger Pseudonyme!!! (auch so eine Troll-Masche von schizophrenen Internetprovos, und übrigens sogar noch eine uralte)…..*grins**rofl“

    Masche von mir – nicht erst neuerdings: „Don’t feed the troll“….und zwar ganz egal ob diese !eine! Person sich verschiedene Nämen für hirnrissige eigene Worte gibt…..

    Amüsierte Grüße
    Bernie

    • Michael Morawietz

      @Bernie
      Ich habe mich meiner Troll-Natur gestellt und bin sicher, dass meine künftigen Kommentare damit an Sachlichkeit gewinnen werden.

      Gruss

  13. Bernie

    Publikative.org berichtet über einen zweiten Polizeikalender, der aber bei den angeblich entlarvenden Springer-Medien sofort wieder in der Versenkung verschwunden sein soll:

    „[…]Ein angeblicher Polizei-Kalender – und viele offene Fragen
    04. März 2012 07:26 351 mal gelesen 5 Kommentare
    Die Berliner Morgenpost und Welt-Online hatten über einen angeblichen Kalender der Gewerkschaft der Polizei berichtet, in dem üble rassistische Bilder zu sehen seien. Die Online-Ausgaben der Zeitungen veröffentlichten die Bilder sogar – doch nun sind die Artikel und angeblichen Kalenderbilder verschwunden – ohne Angaben von Gründen.[…]“

    Quelle und ganzer Text:

    http://www.publikative.org/2012/03/04/ein-angeblicher-polizei-kalender-und-viele-offene-fragen/

    Gruß
    Bernie

    • Michael Morawietz

      Ich habe mal Bernies Link verfolgt. Dort findet man einen weiteresn Link auf die folgenden Karrikaturen.

      http://www.pastehtml.com/view/bq7o5rxua.html

      Ich bin sprachlos.

      • Michael Morawietz

        Hab die Fassung wieder: Sind das tatsächlich die verschwundenen Karrikaturen des zweiten Polizeikalenders? Wenn ja, dann kann der Zeichner, der angeblich Polizist ist, meiner Ansicht nach nicht mehr ganz sauber sein, weil er dann damit voll ins eigene Nest kackt.

        • Michael Morawietz

          Wenn ihr Bernies link verfolgt und dann auch die Links der dortigen Kommentatoren beachtet, dann könnt ihr nicht nur den von mir oben ergänzten Link finden, sondern auch einen auf die gecachte ehemalige WebSite des polizeiangehörenden Zeichners. Zwar sind von den Grafiken nur noch die Rahmen sichtbar, aber sein Text kann noch nachgelesen werden. Für mich spricht dort ein bis auf den Grund frustrierter Polizist und ich an seiner Stelle würde mir sofort einen anderen Job suchen, sofort, bevor das Ganze in die Hose geht.

  14. Pingback: Spotlight (76) | Das rote Blog

  15. Pingback: Jacobs Woche (26.2. – 3.3.2012) | Jacob Jung Blog

  16. Pingback: Jacobs Woche (26.2. – 3.3.2012) | Die besten deutschen Blogs aller Zeiten

  17. Richtig! Weg mit solch einen Dreck, welcher Vorurteile schürt. Ein Kalender mit solchen Karikaturen fordert versteckt und offen zu einen reaktionären Gruppenzwang auf. Das hat nichts mit Humor zu tun! Kriminalität ist sowohl unter Einheimischen, als auch Einwohnern mit Migrationshintergrund verbreitet. Jedoch ALLES mit Letzteren zu assoziieren fördert Rassenhass und Fremdenfeindlichkeit!

  18. Pingback: Der Ekel « Meursault in Uganda

  19. vendetta

    Weiter oben hat mal jemand frei, und frech behauptet, dass der rassistische Kommentar doch gar nicht so rassistisch wäre, weil ja auch der Asterix-Erfinder Goscinny einen solchen Schwarzen -bei den Asterix-Piraten darstellen würde.

    Mal ganz abgesehen davon, dass wenn x das gleiche tut es immer noch nicht das Gleiche ist wie bei y – Soll heißen: Goscinny war vielleicht kein Rassist, aber der Zeichner, der seinen Schwarzen abkopiert hat schon……gibt es auch gegen Goscinny Rassismus-Vorwürfe:
    […] „Uderzo – der lange Weg zu Asterix“ beschreibt Uderzo die Stimmung im Verlag im Mai 1968 mit heftigen Ereignissen innerhalb des Teams. Es wird gesagt, Asterix stehe für Nationalismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Goscinny trägt sich mit dem Gedanken alles hinzuwerfen. Albert Uderzo hat sich vorher schon zur Zeitschrift „Pilote“ distanziert und reagiert auf die Angriffe entsprechend gelassener. Vor diesem Hintergrund erscheint in der Ausgabe 531 vom 8. Januar 1970 die neue Geschichte, die vielleicht als Reaktion auf die Ereignisse gesehen werden kann[…]“

    Quelle und kompletter Text:

    http://www.comedix.de/medien/lit/hefte/streit_um_asterix.php

    Ohne weiteren Kommentar
    Vendetta

    • Michael Morawietz

      @Vendetta
      Die Seite ist eine Asterix-Fan-Seite. Dort wird in nicht nachgewiesen, dass Asterix rassistisch ist. Es wird lediglich gesagt, dass diese Vorwürfe erhoben wurden seitens des Jugendmagazins, dass diese Comics verlegt hat. Letztendlich wurden die Comics veröffentlicht und die Zeichnungen sind nicht geändert worden. Da, wo Vendetta auf weiteren Kommentar verzichtet, kommt auch sowieso gar nichts mehr. „Vendetta“,“Vendetta“, was war das bloß nochmal. Ja,ja die Symbolik, eine Sprache für sich.

      Vendetta, Deine Argumentationskette auf zwei Halbwahrheiten aufzusetzen, macht daraus noch lange keine ganze Wahrheit.

      Ausserdem ist Deine Schlussfolgerung sehr bemerkenswert, dass wenn x das gleiche tut es immer noch nicht das Gleiche ist wie bei y. Ist zwar ein ungültiger Schluss, eigentlich ja gar keiner, aber die Inquisition hatte schon immer ihre ganz eigene Logik. Spricht man „Vendetta“ eigentlich eher italienisch aus oder mehr so, wie hier bei uns im Pott?

      Es gibt auch Vorwürfe seitens der CDU/CSU,FTP und Grüne, um nur einmal vier Institutionen zu nennen, die Links-Partei sei linksextremistisch und verfassungsfeindlich. Der Verfassungsschutz beobachtet euch dem Gerücht nach auch bereits. Ich erspare mir an dieser Stelle die Nachweise, denn die kennt ihr zur Genüge selbst. Also ohne Kommentar, seht selbst!
      Seid ihr nun linksextremistische Verfassungsfeinde, nur weil es diese Vorwürfe und Gerüchte gegen euch gibt? Ist ein Vorwurf oder ein Gerücht bereits gleichzeitig auch ein Nachweis? Dann sind wir ja nicht mehr weit entfernt von erneuten Hexenprozessen. „Vendetta“, wo hab ich das schon mal gehört?

      Es ist keine freche Behauptung gewesen: Asterix ist kein rassistisches Kulturgut. Wenn Du es gewaltverniedlichend nennen möchtest, dann schliesse ich mich Dir an. Du nennst Dich „Vendetta“, ist das italienisch?

      Ich habe mal sechs Monate lang mit Zeugen Jehovas diskutiert. Das waren sehr liebe Menschen, die mich in diesem Zeitraum regelmässig besucht hatten. Die Diskussion hier mit euch erinnert mich stark daran. Aber sechs Monate stehe ich das mit euch nicht durch? Obwohl ich gerne möchte, ganz ehrlich! Ich würde euch wirklich gerne verstehen.

      Lieben Gruss
      Michael Morawietz

      • vendetta

        He, he….Inquisition ist gut…..würde es die heute geben, dann würde ich persönlich wohl hier nicht M.M. Antworten schreiben können *grins*

        V for Vendetta alias Bernie

  20. Michael Morawietz

    Vendetta hat Informationen gefunden, die die Asterix-Heftchen mit dem Rassismus-Vorwurf belegen. Ich bin ein Asterix-Fan und folglich muss ich den Rassismus-Vorwurf hinnehmen. Das ist dann schon der zweite derartige Vorwurf, den ich innerhalb dieser Diskussion einstecken musste, neben weiteren in etwas abgeschwächterer Form.
    Wenn ihr mir hier beweist, dass ich ja real betrachtet ein Rassist bin, dann müsst ihr davon ausgehen, dass ich nicht mehr hinschauen werde, wenn ihr mit dem Finger auf Rassismus zeigt. Ich werde dann lediglich denken, während ich mein Asterix-Heftchen lese, dass ihr euch einfach nur wieder einmal jemanden ausgeguckt habt und da tatsächlich aber gar nichts dahintersteckt. Dann brauchen nur noch genügend Menschen meine Rassismusmüdigkeit zu teilen und wir haben ein Paradies für Rassismus. Was meinte @Bernie noch mit dem Balken im eigenen Auge? Liegt da vielleicht sogar der Hund in Zwickau begraben. Man sieht dort die Nazis vor lauter Nazis nicht mehr?

    Ich habe während meiner Teilnahme an diesem Blog ( seit fast drei Monaten ) auch viele Links zu Seiten verfolgt, die der LINKEN extremistische und verfassungsfeindliche Vorwürfe machen und auch Belege dafür anführen. Ganz klar, alles Rassisten, also alles Leute, wie ich selbst. Weshalb sollte ich denen nicht glauben.

    Aber keine Sorge, ich glaube keinem von euch und auch keinem von den anderen. Ihr beschimpft alle als Rassisten und die anderen beschimpfen alle als Kommunisten.

    Und das schönste zum Schluss: Bei euch bin ich ein Rassist und bei den anderen bin ich ein Kommunist. Ein rassistischer Kommunist, geht das überhaupt per Definition?

    Ich geh dann jetzt mal schlafen, muss nämlich morgen was tun für mein Geld und ich tue das gerne.

    Gruss

    • vendetta

      @Michael Morawitz

      Wo habe ich denn behauptet, dass du ein Rassist bist? Kannst du das belegen? Ich stelle nur fest, dass es auch gegen Goscinny Rassismus-Vorwürfe gibt, und bin der Meinung, dass die aus dem Zusammenhang – ja, ich bin auch Asterix-Fan – gerissen wurden.

      Goscinny war halt ein Kind seiner Zeit, und damals gab es in Asterix-Heftchen eben nicht nur rassistisch gezeichnete Schwarze, sondern auch andere Nationalitäten – Wer „Asterix und die Goten“ kennt, der weiß, dass Goscinny, würde man streng politisch korrekt urteilen – wie die neoliberalen Neokonservativen in Deutschland gerne tun – auch „deutschenfeindlichkeit“ zu den Vorwürfen gehören, die man an Goscinny stellen könnte, aber wie schon erwähnt cool bleiben – Goscinny war ein Kind seiner Zeit, und wir, als heutige Menschen, urteilen eben mit unserer Sozialisation viel zu schnell über längst vergangene menschliche Schwächen.

      Übrigens, ich seh auch die Fremdenfeindlichkeitsvorwürfe cool – Jeder Mensch ist zwar kein Rassist, aber ein Fremdenfeind schon – Oder läßt du gerne wildfremde Menschen, die dir gänzlich unbekannt sind, bei dir zuhause ein und außgehen? Sogar die moderne Genetik geht davon aus, dass wir Menschen, ebenso wie unsere nächsten Verwandten – die Menschenaffen – von den Genen her fremdenfeindlich sind – auch die Verhaltensbiologie weist in dieselbe Richtung.

      Deswegen cool bleiben 😉

      Gruß
      Vendetta

      • Michael Morawietz

        Nein, dass hast nicht behauptet und das hat hier auch kein anderer so gesagt. Ich habe lediglich meine Empfindungen in Worte gefasst. Diese mögen unglücklich gewählt sein, aber sie sind in dieser Form meinem ehrlichen Empfinden entsprungen.

  21. Peter Petereit

    Das Niveau der Kommentare sinkt. Noch will ich nicht sagen, „ins bodenlose“… Erst denken, dann schreiben.

    • vendetta

      @Peter Peterreit

      Seh ich ganz genauso 😉

      Gruß
      Vendetta

    • Michael Morawietz

      Peter, ich bemühe mich um ein gutes Niveau, aber hier ist doch sehr stark Emotionalität im Spiel und ich gebe zu, dass ich mich da nicht komplett von frei machen kann. Immerhin gehe ich jeder eurer Argumentationen nach und versuche eure Sicht zu verstehen, die Dinge mit euren Augen zu sehen. Das ist schon auch ein wenig Persönlichkeitsspaltung, wie @Bernie richtig erkannt hat, denn ich sehe die Welt tatsächlich doch etwas anders als ihr. Aber wie soll ich euch verstehen, wenn ich nicht wenigsten einmal euren Standpunkt eingenommen, nicht wenigstens euren Herzschlag einmal in meiner eigenen Brust gespürt habe. ( Das ist jetzt sehr poetisch, keine Frage, denn ganz so archaisch sehe ich das selbstverständlich nicht. Aber durch Überzeichnung lassen sich auch Dinge sichtbar machen, die man sonst nicht beachten würde.)

      Ich habe mal die folgende kleine Geschichte gelesen und reisse sie hier kurz an auf die Gefahr hin, dass ihr sie schon kennt:

      Besteigen drei Leute von drei verschiedenen Seiten einen Berggipfel, kommen gleichzeitig oben an und sehen dort von ihren drei verschiedenen Standpunkten aus eine Blume an der ein Tautropfen hängt in welchem sich das Sonnenlicht bricht. Der erste sagt:“Welch ein schöner roter Tautropfen“, der zweite behauptet „Nein, der ist grün“ und der dritte sagt wütend „Nein, der ist blau“ und haut dem ersteren auf die Schnauze. Es endet damit, dass da jeder jedem die Fresse poliert um seine eigene Sichtweise durchzusetzen, aber letztlich stürzen alle drei lediglich ab.

      Die Dinge erscheinen stets so, wie man sie betrachtet.

      In diesem Sinne, Peter, entschuldige ich mich für mein emotionales Verhalten, dass ich gerade auch bei dem Rassismus-Thema nicht unterdrücken konnte. Ich habe mich stellenweise komplett auf euch eingelassen und habe natürlich dann auch eure Färbung angenommen, sowohl emotional, als auch argumentatorisch. Das Wort Färbung meine ich jetzt komplett frei von jeder ideologischen Bedeutung.

      Wie ich bereits an anderer Stelle gesagt habe: Ich glaube euch nicht und auch nicht den anderen. Aber ich kann euch alle irgendwie verstehen. Einen Lösungsansatz für eure Problematiken kann ich leider nicht bieten. Das alles hier habe ich nur für mich allein gemacht und Du kannst Dir wahrscheinlich nicht vorstellen, wieviele Richtungen ich schon in dieser Weise angecheckt habe. Nur wer viele Richtungen kennt hat wirklich eine Wahlfreiheit.

      Willst Du wissen, welche Richtung ich wählen würde? Ich selbst auch.

      Lieben Gruss an Dich
      Michael Morawietz

  22. vendetta

    Ergänzung:

    Ich muß die nächsten Tage unter die fröhlichen „Holzhackerbuabn“ – Deswegen melde ich mich, wenn, erst später hier wieder.

    Frohes weiterdiskutieren wünscht
    Bernie

    • Michael Morawietz

      Ich wünsche Dir ein frohes Schaffen, und danke für die Breitseiten. Jetzt kann ich nicht nur Blogs programmieren, sondern weiss auch wie es den Bloggern praktisch so geht.

      Ich diskutiere jetzt nicht mehr mit. Die drei Punkte sind noch mal von mir für Dich. Ich hätte Dir ja gerne 6 Punkte gegeben, aber ich finde, dass die anderen drei dem Bernie zustehen.

      Gruss
      Michael Morawietz

      • vendetta

        He, he….nun weißt du also wie leicht es ist hier trollmäßig mit neuem Pseudonym aufzutreten – Ich wollte dir ja nur einen Spiegel vorhalten, lieber M.M. da Du Trolle ja für ein Märchen aus längst vergangenen Zeiten hälst *grins* 😉

        Amüsierte Grüße
        Bernie (Vendetta)

  23. Die Polizei hat es geschafft, soviel aus ihrem Innenleben an Rassismus, Sexismus, Menschenverachtung preiszugeben, daß es einen sprachlos macht. Es bestätigt dunkle Ahnungen über Intention und Ideologie als Grundlage ihres Handelns und macht uns fassungslos. Wir wussten ja schon immer, wie rassistisch, homophob und antilinks die Staatsdiener sein können, aber einen solchen Kalender rauszubringen, der das alles noch topt, ist ein Offenbarungseid.

  24. Pingback: Anspruch und Wirklichkeit: Vom Umgang mit den NSU-Opfern | Jacob Jung Blog

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